Software:Betriebssysteme:Windows

Teil 2: Von Win 98/ME/2000 zu XP

Windows XP hat in allen Versionen eine Firewall, die Ihren PC im Internet vor unerlaubten Zugriffen von außen schützen soll. Diese Firewall ist standardmäßig nicht aktiviert. Um den Schutz einzuschalten, klicken Sie entweder im XP-Startmenü oder auf dem Desktop das Symbol Netzwerkumgebung rechts an und wählen Eigenschaften. Klicken Sie anschließend die LAN-Verbindung oder die DFÜ-Verbindung, über die Sie ins Internet gehen, mit der rechten Maustaste an. Wechseln Sie auf den Reiter Erweitert und machen Sie ein Häkchen vor Diesen Computer und das Netzwerk schützen .... Über Einstellungen konfigurieren Sie die Firewall. Dabei sagen Sie Windows XP, welche Dienste Ihr Betriebssystem für den Zugriff über das Internet zulassen soll. Standardmäßig lässt die Firewall einen Zugriff von außen nicht zu. Sie müssen explizit für jeden Dienst sagen, dass XP ihn freigeben soll. Sonst wird die Verbindung blockiert.

Benutzen Sie Windows XP auf einem Einzelplatz-PC für Spiele, Büroarbeiten und Multimedia, gibt es typischerweise keine Dienste, auf die jemand anderes über das Internet zugreifen müsste. Sie brauchen also die Einstellungen nicht zu verändern. Sie machen also keine Häkchen vor den unter den Reitern Dienste und ICMP aufgelisteten Optionen. Damit sind alle für Verbindungen von außen blockiert. Nur Verbindungen, die Sie selbst aufbauen, indem Sie zum Beispiel einen FTP-Client wie WS_FTP (www.ipswitch.com) oder ein E-Mail-Programm wie Outlook Express starten, sind erlaubt. Haben Sie allerdings einen Web- oder E-Mail-Server installiert, müssen Sie die zugehörigen Dienste (SMTP, HTTP) freigeben. Ob auf Ihrem Rechner ein Webserver läuft, testen Sie zum

Beispiel, indem Sie im Internet Explorer als Adresse localhost eingeben. Wird keine Seite angezeigt, läuft kein Web-Server auf Ihrem PC.

Die in XP eingebaute Firewall bietet keinen hundertprozentigen Schutz. Die größte Gefahr geht von Trojaner-Programmen aus. Trojaner können von Hackern über verseuchte Dateien in einen PC eingeschleust werden. Von dort bauen Sie eine Verbindung ins Internet zum Absender auf. Dieser kann den befallenen PC fernsteuern und Aktionen des Anwenders beobachten.

Solche Trojaner werden von der XP-Firewall nicht bemerkt, da sie eine Verbindung von Ihrem PC ins Internet aufbauen. Die Firewall kümmert sich aber nur um Verbindungen in der umgekehrten Richtung. Die beste Methode, Trojaner-Programme aufzuspüren, ist ein Virenscanner mit aktuellen Signaturen. Hilfreich sind auch Firewalls, wie die für Privatanwender kostenlose Personal Firewall von Sygate (www.sygate.com), oder kommerzielle Produkte, zum Beispiel von Symantec (www.symantec.de) oder McAfee (www.mcafee.de) in den für XP geeigneten aktuellen Versionen. Sie lassen nur Verbindungen ins Internet zu, die der Benutzer ausdrücklich genehmigt hat. Alle anderen Verbindungen werden blockiert.

Von Win 98/ME/2000 zu XP

© Archiv

IN DIESEM MENÜ stellen Sie ein, welche Anwendungen die XP-Firewall für den Zugriff von außen sperren soll.

Bootdisk ade

Die Home Edition und die Professional Version von XP sind Nachfolger von Windows NT und haben daher keinen reinen DOS-Modus wie Windows 95 und 98. Mit Windows ME hat Microsoft angefangen, den Windows-9x-Anwendern den DOS-Modus zu verleiden. Sie konnten auf einfache Weise keine bootfähigen Disketten mehr herstellen. Die Option, zu formatieren und gleichzeitig Systemdateien zu kopieren, gab es nicht. Die Anwender mussten über Start/Einstellungen/ Systemsteuerung/Software und den Reiter Startdiskette eine Windows-Notfalldiskette mit Systemrettungs-Tools anlegen und die nichtbenötigten Dateien löschen. Erst dann hatten sie eine leere, bootbare Diskette. Unter Windows XP hat sich die Situation ein wenig gebessert. Klicken Sie im Explorer das Disketten-Symbol rechts an, können Sie mit Formatieren zumindest eine bootfähige MS-DOS-Startdiskette herstellen. Mit deren Hilfe kommen Sie nach einem Neustart bis zu einer DOS-Eingabeaufforderung. Tools, um ein zerschossenes System zu reparieren, enthält diese Diskette jedoch nicht. Sie nützt Ihnen nichts, wenn Sie Windows auf einer NTFS-Partition installiert haben. In diesem Fall haben Sie nach dem Booten mit der Notfalldiskette von der Eingabeaufforderung keinen Zugriff auf Ihre Daten, da MS-DOS mit dem NTFS-Dateisystem nichts anfangen kann. Wollen Sie sich diese Zugriffsmöglichkeit nicht verbauen, sollten Sie Windows XP mit FAT installieren.

Eine andere Möglichkeit, eine Bootdiskette anzulegen, gibt es unter Windows XP nicht mehr. Will Ihr System nicht starten, bleiben zum Glück Reparaturmöglichkeiten ohne Bootdiskette:

  • Hier wurden Image-Dateien von fünf Setup-Disketten für die Beta 2 von Windows XP angeboten. Möglicherweise finden Sie hier nach dem

  • offiziellen Erscheinen von Windows XP auch die passenden Bootdisketten.

  • Ein Werkzeug auf der CD ist die Automatische Systemwiederherstellung. Sie funktioniert, wenn Sie zuvor mit dem Backup-Programm

  • Sicherung von Windows XP unter Start/Zubehör/Systemprogramme eine Sicherung angelegt haben. Dabei erzeugt Sicherung eineDiskette, die Sie zum Zurückspielen der Backup-Dateien brauchen. Sollte ein schwerwiegender Systemabsturz passieren, booten Sie von derWindows-XP-CD. Kurz nach dem Start fordert Sie das Installationsprogramm auf, [F2] zu drücken, um die automatische Systemwiederherstellung zuaktivieren. Tun Sie das, und legen Sie nach Aufforderung die Diskette ein.

  • Ein zweites Werkzeug auf der Windows XP-CD ist die Reparaturkonsole. Nach einem Login mit dem Administrator-Kennwort haben Sie mit der

  • Konsole eine Kommandozeile, über die Sie auf den Windows-Ordner Ihres Systems zugreifen können.

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