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Teil 3: Fünf Media-Center-Programme im Vergleich

Microsoft ist nicht der einzige Hersteller, der eine Medienzentrale beim Kauf eines neuen PCs anbietet: Cyberlink stattet v.a. Medion-PCs mit PowerCinema aus, Pinnacle u.a. Fujitsu-Siemens- PCs. Auf Sony VAIO-PCs findet sich eine Eigenentwicklung von Sony, die auch das Streaming von Video- und Audio-Dateien über das Netzwerk auf den Network Media Receiver (ebenfalls nur von Sony) erlaubt, der an Stelle des PCs an den Fernseher angeschlossen wird. Das Übertragen von Live-Fernsehen ist allerdings noch nicht möglich. Das Wellton Way Multimedia Center aus Schweden war bisher vorrangig in Nordeuropas PCs zu finden, soll aber ab diesem Monat auch in Deutschland erhältlich sein.

Fünf Media-Center-Programme im Vergleich

© Archiv

Nur mit neuem PC: Wie auch Microsoft verkauft Sony sein Media Center nur zusammen mit einem neuen PC oder Laptop.

Aber nicht nur im OEM-Bereich sind die Hersteller aktiv: Cyberlink bietet PowerCinema auch im Handel an, Wellton Way und Pinnacle werden mit ihren Lösungen ebenfalls bald in den Regalen stehen. InterVideo hatte mit dem HomeTheater ebenfalls eine Lösung am Start, wollte aber am Test nicht teilnehmen. Man arbeite an einer neuen Version, die im zweiten Quartal 2005 erscheinen soll. Uns konnte die aktuelle Version bei Erscheinen Anfang dieses Jahres jedenfalls nicht überzeugen. ShowShifter verband als eines der ersten Produkte auf dem Markt Videorekorder-Funktionalität und Medienwiedergabe mit TV-Out-tauglicher Bedienungsoberfläche. Und die einzige kostenlose Media-Center-Oberfläche myHTPC heißt in der aktuellen Version meedio. Sie ist jetzt Shareware, und Buhl Data vertreibt mit sceneo TVcentral eine auf den europäischen Markt angepasste und erweiterte Version.

Linux hat mit Freevo ( www.freevo.org) eine Oberfläche zu bieten, die durch Aufruf der Media- Player Xine und MPlayer praktisch alle Formate abspielt. MythTV (www.myth.org) unterstützt nicht nur analoge Karten, sondern auch die Hauppauge PVR 250/350. Auch für DVBund HDTV-DVB-Karten gibt es erste Unterstützung. Leider ist MythTV in Amerika beheimatet, was z.B. die Installation unter SuSE erschwert - die Anleitung erwähnt z.B. nur Fedora, Mandrake und Debian. Eines der fortschrittlichsten und beliebtesten Media Center ist allerdings der digitale Videorekorder VDR von Klaus Schmidinger (Homepage unter www.cadsoft.de/vdr, Forum und Downloads unter vdrportal.de. Es gibt mehrere VDR-Distributionen (z.B. LinVDR), die die Installation stark vereinfachen, weshalb wir die Software in den Test mit aufgenommen haben.

Auch im OEM-Bereich ist Linux schon zu finden: Einige Barebone- und Mainboard-Hersteller erlauben beim Booten den Start eines CDPlayers oder sogar Media Centers (z.B. der XC Cube AV Edition von AOpen). Die Linux-Software stammt teilweise von InterVideo und Cyberlink. Und mit dem Xeatre PVR 6100 (www.xeatre.de) gibt es sogar den ersten PC mit vorinstalliertem VDR.

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