Markennamen auf dem Prüfstand

Teil 3: Billig gegen Marke

Wer die Wahl hat und nicht aufs Geld schauen muss, hat es einfach und hat obendrein noch richtig Spaß. Mit dem beruhigenden Gefühl eines unlimitierten Budgets und einem verschmitzten Grinsen im Gesicht macht sich Kollege Franz Dörner daran, seinen Marken-PC zu konfigurieren. Und weil er nicht auf jeden Euro gucken muss, bestellt er die meisten Zutaten bei einem schnellen und zuverlässigen Versender. Seine Wahl fällt auf Alternate, wo er bis auf das ausgefallene SilverStone-Gehäuse und das Antec-Neopower-Netzteil alles für seinen Wunsch-PC bekommt.

Billig gegen Marke

© Archiv

Einbauhilfe: Beim Billiggehäuse gibt es keinen Spielraum für Luxus, hier wird geschraubt (links). Im Markengehäuse können Laufwerke auch ohne Schraubenzieher sicher eingebaut werden.

Franz Dörner entscheidet sich nicht für eine Intel CPU mit echten 3 GHz, sondern für AMDs Athlon 64 3000+ mit 1,8 GHz. Und das, obwohl er gar nicht auf den Preis achten muss und die rund 30 Euro Mehrkosten locker ausgeben könnte. Selbstverständlich wählt er mit dem "Winchester" den neuesten Prozessorkern. Ordentlich Frischluft verschafft dem Prozessor ein Zalman-CHPS700B-Lüfter. Mit dem Asus A8N-SLI wählt er ein Mainboard, das mit dem nForce-4-Chipsatz eine sehr gute Ausstattung bietet. Der Clou an diesem Board ist aber das kleine Kürzel SLI (Scalable Link Interface). Damit können zwei Grafikkarten vom selben Typ über eine Brücke verbunden werden, wodurch sich die Grafikleistung annähernd verdoppeln soll. Mit diesem Feature ist der Marken- PC bestens für die Zukunft gerüstet. Beim Speicher greift Kollege Dörner zur Marke G.E.I.L. Seine DVDs brennt er künftig mit einem Plextor-Brenner. Die Belgier haben sich einen Namen gemacht mit sehr guten, aber auch kostspieligen Brennern.

Billig gegen Marke

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Detailliebe: Für 11,95 Euro gibt es lediglich zwei USB-, Microfon- und Köpfhöreranschlüsse im Billiggehäuse. Beim Marken-PC verschwinden die Frontanschlüsse dezent hinter einer Klappe in Alu.

Netzteil und Gehäuse bestellt er bei Computer Universe. Nach kaum einer Stunde verkündet der geschätzte Kollege, dass er mit der Auswahl seiner Komponenten durch sei und auch schon bestellt habe. Na bravo! Ich sitze noch vor meinem Rechner und recherchiere Preise. Und das sollte sich auch noch eine Weile hinziehen.

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