WLAN ohne Grenzen

Teil 2: Vergleichstest: WLAN-Router mit Draft-n-Standard

Doch inzwischen versprechen neue WLAN-Verbindungstechniken, den schlechten Empfang und die dadurch bedingten niedrigen Datenübertragungsraten des g- und b-Standards deutlich verbessern zu können. Hat man bisher bei Access Point und WLAN-Adapter meist nur mit je einer echten Antenne gearbeitet, setzen moderne Wireless-Geräte mehrere Sende- und Empfangsantennen ein. Diese können sich zudem auf den WLAN-Partner und die dazwischenliegenden Hindernisse einstellen oder anpassen und verstehen es außerdem, Daten auch zeitversetzt zu übertragen. Die intelligenten Antennen können selbst die Signale verwerten, die an Wänden oder Hindernissen reflektiert worden sind. Diese und noch einige zusätzliche Verbesserungen und Weiterentwicklungen sind in einen neuen drahtlosen Übertragungsstandard eingeflossen, der den momentan noch am häufigsten eingesetzten 802.11g ("g-Standard") und den bereits veralteten 802.11b ("b-Standard") beerben soll.

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Mit dem neuen Standard 802.11n ("n-Standard") soll alles besser werden, vor allem aber die Übertragungsrate oder -geschwindigkeit, die Reichweite und die Verbindungsstabilität. Doch obwohl bereits seit Jahren am n-Standard gearbeitet wird, ist er immer noch nicht "fertig", also vollständig verabschiedet. Schuld an den Verzögerungen sind vor allem die beteiligten Netzwerkfirmen des verantwortlichen Gremiums. Jeder möchte, dass vor allem die eigenen Vorschläge und Interessen in den endgültigen Standard einfließen, eine schnelle Einigung ist so nur schwer zu erzielen. Mit einer Verabschiedung des endgültigen 802.11n-Standards rechnet man derzeit nicht vor 2008.

...schaffen neue Standards

Immerhin: Anfang 2006 einigte man sich auf einen ersten "Entwurf" (Englisch: "draft") für den zukünftigen 802.11n-Standard. Dieser vorläufige n-Standard, der von Herstellern im Allgemeinen als Draft-n- oder Pren-Standard bezeichnet wird, ist ein Vorschlag, wie der endgültige n-Standard aussehen könnte. Welche Änderungen tatsächlich noch vorgenommen werden und in welchem Ausmaß, ist derzeit noch nicht bekannt. Allerdings wollten die meisten Netzwerkhersteller nicht bis zum Jahr 2008 warten und nehmen sich deshalb den Entwurf zum n-Standard als Vorlage, um leistungsfähige Draft-n- oder Pre-n-Geräte zu entwickeln.

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