Funklöcher schließen

Teil 2: WLANs vor Hackern schützen

Moderne WLAN-Router unterstützen sowohl WEP- als auch WPA-Verschlüsselung. Letztere ist sicherer und in jedem Fall vorzuziehen. Allerdings müssen alle WLAN-Komponenten im Funknetz WPA unterstützen. Falls nicht, verschlüsseln Sie mit WEP 128 Bit. Die WEP-Verschlüsselung besitzt zwar eine Schwachstelle, ist einem unverschlüsselten Netzwerk jedoch in jedem Fall vorzuziehen. Zunächst beschreiben wir die Sicherung über WEP.

WLANs vor Hackern schützen

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Achtung: Wenn Sie die WLAN-Sicherheitsmechanismen im Router ändern, sollten Sie nicht drahtlos, sondern per Netzwerkkabel mit dem Gerät verbunden sein. Konfigurieren Sie drahtlos, bedenken Sie, dass der Router nach jeder neu aktivierten Sicherheitsschranke die WLAN-Verbindung zum PC unterbricht. Sie lässt sich erst wieder herstellen, wenn die Sicherheitseinstellungen im WLAN-Adapter des PCs an die des Routers angepasst sind.

WLANs vor Hackern schützen

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Der Netgear-Router DG834GB meldet sich im Browser nach Eingabe der Zugangsdaten mit einer übersichtlichen dreispaltigen Benutzeroberfläche. Um die WEP-Verschlüsselung zu aktivieren, wählen Sie in der linken Spalte die Rubrik "Wireless Konfiguration". In der mittleren Spalte finden sich nun alle Einstellungen zum Funknetz.

WLANs vor Hackern schützen

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Die "Sicherheitsoptionen" der WLAN-Verbindung sind deaktiviert, das heißt, alle aktuellen drahtlosen Verbindungen sind unverschlüsselt. Wer sich innerhalb der Reichweite Ihres Routers aufhält, kann sich problemlos Zugang zu Ihrem Netzwerk verschaffen. Setzen Sie einen Punkt vor die Option "WEP" und die Benutzeroberfläche erweitert sich um einige Einstellungsmöglichkeiten.

Den "Authentifizierungstyp" belassen Sie auf "Automatisch", im Drop-Down-Menü unter "Verschlüsselungsstärke" wählen Sie die Option "128 Bit". Das Feld "Kennwort" bleibt leer. Unter "Schlüssel 1" tragen Sie einen 26-stelligen Schlüssel ein, der nur aus den Ziffern 0 bis 9 und den Buchstaben A bis F bestehen darf. Hierbei handelt es sich um eine so genannte Hexadezimalzahl. Ein Beispiel für einen derartigen Schlüssel wäre: 1231237890ABC111ABCDEF4444. Auch 26-mal die "2" oder 26-mal "F" wären gültige, 26-stellige Hexadezimalzahlen. Sicher sind sie jedoch nicht.

Egal, für welche 26-stellige Hexadezimalzahl Sie sich entscheiden: Notieren Sie sich Ihren 128-Bit-WEP-Schlüssel separat auf ein Blatt Papier, vor allem wenn Sie die Einstellung "drahtlos" vornehmen. Denn nach einem Klick auf "Anwenden" dürfen nur noch WLAN-Geräte auf Ihren Router zugreifen, die im Besitz dieses Schlüssels sind. Wenn Sie also den Schlüssel verlieren, können Sie nicht mehr auf Ihren Router zugreifen. Hier hilft dann nur noch ein Reset des Routers auf die Werkseinstellungen.

Der Router fordert Sie auf, sich erneut einzuloggen, was jedoch nicht zum Erfolg führt, weil der PC die neuen Daten noch nicht kennt. Rechts unten im Infobereich der Task-Leiste erscheint eine weiße Sprechblase mit dem Inhalt "Keine Verbindung mit dem Drahtlosnetzwerk".

Klicken Sie doppelt auf die Sprechblase oder auf das Symbol für Drahtlosnetzwerke und das Fenster "Drahtlose Netzwerkverbindung" erscheint. Das Netzwerk, im Falle des Netgear- Routers lautet sein Name oder seine SSID sinnigerweise "NETGEAR", ist nun "sicherheitsaktiviert" und erfordert einen Netzwerkschlüssel. Klicken Sie doppelt darauf oder auf die Schaltfläche "Verbinden".

Im Fenster "Drahtlosnetzwerkverbindung" geben Sie jetzt zweimal die 26-stellige Hexadezimalzahl ein, die Sie im Router als 128-Bit- WEP-Schlüssel eingetragen haben.

Nach einem weiteren Klick auf "Verbinden" stehen Sie wieder mit Ihrem WLAN-Router in Kontakt, dieses Mal allerdings verschlüsselt und damit deutlich sicherer.

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