Die miesen Abo-Tricks

Teil 3: Abgezockt im Internet

Mit der zunehmenden Verbreitung von DSL schob sich langsam aber sicher auch ein Riegel vor den angezapften "Geldhahn" Dialer. Denn wer mit DSL im Internet unterwegs ist, braucht einen Dialer nicht zu fürchten: Eine Telefonverbindung wird ein DSL-PC per se nicht herstellen.

Abgezockt im Internet

© Archiv

Nach der Abmahnung: Die Schmidleins haben ihre Abo-Fallen inzwischen korrekt angepasst. Die Bedingungen kann jetzt jeder lesen.

Auch wurde es sehr viel schwieriger für Abzocker, sich über die Bestimmungen der Bundesnetzagentur hinweg zu setzen; diese sahen ja vor, dass die Anbieter ihre Preise deutlich und klar nennen müssen.

Die Gebrüder Schmidtlein schwenkten auf eine neue Masche um. Auf verschiedenen Webseiten versprechen Sie Informationen, deren Zugang man aber erst nach Eingabe persönlicher Daten und einer gültigen E-Mail-Adresse erhält. Wer sich vor März 2006 auf dieses Angebot eingelassen hat und sich nicht das "Kleingedruckte" genau angesehen hat, ist in die Abo-Falle getappt. Schon der einmalige Abruf der versprochenen Informationen wird dem Hilfesuchenden quittiert mit einem 24-monatigen Abonnement, das jährlich im Voraus bezahlt werden muss und Kosten von insgesamt 168 Euro verursacht - sofern man nicht vergisst zu kündigen.

Da das Geld ja nicht über die Telefonrechnung automatisch abgebucht wird, müssen die Herren Schmidtlein das mit Zustellung einer Rechnung erwirken. Viele Verbraucher sind zunächst skeptisch und zahlen die Rechnung erst einmal nicht. Doch die Gebrüder Schmidtlein lassen sich nicht so schnell abwimmeln. Sie schicken den Betroffenen Mahnungen und drohen mit einer Strafanzeige wegen Betrugs. Und dann zahlen viele Betroffene doch.

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