So funktionieren 3D-Displays und Brillen

Teil 3: 3D-Technik im Detail erklärt

3D ohne Brille

Ohne zusätzliche 3D-Brille kommen autostereoskopische Flachdisplays aus. Das Problem dabei ist, dass sie trotzdem zwei unterschiedliche Bilder für die beiden Augen liefern müssen. Die meisten Geräte arbeiten hier entweder mit einem Lentikularlinsensystem, ähnlich den 'Wackelbildern', oder einer Parallaxenbarriere. Bei Single-User-Displays wird ein Eye-Tracking-Verfahren eingesetzt, um die Position des Betrachters zu erfassen und ihm eine korrekte 3D-Darstellung zu liefern. Bei Multi- User-Displays wird das Bild in mehrfacher Ausfertigung nebeneinander gelegt. Abhängig vom Betrachtungsstandort werden dann an die beiden Augen die passenden Sichten geliefert, um den 3D- Eindruck zu erzeugen.

3D-Technik für Zuhause

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Das Fraunhofer-Institut HHI arbeitet an autostereoskopischen 3D-Displays, die ohne Brille auskommen.

Gängig sind derzeit fünf bis neun Views. Mehr wären zwar möglich, aber dann würde die Bildschärfe zu sehr leiden, da das Display ja nur eine begrenzte Anzahl an Pixeln zur Verfügung stellt. Auf der letzten CeBIT zeigte das Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik, HHI ein Display mit neun Views, so dass das Bild von insgesamt acht Standpunkten um den Fernseher herum räumlich und scharf gesehen werden kann. Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts '3D4YOU' wird aber nicht nur an Displays gearbeitet, sondern auch an einem einheitlichen Format für 3D-Inhalte, das in Zukunft alle Bildschirme und Abspielgeräte unterstützen sollen. Philips, einer der Pioniere bei autostereoskopischen Displays, hat im letzten Monat das Handtuch geworfen und die weitere Entwicklung eingestellt. Für die nähere Zukunft werden Displays mit Brille größere Zukunftsaussichten eingeräumt - eine Ansicht, die auch wir teilen.

Kinos in 3D

Knapp 50 Jahre seit der ersten Hochzeit der 3D-Filme im Kino machen sich Hollywood und viele Kinobetreiber daran, einen neuen Anlauf in die dritte Dimension zu starten. Mit der Dreamworks- Produktion 'Monstern vs. Aliens' läuft schon ein 3D-Film in 59 deutschen Kinos, die bereits umgerüstet haben. Vor allem die Trickfilmstudios setzen voll auf 3D, denn bei ihnen genügt ein Verdoppeln der Rechenleistung für die Produktion von 3D-Streifen. Daher kooperieren Trickfilmproduzenten wie Dreamworks hier auch eng mit Computerfirmen wie Intel ode

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Der blaue Bob aus Monsters vs. Aliens wird in 59 Kinos in 3D zu sehen sein.

Herkömmliche Filme müssen dagegen mit zwei parallelen Kameras gedreht werden, was die Sache komplizierter macht. Aber auch hier vereinfacht die Digitaltechnik zumindest den Schnitt und die Nachbearbeitung. In den Kinos kommen meist stereoskopische Systeme von RealD oder Dolby 3D zum Einsatz. Der Vorteil der Dolby-Lösung, die im Prinzip eine Weiterentwicklung des anaglyphen-3D-Prinzips ist, ist, dass man mit herkömmlichen weißen Leinwänden auskommt. Das mit Polfiltern arbeitende RealD-Verfahren liefert zwar eine bessere 3D-Qualität, erfordert dafür aber spezielle silberne Leinwände.

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Stereo für die Augen

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