Ihr neuer Rechner selbst gebaut

Teil 2: Top-PC für billige 196 Euro

Neben dem Prozessorsockel liegen zwei längliche, grüne Schlitze. In diesen findet der Hauptspeicher Platz. Haben Sie einen Speicherbaustein, gehört dieser in den Schlitz, der dem Prozessor am nächsten ist. An den Enden des Speicherslots befinden sich zwei Halteklammern, die Sie nach außen drücken. Nehmen Sie den RAM-Riegel aus der Hülle und drücken Sie ihn vorsichtig in den Schlitz, bis die Halteklammern in die seitlichen Einkerbungen des Speicherriegels einrasten. Man kann den Speicherriegel übrigens nicht verkehrt herum einstecken, denn die Kontaktseite besitzt eine Einkerbung, die seitlich in der Mitte liegt.

Top-PC für 196 Euro

© Archiv

Drücken Sie den Speicherriegel kräftig in den Slot, bis die seitlichen Halterungen einrasten.

Nun nehmen Sie den Prozessor aus der Packung. Drücken Sie den kleinen, silbernen Hebel, der am Prozessorsockel angebracht ist, leicht nach unten und vom Sockel weg. Ziehen Sie den Hebel komplett nach oben, sodass er senkrecht steht. Legen Sie den Prozessor nun behutsam so auf den Sockel, dass der am Prozessor angebrachte, kleine silberne Pfeil auf das weiße Dreieck auf dem Mainboard zeigt (Bild 4).Drücken Sie den Hebel wieder in seine ursprüngliche Position nach unten, bis er einrastet. Der Prozessor sitzt nun bombenfest auf dem Sockel. Entfernen Sie die Plastikkappe vom Lüfter und legen Sie ihn vorsichtig auf den Prozessor. Befestigen Sie die Halterungen des Prozessors am Board, den Hebel am Lüfter drücken Sie ganz nach rechts herunter. Nun sitzt auch der Lüfter fest.

Top-PC für 196 Euro

© Archiv

Klappen Sie den Halterungshebel des Prozessorsockels nach oben, bevor Sie die CPU einsetzen.

Die Stromversorgung des Lüfters, ein kleiner, weißer Stecker mit drei Kabeln, befestigen Sie an der Stromversorg, die neben den beiden Speicherplätzen ganz in der Ecke des Mainboards liegt. Anschließend setzen Sie die Blende ein. Das ist das kleine Blech, das mit dem Board geliefert wird. Halten Sie das Blech an die Anschlüsse auf der Hinterseite des Mainboards und sehen Sie nach, ob alle Anschlüsse frei liegen. Ist das nicht der Fall, müssen Sie die betreffenden Blechstücke von der Blende entfernen. Legen Sie das geöffnete Gehäuse auf die Seite und drücken Sie das Blech richtig herum in die dafür vorgesehene Aussparung an der Rückseite des Gehäuses, bis es einrastet.

Ihr neuer Rechner selbst gebaut

© Archiv

Drücken Sie die Blende fest in den Platz an der Rückseite des Gehäuses.

3. Schritt: Mainboard einbauen

Legen Sie die Stromkabel, die vom Netzteil ausgehend im Gehäuse liegen, nach oben aus dem Gehäuse heraus. Sie haben nun freie Bahn und können das bestückte Mainboard einbauen. Legen Sie das Mainboard behutsam so ins Gehäuse, dass die Anschlüsse hinten exakt in das bereits eingebaute Blech passen und das Board exakt auf den bereits eingeschraubten Abstandshaltern im Gehäuse zu liegen kommt.

Schrauben Sie das Mainboard mithilfe der mitgelieferten Schrauben fest. Drehen Sie die Schrauben nicht zu fest ein, um eine Beschädigung des Mainboards auszuschließen. Natürlich sollten die Schrauben aber so fest sitzen, dass sie sich nicht von selber lösen können. Nun müssen Sie die diversen Kabel des Netzteils am Board anschließen. Beginnen Sie am besten mit dem breiten, mit einer Nase versehenen Stromkabel, und stecken Sie dieses vorsichtig ein. Ein zweiter, vierpoliger Stromstecker, gehört in den Stecker am Rande des Boards neben den Prozessor.

Ihr neuer Rechner selbst gebaut

© Archiv

Schrauben Sie das Mainboard mit insgesamt sechs Schrauben am Gehäuse fest.

Nun müssen die diversen kleinen Kabel angeschlossen werden, über die sich der Rechner später an der Frontseite einschalten oder zurücksetzen lässt (Bild 10). Dem Mainboard liegt eine Anleitung bei, die genau beschreibt, welche der Stecker wohin gehören. Die Steckplätze sind am Board farblich kodiert, sodass man im Grunde nichts falsch machen kann. Sind alle Stecker am richtigen Platz, ist die kniffeligste Arbeit bereits geschafft.Stecken Sie nun noch die mit "USB" und "Audio" beschrifteten Stecker auf die auf gleiche Weise markierten Stecker auf dem Board. Der USB-Stecker befindet sich am Rand des Mainboards, ist mit "JUSB2" beschriftet und liegt direkt neben dem grünen IDE-Steckplatz. Der Audio-Stecker ist hingegen direkt zwischen Stromversorgung und dem Blech angebracht. Sie haben nun alle wichtigen Stecker verbunden. Zeit, die Laufwerke einzubauen.

Ihr neuer Rechner selbst gebaut

© Archiv

Die Stecker für die Bedienfelder und Anzeigen an der Frontblende sind deutlich beschriftet.

Mehr zum Thema

RPi-Projekte: Der Raspberry Pi kann mehr als nur ein Media-Center sein.
Hacks, Ideen & Co.

Wir stellen die besten Raspberry Pi Projekte vor. Hier sehen Sie Ideen für Hacks und Mods, die sich mit dem praktischen Mini-PC realisieren lassen.
Raspberry, Lego, NAS
Anleitung und Galerie

Wie verstaut man den Raspberry Pi und eine Festplatte gemeinsam in einem Gehäuse? Die Lösung mit Lego-Steinen finden Sie in unserer Anleitung.
RuneAudio-Screenshot
RPi-Streaming

Der Raspberry Pi taugt auch als Streaming-Zuspieler für die Musikanlage. Wir zeigen, wie Sie Spotify auf dem Raspberry Pi einrichten.
Raspberry Pi 2
Raspberry Pi 2

Der neue Raspberry Pi 2 ist sechsmal schneller als das erste Modell des Mini-PCs. Dazu hat Microsoft angekündigt, dass Windows 10 auf dem RPi 2…
Mini Gaming-PC selber bauen
Anleitung

Ein Gaming-PC muss nicht immer riesig sein: In unser Anleitung zeigen wir, wie Sie einen ultra-kompakten Spiele-Rechner selber bauen.