Das neue Highspeed-Windows?

Teil 2: Vista 32-Bit gegen Vista 64-Bit

Der größte Vorteil der Windows Vista 64-Bit-Edition ist die Unterstützung von deutlich mehr Arbeitsspeicher. Während die 32-Bit-Version maximal 3,25 GByte RAM adressieren kann, ist selbst die kleinste 64-Bit-Distribution - Windows Vista Home Basic - in der Lage, bis zu 8 GByte Arbeitsspeicher zu verwalten. Die drei für die semiprofessionelle Nutzung und den Einsatz in Unternehmen konzipierten Vista-Varianten Business, Enterprise und Ultimate kommen sogar mit maximal 128 GByte Arbeitsspeicher zurecht. Motherboards für den Consumer-Bereich, die mit so viel RAM aufnehmen können, gibt es derzeit allerdings noch nicht. Somit sind diese Betriebssysteme für den Einsatz auf Workstations prädestiniert, die im CAD/CAM-Bereich, beim Design von 3D-Animationen und bei der professionellen Bild- respektive Videobearbeitung zum Einsatz kommen.

Vista 32-Bit gegen Vista 64-Bit

© Archiv

Entsprechend finden sich in der kurzen Liste der Anwendungen, die explizit für die Nutzung unter Windows Vista 64-Bit-Edition konzipiert sind, Profi-Programme wie Autodesk AutoCAD 2008 und VMWare Workstation 6.

Hardware-basierte Sicherheit

Anwender, die mit Microsoft den Sprung vom 16-Bit-Betriebssystem Windows 3.1 auf das 32-Bit-OS Windows 95 mitgemacht haben, wissen, dass dies einer Revolution gleichkam. Angefangen bei der Usability, über die Multitasking-Fähigkeiten bis hin zur generellen Performance - Windows 95 war seinem Vorgänger nicht nur technisch überlegen. Auch die Optik unterschied sich grundlegend. Die Transformation von 32- auf 64-Bit hinterlässt bei weitem nicht so deutliche Spuren. Vista 64-Bit sieht exakt so aus, bietet die gleichen Funktionen und lässt sich ebenso bedienen, wie die 32-Bit-Variante.

Vista 32-Bit gegen Vista 64-Bit

© Archiv

Die - durchaus vorhandenen - Unterschiede liegen im Detail, besonders auf Seiten der Sicherheit liegt das 64-Bit-Vista klar vorne. Ob Benutzerkontensteuerung, verbesserte Desktop-Firewall oder Windows Defender - Windows Vista ist in jeder Variante mit einer Reihe von Security-Features ausgestattet, die verhindern sollen, dass das System von digitalen Schädlingen befallen wird. Die 64-Bit-Variante von Vista geht in Sachen Sicherheit noch einen Schritt weiter und ist mit zwei zusätzlichen Funktionen ausgestattet: Kernel Patch Protection und digitale Treibersignierung.

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei der - teils auch als PatchGuard - bezeichneten Technologie Kernel Patch Protection um ein Verfahren, das die Manipulation des Betriebssystem-Kernels verhindern soll. Unter Windows XP und Vista 32-Bit dürfen Hardware-Treiber und Software-Komponenten aus Kompatibilitätsgründen die Datenstruktur des Kernels verändern. Die Folge: Unsauber programmierte Treiber und von Hackern eingeschleuste Schadprogramme können den Kernel nahezu beliebig manipulieren und das System abstürzen lassen. Windows Vista 64-Bit schließt diese Lücke, indem das System alle Manipulationsversuche restriktiv abblockt. Dies kommt der Sicherheit zugute und erhöht gleichzeitig die Stabilität des Systems.

Hand in Hand mit dem Feature Kernel Patch Protection geht die digitale Treibersignierung. Vistas 64-Bit-Edition erlaubt nur signierten Kernel-Mode-Treibern das automatische Laden. Dieser Mechanismus ist zwar schon seit Windows 2000 im Betriebssystem verankert, allerdings kann der Hinweis getrost ignoriert werden. Auch ist es ohne weiteres möglich, dieses Feature komplett zu deaktivieren. Unter Windows XP klicken Sie in der Systemsteuerung auf System, wählen im Register Hardware Treibersignierung und markieren die Option Ignorieren - Software unabhängig von Zulassung installieren.

Vista 32-Bit gegen Vista 64-Bit

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Flotter mit 64-Bit: Cinema 4D profitiert deutlich vom 64-Bit-Betriebssystem.

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