DRM ausgehebelt

Teil 2: Windows- und iTunes-DRM gehackt

Mit dem Tool FairUse4WM, veröffentlicht Ende August dieses Jahres, hatte die Frickelei ein Ende: Es funktioniert mit dem Windows Media Player 10 und Beta-Versionen von Media Player 11. Einen rund eine Woche später veröffentlichten Security-Fix von Microsoft beantwortete der Entwickler mit der Version 1.2 der Software. Weitere Versionen dürften folgen, denn Microsoft hat in internen Schreiben an die Service-Provider bereits ein Update angekündigt - wer dieses nicht mit einer frisch erworbenen Lizenz einspielt, kann das gekaufte Multimedia-File nichtwiedergeben, man wird also zum Update gezwungen. Weitere Besonderheit von FairUse4WM ist seine einfache Bedienung: Nach dem Start genügt ein Klick auf den Button Recover Keys und das Auswählen einer DRM-geschützten Datei, und schon lassen sich im Stapelbetrieb ganze Verzeichnisse vom DRM säubern. Auch neue Video-on-Demand-Dienste können ausgetrickst werden: Mit Tools wie Get-ASFStream lassen sich die Videos nach ihrer Lizenzierung als DRM-WMV-Datei auf Festplatte aufnehmen und anschließend dank FairUse4WM uneingeschränkt nutzen.

Windows- und iTunes-DRM gehackt

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Von der "Light-Vollversion" zur "Vollversion": FairUse4WM entfernt mit wenigen Klicks alle DRM-Einschränkungen von WMA-/WMV-Dateien.

Auch Apple hat seine Sorgen: Bereits im Jahr 2004 konnte der DVD-Hacker Jon Lech Johansen das iTunes-DRM aushebeln, was zu einem anhaltenden Wettstreit zwischen Apple und den Hackern führte. Mit dem Tool myFairTunes gibt es seit einigen Wochen das iTunes-Pendant zu FairUse4WM, das zumindest noch mit iTunes 6.0.5 funktioniert.

Windows- und iTunes-DRM gehackt

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Ohne DRM-Sicherheits-Updates werden neuere DRM-WMV- und -WMA-Dateien nicht abgespielt.

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