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Teil 2: Wann das Kopierverbot nicht greift

Musik kopieren ist oft erlaubt

Es klingt unglaublich, aber das Kopieren von Musik fu?r den privaten Gebrauch ist in der Regel erlaubt. Das Urheberrechtsgesetz (UrhG) verbietet zwar das Umgehen eines Kopierschutzes, doch verzichtet die Musikindustrie inzwischen weitestgehend darauf. Zu groß war vor ein paar Jahren der Ärger mit den geschu?tzten Scheiben. Horrormeldungen von beschädigten Notebook-Laufwerken und massive Abspielprobleme verschreckten die noch zahlende Kundschaft und verleiteten zum illegalen Download aus dem Internet. Da sich die meisten Musikscheiben mittlerweile problemlos kopieren lassen, du?rfen Sie dies ohne schlechtes Gewissen tun.

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Der Player von WD spielt Matroska- Videos und Blu-ray-Images von der USB-Festplatte ab.

Sie handeln legal und nutzen die gesetzliche Erlaubnis zur "Privatkopie". Wer etwa seine Audio-CDs nicht mit ins Auto nehmen oder seinen Kindern kein Original in die Hände geben möchte, darf eine Kopie erzeugen. Erlaubt ist ferner das Anfertigen einer eigenen Mix-CD oder das Umwandeln der Songs in MP3-Dateien. Die Kopien du?rfen aber nur fu?r den eigenen Gebrauch hergestellt werden. Keinesfalls sollten Sie die Kopien weitergeben,verkaufen oder gar zum Tausch im Internet anbieten. Wie Sie eine Kopie einer ungeschu?tzten Audio-CD in bester Qualität erstellen, erfahren Sie auf Seite 4. Aber selbst wenn die Musik-CD einen Kopierschutz hat, gibt es noch Möglichkeiten. Fertigen Sie dann eine analoge Kopie der CD an. Dabei spielen Sie die geschu?tzte Scheibe auf Ihrer Stereoanlage oder einem CD-Walkman ab. Die Laufwerke dieser Geräte sind in der Regel "du?mmer" als PC-Laufwerke und "u?berlesen" den Kopierschutz.

Alles, was Sie dann noch tun mu?ssen, ist, den Kopfhörer-oder "Line-Out"-Ausgang der Stereoanlage mit dem Soundkarten-Eingang am PC zu verbinden. Mit einem Audioeditor wie Audacity nehmen Sie die Musik auf. Den analogen Weg zu verwenden, ist technisch gesehen kein Knacken. Die Frage, ob es sich dabei faktisch um ein Umgehen des Kopierschutzes handelt, ist gerichtlich nicht abschließend geklärt. Solange dazu kein "meinungsbildendes Urteil" existiert, können Sie diese Grauzone zu Ihrem Vorteil nutzen.

Internet-Musik befreien

Eine andere Quelle fu?r Musik ist das Herunterladen aus dem Internet. Inzwischen sollte jedem klar sein, dass der Download aus Tauschbörsen wie eDonkey oder Gnutella illegal ist, da es sich bei den Download-Angeboten um so genannte "offensichtlich rechtswidrig hergestellte Kopiervorlagen" handelt. Doch selbst wer Musik legal im Internet kauft oder leiht, darf nicht immer damit machen, was er will. So bietet Napster eine Flatrate an, bei der man sich fu?r 9,95 Euro im Monat unbegrenzt viel Musik auf den Rechner saugen darf. Allerdings sind alle Dateien mit einer digitalen Rechteverwaltung (engl. "Digital Rights Management" oder kurz "DRM") geschu?tzt. Die verbietet das Brennen der Musik auf CDs und das Kopieren auf den MP3-Player. Nach Ablauf der Mietzeit lassen sich die Dateien nicht mehr abspielen. Um die Musik dennoch beliebig kopieren und nutzen zu können, gibt es Tools wie DRM Copy.

Inzwischen ist DRM auf dem Ru?ckzug. Immer mehr Online-Shops wie iTunes oder Musicload verzichten auf DRM und bieten ungeschu?tzte MP3-Dateien zum Kauf an. Weitergeben sollten Sie die erworbene Musik besser nicht, denn in den Dateien sind Ihre Kundendaten versteckt. Sollten die Songs in illegalen Tauschbörsen auftauchen, können Sie vom Rechteinhaber der Musik belangt werden. Eine weitere Quelle fu?r Musik aus dem Internet sind Webradios. Sie lassen sich mitschneiden, besonders bequem geht das mit dem MP3-Video-Raptor.

Software - alles etwas anders

Anders sieht der Fall bei Software aus. Hier schließen meist Lizenzbestimmungen, denen man beim Installieren zustimmt, das Anfertigen einer Kopie aus. Allerdings ist das Anlegen einer so genannten "Sicherungskopie" erlaubt. Den bei Musik verwendeten Begriff der Privatkopie kennt das Gesetz in diesem Zusammenhang nicht. Auch ein eventuell vorhandener Kopierschutz darf nach Meinung einiger Juristen zum Anlegender Sicherungskopie geknackt oder gleich mitkopiert werden. Natu?rlich muss man Eigentu?mer der Original-Software sein und darf eine Sicherungskopie nur fu?r den eigenen Gebrauch erstellen.

Aber auch hier gibt es eine Gesetzeslu?cke, denn verboten sind nur Knack-Tools, deren Hauptzweck das Umgehen eines Kopierschutzes ist. Wenn das "Knacken" nur eine von vielen Optionen darstellt, ist das Tool legal. Hier setzen alle Programme an, die ein CD- oder DVD-Laufwerk emulieren. Sie erzeugenein virtuelles Laufwerk, das wie ein reales im Windows Explorer erscheint. In so ein Laufwerk lassen sich zuvor erstellte Abbilder (Images) von CDs und DVDs einlegen und benutzen.

Selbst den Kopierschutz der Scheiben kopieren die Tools oft mit. So schont man einerseits die Originale, die sicher im Regal bleiben, hat andererseits aber auch eine Sicherungskopie der oft sehr wertvollen Software. Da die Images zudem auf der Festplatte liegen, lassen sie sich wesentlich schneller und leiser lesen als die echten Scheiben. Ideal auch fu?r Netbooks, die u?ber kein eigenes Laufwerk verfu?gen. Wie Sie Image-Dateien mit Alcohol 120% erstellen, verraten wir auf Seite 4.

Konsolenspiele kopieren

Dass vor allem PC-Spiele gerne kopiert und getauscht werden, hat dazu gefu?hrt, dass immer mehr Hersteller ihre neuen Spiele zunächst fu?r Spielekonsolen wie die Sony Playstation 3 oder die Microsoft Xbox 360 veröffentlichen. Erst viele Monate später erscheint in der Regel eine PC-Version wie unlängst geschehen bei Rockstars [int:article,62297/]. Spielekonsolen galten lange Zeit als sicherer Hafen fu?r die Entwickler, denn ein Kopieren war nicht möglich. Inzwischen wendet sich das Blatt, in illegalen Tauschbösen tauchen immer öfter Kopien von Konsolenspielen auf - nur Sonys PS3 scheint derzeit noch sicher.

Fu?r die Xbox 360 und die Nintendo Wii gibt es dagegen so genannte Modchips, die in die Geräte eingelötet werden. Dann akzeptieren sie auch gebrannte Rohlinge mit Raubkopien. Der Verkauf solcher Chips ist in Deutschland nicht verboten und was man mit seiner Konsole macht, können die Hersteller nicht verbieten. Ein Blick auf die aktuellen Verkaufszahlen des Rennspiels "Need for Speed Undercover" spricht Bände. So liegen die Verkäufe der Xbox-360-Version sehr deutlich hinter denen der PS3 - und das obwohl in Deutschland mehr Microsoft-Konsolen in den Haushalten stehen. Das u?berrascht Szene-Kenner kaum, denn schon mehrere Tage vor dem Verkaufsstart tauchte die 360-Version in den Torrent-Netzwerken auf.

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Der Verkauf von Modchips fu?r Konsolen ist in Deutschland bislang noch erlaubt.

Offiziell ist von Microsoft zum Thema Raubkopien keine Stellungnahmezu bekommen, man ist sich des Problems aber offensichtlich bewusst: Wer den Internet-Dienst Xbox Live nutzt und mit einer modifizierten Xbox erwischt wird, dessen Zugang wird gesperrt. Zwar ist der Download von geknackten Spielen verboten, doch darf man sich eine Sicherungskopie anlegen - zumindest sehen dies einige Juristen so.

Kopieren in Deutschland 2009

Kopieren ist hierzulande zwar beschränkt, pauschal verboten aber noch lange nicht. Wer seine Rechte kennt, kommt immer noch an legale Kopien. Durch illegales Vervielfältigen schaden Sie sich aber unter Umständen nicht nur selbst, sondern entziehenden Machern kreativer Werke u?ber kurz oder lang die finanzielle Basis.

Wie Sie Film-DVDs und Leih-Videos kopieren, steht auf Seite 3...

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