Test: Top-Navigationsgeräte

Teil 2: Top-Navis im Test

Während viele Fahrer gerade ihr Interesse für die Navigation entdecken, haben die Hersteller bereits ein Problem. Die Konkurrenz wird größer, immer mehr Hersteller wollen an dem Boom verdienen und bringen gleich zwei oder drei Modelle auf den Markt. Gleichzeitig wird angesichts der sinkenden Preise die Gewinnspanne immer geringer. Die Hersteller müssen daher hohe Stückzahlen verkaufen - und neue Systeme entwickeln, die Gewinn abwerfen.

Top-Navis im Test

© Archiv

Vor Weihnachten sind vier Geräte auf den Markt gekommen, die exemplarisch sind für diese Strategie. Sie zeichnen sich durch Ausstattungsmerkmale aus, die weitere Anwendungen im Gerät integrieren und den Komfort erhöhen. An den Grundfunktionen eines Navigationsgeräts lässt sich nicht mehr allzuviel verbessern, hier haben alle Anbieter ein hohes Niveau erreicht. Also setzen sie auf neue Komfortmerkmale, wie

  • große Displays
  • viel Speicher mit vorinstallierten Europakarten
  • Sprachausgabe via Text to Speech
  • verbesserten Verkehrsfunk (TMC Pro)
  • Schnittstellen zur Bordelektronik
  • Navigieren mit Fotos
  • digitale Reiseführer.

Zusätzliche Anwendungen für Navigationsgeräte sind

  • Freisprechen via Bluetooth
  • Musik hören und Videos ansehen
  • fotografieren und Fotos verwalten
  • mobil Fernsehen.

Bei diesen Ausstattungselementen und Funktionen handelt es sich nicht um neue Erfindungen. Das Top-Navigationsgerät TomTom Go 910 konnte schon im vergangenen Sommer mit einem großen Display und noch viel früher mit Freisprechfunktionen für Handy-Telefonate im Auto glänzen. Garmin fiel im Herbst mit den präzisen Ansagen auf, die durch die Technik Text to Speech ermöglicht werden. Der Software- Hersteller Destinator integrierte bereits vor einem halben Jahr den verbesserten Verkehrsfunk TMC Pro in seine Produkte. MP3- Player und Fotoalben fanden sich von Beginn an auf mobilen Navigationsgeräten. Alle diese Funktionen werden künftig Standard sein. Das macht sich bereits jetzt am Preis bemerkbar. Kostete der TomTom Go 910 vor einem halben Jahr offiziell noch 729 Euro, so wird er nun für 599 Euro angeboten. Der Straßenpreis liegt nochmals 80 Euro niedriger. Auch die neuen Geräte der Konkurrenz mit einem vergleichbaren Funktionsumfang kommen für ca. 450 Euro auf den Markt.

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