DirextX 11: Der Turbo für die Grafikkarte

Teil 3: DirectX 11: Technik erklärt und Grafikkarten im Test

Selbst wer in der FullHD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten spielt, kann die Karte derzeit kaum an ihre Leistungsgrenzen heranführen. Allerdings ist die Leistungsaufnahme mit maximal 366 Watt unter Last hoch, auch das Betriebsgeräusch ist dann unüberhörbar. Erschwinglicher ist die Sapphire Radeon HD5850 für etwa 279 Euro. Das gehobene Mittelklassemodell ist flotter als eine vergleichbare GeForce 275 und bietet zudem die spannenden DX-11-Funktionen. Selbst bei Full- HD liegt die Karte stets über der kritischen Grenze von 25 Bildern pro Sekunde. Alles, was darunterliegt, wird nämlich als Ruckeln wahrgenommen.

Im Unigine Heaven lagen die Werte bei aktiver Tesselation über 30 Bildern pro Sekunde. Schaltet man Tesselation ab, sind deutlich höhere Werte möglich. Für Gelegenheitsspieler genügt durchaus eine Radeon HD5770 wie die getestete Karte von Sapphire. Voraussetzung ist natürlich, dass man 3D-Spiele höchstens in der Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten zockt, die man häufig bei 22-Zoll-TFTs findet. Ob die Leistung für anspruchsvolle DX-11-Spiele ausreicht, ist unsicher. Im Unigine Heaven Benchmark näherte sich die HD5770 gefährlich nah der "Ruckelgrenze". In der Praxis muss man hier möglicherweise auf Tesselation verzichten.

Was jetzt noch kommt

Ob sich DX 11 rasch durchsetzt, hängt in erster Linie von den Entwicklern von PC-Spielen ab, denn ohne entsprechende Software-Unterstützung nützt die beste Hardware nichts. Eine Liste aktueller und kommender Titel finden Sie im Kasten. Die zunehmende Verbreitung von Windows 7 und der Umstieg der Grafikkartenhersteller auf DX 11 werden für den nötigen Anschub sorgen. Als "Entschleuniger" könnten sich die Spielekonsolen Xbox 360 und PS3 erweisen, deren veraltete Grafikprozessoren DX 11 nicht beherrschen. Da Spiele-Entwickler meist plattformübergreifend entwickeln, könnten einige auf DX 11 verzichten. Andererseits kann sich eine PCVersion dank DX 11 gegenüber einer Konsolenversionen abheben und so für einen zusätzlichen Kaufanreiz sorgen. Links & Tools zu diesem Artikel finden Sie unter www.magnus.de/go/10041409

Im Vergleich: DirectX 10 gegen DirectX 11 mit aktiver Tesselation-Funktion (Unigine Heaven)

Die Steine des Türbogens treten auf dem rechten Bild mit DX 11 deutlich sichtbar hervor. Auch der steinige Weg wirkt wesentlich plastischer.

Im Vergleich: DirectX 10 gegen DirectX 11 mit aktiver Tesselation (Unigine Heaven)

Die eher glatte Haut der Drachenfigur (l.) wirkt unter DirectX 11 (r.) realistischer, da die Grafikkarte hier noch zusätzliche Polygone einfügt.

Experten-Meinung

Wer jetzt eine neue Grafikkarte benötigt, etwa weil er auf Windows 7 umsteigen möchte, macht mit einer Radeon aus der HD 5000 Serie nichts falsch. Die Karten sind zukunftssicher, unterstützen sie doch bislang als einzige Microsofts neuen Standard DirectX 11. Abgesehen von der überteuren HD5970 stimmen Preis und Leistung. Ich persönlich würde jedenfalls keine 150 Euro oder mehr noch in eine Grafikkarte ohne DirectX 11 investieren.

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