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Die unzüchtigen Seiten des World Wide Web

Teil 3: Das Porno-Netz: Sex und Erotik im Internet

My Second Porno Life

Auch Online-Spiele und virtuelle Welten sind mitunter der Ort für sexuelle Fantasien. Besonders in der Online-Welt Second Life konnte man dies miterleben. Etwa vor zwei Jahren, als der Hype um die Parallelwelt ihren Höhepunkt erreichte, tauchten Berichte über virtuelle Nachtklubs und Bordelle auf. Einige Second-Life-Mitglieder nutzten die Plattform offenbar zum Austausch von pornografischem Material. Das hatte fatale Folgen, zahlreiche Nutzer, aber auch Firmen, die in Second Life ihre virtuellen Filialen eingerichtet hatten, zogen sich zurück. Nun möchten die Betreiber endlich gegensteuern. In Zukunft soll es einen vom Rest separierten Kontinent geben, auf dem die Porno- und Sexinhalte konzentriert werden: Zutritt dann nur noch für erwachsene Mitglieder.

Erotik im Web 10

© Archiv

In Second Life sollen freizügige Inhalte bald in einem abgeschlossenen Bereich verschwinden.

Wenn Bilder süchtig machen

Ein Erfolgsfaktor der "Pornowelt Internet" dürfte neben der leichten und meist kostenlosen Verfügbarkeit der Inhalte vor allem die Anonymität sein. Das Risiko beim Verlassen des Erwachsenenbereichs einer Videothek auf einen Nachbarn oder Bekannten zu stoßen, ist weitaus höher, als beim Porno-Surfen erwischt zu werden. Auch wenn oft die Meinung "Das macht doch jeder" vorherrscht, die Suche nach immer neuen Bildern und Videos kann zur zwanghaften Manie werden. Surfen Sie regelmäßig bestimmte Seiten auf der Suche nach sexuellem Material ab? Verbringen Sie dafür mehr Zeit als Sie eigentlich möchten? Brauchen Sie ständig neues Material oder neue Kontakte, um den gleichen Grad an Erregung zu erlangen?

Wer diese Fragen bejahen muss, ist möglicherweise schon gefährdet. Online-Sexsucht ist hierzulande ein Tabuthema und bislang nicht als Krankheit anerkannt. Glaubt man einschlägigen Studien sind drei bis fünf Prozent der deutschen Internet-Nutzer online-sexsüchtig. In jedem Bundesland gibt es inzwischen Selbsthilfegruppen, für alle, die einen Ausweg aus ihrer Abhängigkeit suchen. Über den am Ende des Artikels angegebenen Link, erreichen Sie neben Selbsthilfegruppen auch Internet-Seiten, auf denen Betroffene Ihre Suchterfahrungen schildern. Links & Tools zu diesem Artikel finden Sie unter www.magnus.de/go/09081005

Internet-Porno-Statistik*

* Quelle: Internet Pornography Statistics

Internet-Porno-Statistik*

  • Anzahl aller pornografischen Webseiten: 4,2 Millionen (12 Prozent aller Webseiten)
  • Anzahl der täglichen Suchanfragen nach Pornos: 68 Millionen (25 Prozent aller Suchanfragen)
  • Anteil aller Internet-Nutzer, die Pornos ansehen: 42,7 Prozent
  • Anzahl aller Porno-Downloads pro Monat: 1,5 Milliarden (35 Prozent aller Downloads)
  • Größte Nachfragegruppe nach Internet-Pornos: 35- bis 49-jährige Männer
  • Durchschnittsalter beim erstmaligen Besuch einer Porno-Webseite: 11 Jahre
  • Geschlecht der Besucher von Porno-Webseiten: 72 Prozent Männer, 28 Prozent Frauen

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