Das taugen Spar-PCs mit dem neuen Windows Vista

Teil 2: Test: Vista-Komplettrechner ab 399 Euro

Ganz knapp fuhr der PC von Dell den Testsieg ein. Der C521 ist sehr sinnvoll ausgestattet, die Qualität stimmt und der Rechner lässt sich sowohl horizontal als auch vertikal aufstellen. Dank des hellen Gehäuses macht der Rechner auch im Wohnzimmer oder einem schicken Büro eine sehr gute Figur. Dazu kommt, dass der Rechner nahezu unhörbar leise arbeitet und somit auch dann nicht stört, wenn er direkt neben dem Anwender auf der Schreibtischplatte steht.

Test: Vista-Komplettrechner ab 399 Euro

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Dell Dimension C521

Vorbildlich ist das Softwarepaket, das Dell für seine Kunden schnürt. Kein Konkurrent konnte dem Dimension hier auch nur annähernd das Wasser reichen. Die Schwächen des C521 sollen aber nicht verschwiegen werden: Das Gehäuse ist klein, wer erweitern möchte, stößt schnell an die Grenzen des Machbaren. Und schließlich langt Dell bei den Versandkosten zu. Wer den Normalpreis zahlt, dem kostet der C521 inklusive Versandkosten knapp über 500 Euro.

www.dell.de Preis 429,- Euro80 von 100 Punkten

Spartipp

Leistungsmäßig hat der Rechner von CLS in diesem Testfeld trotz niedrigem Preis von nur 399 Euro die Nase ganz vorn. Dank der klugen Wahl der Komponenten ist der Rechner sowohl büro- als auch spieletauglich, wobei wahre Fans leistungshungriger 3D-Grafik-Spiele die eingebaute GeForce 6600 eher früher als später durch ein schnelleres Modell ersetzen dürften. Alle Nutzer, die mit ihrem Rechner aber vorwiegend Büroarbeiten erledigen und nur gelegentlich ein Spielchen machen wollen, dürften mit der Grafikleistung aber durchaus zufrieden sein.

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CLS PC-04

Mit dem D915 setzt CLS einen sehr schnellen Pentium-D-Prozessor ein, ein Gigabyte RAM und die Festplatte sorgten für sehr ordentliche Benchmark-Ergebnisse. Leider liefert CLS bis auf das Betriebssystem Vista Home Premium keinerlei Software mit. Der PC-04 ist deshalb für all jene Anwender eine gute Wahl, die bereits im Besitz von Software sind.

www.cls-shop.de Preis 399,- Euro 74 von 100 Punkten

SATA oder IDE?

Ob man SATA- oder IDE-Laufwerke einsetzt spielt zumindest im Bezug auf die Geschwindigkeit keine wirklich nennenswerte Rolle. Allerdings lassen sich SATA-Laufwerke deutlich einfacher verkabeln und der Luftstrom im Gehäuse wird auch weit weniger behindert als durch breite IDE-Kabel. Gerade während der wärmeren Jahreszeit ist ein kühlerer PC sicherer vor unvermuteten und zumeist schwer nachzuvollziehenden Systemabstürzen.

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Der Dell-PC hat eine dedizierte Grafikkarte zu bieten, die über einen modernen digitalen Monitoranschluss verfügt.

Fünf unserer sechs Testkandidaten setzten folgerichtig auf SATA-Modelle. Preislich liegen die SATA-Platten knapp unter ihren IDE-Brüdern und man muss sich nicht mehr mit irgendwelchen Jumpern herumärgern. Zudem lassen sich bei SATA zumeist mehr als nur vier Laufwerke verwenden und welches Laufwerk an welchem Stecker hängt ist im Gegensatz zu IDE absolut unkritisch. Obendrein verfügen nahezu alle Boards noch immer über IDE-Stecker, sodass man alte Laufwerke problemlos in den neuen Rechner einbauen und weiterhin nutzen kann.

Expertenmeinung

Es ist erfreulich, dass der Normalanwender mit vier der sechs getesteten Rechner eine gute Wahl treffen würde. Wer nicht spielen, sondern seinen Vista-Rechner vorwiegend für Office-Aufgaben nutzen möchte, der bekommt im Bereich zwischen 400 und 500 Euro einen Rechner, der kaum Wünsche offen lässt. Will man später RAM nachrüsten, um den größten Schwachpunkt aller Testkandidaten zu beseitigen, kann man das fast bei jedem PC problemlos und ohne großen Aufwand erledigen.

Test: Vista-Komplettrechner ab 399 Euro

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„Wer nicht spielen möchte, bekommt für 400 Euro einen guten Vista-PC.“ Stefan Schasche, Redakteur PCgo

Will man Vista nutzen und nicht sofort zusätzliches Geld für mehr RAM ausgeben, sollte man von PCs mit 512 MByte RAM aber die Finger lassen. Zwar entsprechen diese PCs den Mindestanforderungen, die Microsoft vorgibt, doch in der Praxis kommt es immer wieder zu lästigen Verzögerungen, die ein zügiges Arbeiten schwer, wenn nicht gar unmöglich machen.

Fazit

Auf dem sechsten und damit letzten Platz landete der Vista-PC des Herstellers Tronic24. Der Rechner leidet unter chronischem Speichermangel: 512 MByte sind in Verbindung mit einer Onboard-Grafiklösung schlicht zu wenig für den sinnvollen Vista-Betrieb, weil der Grafikchip nochmals 64 MByte des ohnehin schon knappen Hauptspeichers abzwackt. Da nützt auch der Rest der eigentlich recht ordentlichen Ausstattung mit schnellem AMDAthlon- 64-Prozessor und dem etwas leistungsstärkeren Betriebssystem Vista Home Premium nur wenig. Hätte man dem PC einen weiteren RAM-Riegel spendiert, wäre das Ergebnis sicher besser ausgefallen.

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Das kleine Mittelfeld besteht aus einem einzigen Rechner: Der Deculator IP3000 von Workstation Hannover landete mit 63 Punkten auf Platz fünf. Es ist kein Zufall, dass es nach dem PC von Tronic24 der zweite Rechner im Testfeld ist, der nur 512 MByte Hauptspeicher hat. Das Ergebnis fällt dennoch etwas besser aus, weil immerhin eine, wenn auch nicht besonders schnelle, Grafikkarte mit eigenem Speicher eingebaut wurde. Das macht im Zweifelsfall durchaus einen mess- und spürbaren Unterschied. Günstiger wäre beim Deculator IP3000 vermutlich eine Onboard-Grafik bei verdoppelter RAMMenge gewesen. Positiv ist bei diesem PC das ordentliche Softwarepaket zu erwähnen, das unter anderem das gute Softmaker Office, ein Internet-Sicherheitspaket sowie ein PDF-Programm enthält. Dass der Hersteller Workstation Hannover zudem Maus und Tastatur mitliefert, ist in dieser Preisklasse beileibe keine Selbstverständlichkeit.

Die Rechner auf den Plätzen zwei bis vier trennten am Ende nur Nuancen. Hier gaben Dinge wie mitgelieferte Software oder längere Garantiezeiten den Ausschlag, weil die Rechenleistungen der PCs weitgehend auf demselben Niveau war.

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Systemvoraussetzungen

Auf einem sehr guten vierten Platz lief der Agua 3800x2 von Agando ins Ziel. In der Auslieferungskonfiguration haperte es an der Grafikleistung, weil im BIOS nur 128 MByte Grafikspeicher zugeteilt waren. Eine Verdoppelung auf 256 MByte wirkte im 3D-Bereich Wunder, ohne die Windowsleistung über Gebühr zu verschlechtern. Ansonsten war der Agua ein sehr gut verarbeiteter PC mit immerhin sehr guten drei Jahren Garantie.

Auf dem Bronzerang lief der PC von CLS aus Mannheim ins Ziel. Bei der Hardware-Ausstattung machte dem PC-04 keiner etwas vor. Nur in diesem Rechner war mit der GeForce 6600 eine Grafikkarte verbaut, die auch bei einem gelegentlichen Spielchen nicht gänzlich in die Knie geht. Bei der Software sieht es dagegen vergleichsweise mau aus. Auch war der Stromverbrauch des Rechners recht hoch. Der rührte allerdings von der Grafikkarte her und geht nicht auf Fehler in der Zusammenstellung des Rechners zurück.

Platz zwei ging an den Test-PC der Firma Pandaro. Mit 449 Euro liegt der Rechner preislich immerhin knapp 50 Euro über den Konkurrenten auf Platz drei bis sechs, was in dieser Preisklasse schon ein beträchtlicher Preisunterschied ist. Das zusätzliche Geld steckte Pandaro in ein tolles, überaus stabiles Gehäuse des Herstellers Coolermaster, das groß genug für Erweiterungen ist und obendrein absolut hochwertig aussieht. Leider war kein Geld mehr übrig für ein nennenswertes Software-Paket, was letztlich den Ausschlag zu Gunsten des Testsiegers Dell Dimension gab.

Dieser Rechner liefert als einziger ein komplettes Rundum-Sorglos-Paket. Egal, ob Software oder Hardware, mit dem Dimension kann der Anwender sofort loslegen. Dabei hilft die vorbildliche Beschreibung, die den Aufbau des Rechners in Bildern Schritt für Schritt erklärt und die Tatsache, dass neben einer hochwertigen Maus und Tastatur-Kombination mit MS Works auch ein gerade für Nichtprofis sehr brauchbares Office-Paket beiliegt. Der Dimension braucht nur wenig Strom, gibt so gut wie kein Geräusch von sich und ist sowohl horizontal wie auch vertikal einzusetzen. Weil auch die technischen Werte stimmten erreichte der Dimension C521 unterm Strich verdient den Testsieg. Einziges Manko beim Dimension ist die mangelnde Ausbaufähigkeit, die auf das kleine Gehäuse zurückzuführen ist.

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