Windows 7 und XP parallel installieren

Teil 2: Windows 7 und XP: Virtuell oder parallel? Betriebssysteme parallel

XP-Modus installieren

Laden Sie zunächst von der Site www.microsoft.com/windows/virtual-pc/download.aspx den XP-Modus und Virtual PC herunter. Installieren Sie jetzt den XP-Modus - das ist die WindowsXPMode_de-de.exe-Datei - mit den Standardvorgaben. Sie haben jetzt eine virtuelle Festplatte mit einer kostenlosen Windows-XP-Installation. Danach installieren Sie Virtual PC, ein Betriebssystem-Update mit der Erweiterung .msu.

Jetzt suchen Sie im Startmenü unter Alle Programme den Ordner Windows Virtual PC und öffnen ihn. Starten Sie hier Windows Virtual PC. Ein Assistent führt Sie durch die weiteren Konfigurationsschritte. Am Schluss haben Sie den gewohnten XP-Desktop vor sich und können dort wie gewohnt Programme installieren.

Eine Verknüpfung zu den installierten Programmen landet wieder im Ordner Windows Virtual PC im Startmenü - vorausgesetzt natürlich, dass das jeweilige Programm eine Verknüpfung im XP-Modus-Startmenü erstellt. Wenn Sie auf die Verknüpfung klicken, startet das jeweilige Programm mit dem (fast) unsichtbaren Virtual PC. Dass ein zweites Betriebssystem aktiv ist, merken Sie nur an der Virtual-PC-Statusmeldung und an den relativ langen Startzeiten für das Programm.

XP in der VirtualBox

Wenn Sie alte Spiele unter Windows 7 betreiben wollen, sollten Sie dafür VirtualBox oder VMware Player benutzen, und Windows XP darauf installieren. Starten Sie VirtualBox. Mit einem Klick auf Neu rufen Sie einen Assistenten auf, der Sie durch die Erstellung eines virtuellen Computers führt. Geben Sie ihm 256 MByte Hauptspeicher und mindestens zwei GByte erweiterbaren Festplattenplatz.

Windows 7 und Windows XP/Vista gemeinsam

© Archiv

Alte 3D-Spiele laufen flüssig in Suns VirtualBox. Allerdings brauchten wir für Quake III Arena die alte Version 2.1.0 des virtuellen PCs.

Achten sie darauf, dass Ihr CD-Laufwerk vom virtuellen Computer benutzt wird. Legen Sie dann die System-CD ein und starten Sie in VirtualBox Ihren virtuellen Computer mit einem Klick auf Starten. XP wird wie gewohnt installiert. Am Schluss der Installation haben Sie Ihr gewohntes XP vor sich.

Da der virtuelle PC nur als Basis für Programme dienen wird, sollten Sie eine möglichst saubere Installation mit nur wenigen Spielen und Anwendungsprogrammen verwenden. Nutzen Sie Ihren Festplattenplatz und legen Sie im Zweifel lieber einen kompletten neuen virtuellen PC an. Das geht mit VirtualBox leicht. Wählen Sie Datei/Appliance exportieren und danach Datei/Appliance importieren. Speichern Sie die re-importierte Appliance unter einem anderen Namen, und Sie haben ein neues XP-System.

Spielen mit dem virtuellen PC

Damit Spiele funktionieren, sollte im virtuellen Computer die 3D-Beschleunigung aktiviert sein. Sie sehen bei den Details der einzelnen Appliances auf der rechten Seite im VirtualBox-Menü, ob das der Fall ist. Wenn nicht, klicken Sie auf Anzeige und stellen die Funktion ein. Sollte der Menüpunkt Anzeige nicht auswählbar sein, haben Sie Ihre virtuelle Maschine vermutlich nicht heruntergefahren. Öffnen Sie in diesem Fall die Maschine und fahren Sie sie herunter.

Läuft Ihr virtuelles XP, sollten Sie in VirtualBox auf Geräte/Gasterweiterungen installieren klicken. Folgen Sie danach den Anweisungen des Assistenten und installieren Sie die Direct3D-Unterstützung. Jetzt erst sind die Voraussetzungen fürs Spielen geschaffen.Bei unseren Tests trat ein seltsames Phänomen auf: Das OpenGL-Spiel Quake III Arena, wollte in der zu Redaktionsschluss aktuellen Version 3.0.10 nicht laufen.

Es gab Grafikfehler. Erst als wir es mit der älteren VirtualBox-Version 2.1.0 versuchten, gelang es: Quake III Arena lief mit allen Details flüssig im virtuellen PC. DirectX-Spiele wie zum Beispiel Icewind Dale funktionierten aber auch in der aktuellen VirtualBox. Der XP-Modus musste passen.

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Windows 7 und Windows XP/Vista gemeinsam
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