Virtuelle Server unter Linux - TEST

Teil 2: TEST: Virtuelle Server - 12 Internet-Provider im Vergleich

  1. TEST: Virtuelle Server - 12 Internet-Provider im Vergleich
  2. Teil 2: TEST: Virtuelle Server - 12 Internet-Provider im Vergleich

Die Leistung des Cloud-basierten Servers lässt sich bei der Buchung individuell festlegen und später jederzeit anpassen. Der Kunde ist damit nicht auf die Vorgaben des Providers angewiesen und zahlt nur die Leistung, die er auch benötigt. Bei hohen Zugriffszahlen kann der Arbeitsspeicher, der Speicherplatz oder die Zahl der CPUs von einem Tag auf den anderen erhöht werden, um Webanwendungen performant auszuliefern.

Nach der Strato-Übernahme durch die Deutsche Telekom lag die Vermutung nahe, dass die Serverprodukte beider Unternehmen zusammengelegt oder aufeinander abgestimmt werden. Die vServer von T-Home und die Geschäftskunden-Angebote werden aber weiterhin parallel zu den Strato-Servern angeboten.

Serververwaltung & Backup

Die Konfiguration des Servers gelingt am einfachsten mit einer Verwaltungsoberfläche wie Plesk oder Confixx. Jeder Provider in dieser Übersicht legt eine Serververwaltung bei, nur bei Knallhart ist ein Aufpreis fällig, während der Kunde bei Alfahostings VStart nur auf die Kommandozeile zurückgreifen kann.

Heute bieten die meisten Provider ein einfaches Monitoring der Serverfunktion an. Nur Kunden von 1&1, Telekom und Server4you müssen die Funktionstüchtigkeit ihres vServers selbst im Auge behalten.

Geht etwas schief, lassen sich die meisten vServer aus dem Kundenmenü heraus neu starten oder notfalls auch erneut installieren. Dann sind frische Backups von Vorteil. Doch die Sicherung der Daten ist keineswegs eine Standardleistung bei einem vServer. Nur Strato, Verio Europe, Webtropia und Alfahosting sowie teilweise auch 1&1 und Telekom nehmen dem Kunden diese Aufgabe ab und sichern die vServer automatisch.

Interessant ist deshalb ein separater Backup-Speicher, den Evanzo, 1blu, internet24 sowie gegen Aufpreis auch 1&1, Verio Europe und Host Europe einrichten. Nur Webtropia fährt zweigleisig und bietet sowohl ein automatisches Backup als auch einen separaten Backup-Speicherplatz mit der gleichen Kapazität an, wie sie im jeweiligen vServer-Tarif zur Verfügung steht. Auf diesem Speicher kann der Kunde seine eigenen Sicherungen des vServers über FTP anlegen.

vServer-Kunden dürfen beliebige Anwendungen auf ihren Server aufspielen. Einschränkungen gibt es nur, wenn der Provider explizit die Nutzung des Servers für bestimmte Aufgaben wie beispielsweise als Streamingserver oder als Downloadserver untersagt. Webtropia erlaubt explizit den Einsatz als Gameserver, nicht jedoch für Filesharing.

Auch Cronjobs dürfen nicht überall ohne Weiteres ausgeführt werden. Die Universal Server der Telekom und VStart von Alfahosting sind dafür nicht gerüstet. Über TUN/TAP simulieren die vServer von Strato, Server4You, 1blu, Webtropia, Evanzo und Euserv virtuelle Netzgeräte, um VPNs zu konfigurieren.

OVH plant Cloud-Server

Demnächst will OVH eine Cloud-basierte Serverreihe starten. Diese virtuellen Server sind noch in einem experimentellen Stadium und daher ohne endgültige Ausstattung, dürfen aber schon kostenlos getestet werden.

Geplant sind drei Produkte mit den Namen Mini-Cloud, Core-Cloud und My-Cloud. Die Einstiegsvariante Mini-Cloud wird zum unschlagbar günstigen Preis von 1,99 Euro pro Monat eine 1-GHz-CPU, 256 MHz RAM und dynamisch weitere 2048 GByte RAM bieten.

Bis die Cloud-Server marktreif sind, lohnt sich ein Blick auf die RPS-Server von OVH: Denn der Provider bietet Kunden einen eigenen, dedizierten Server an, dessen Festplattenspeicher in ein SAN ausgelagert ist. Die Tarife bewegen sich deshalb in der Preisklasse der vServer.

Auch der vServer von Euserv befindet sich noch im Betatest. Die Ausstattung kann sich noch ändern, und die Preise werden erst zum Start des finalen Produkts bekannt gegeben. Derzeit dürfen Kunden den vServer kostenlos testen. Anwender verfügen bei Euserv über die volle Rechenkraft eines CPU-Kerns mit 1 GHz und 512 GByte RAM. Die Traffic-Flatrate gilt schon in der Betaphase.

Ein besonderes Feature des vServers von Euserv ist die Rettungskonsole, die auf besonderen Wunsch der Betatester entwickelt wurde. Das Rescue-Tool kann ein defektes Hauptsystem reparieren, ohne es komplett neu installieren zu müssen.

Verio Europe nennt seine vServer Managed VPS - das Managed bedeutet hier aber, dass der Provider ausschließlich das Betriebssystem pflegt und dem Kunden ansonsten freie Hand lässt. Deshalb beschränkt sich der Anbieter auch auf Red Hat als einzige Linux-Distribution. Auf den uneingeschränkten Root-Zugriff für den Kunden hat dieser Service keine Auswirkungen.

In dieser Übersicht

Internet Magazin stellt virtuelle Serverumgebungen unter Linux vor, die folgende Kriterien erfüllen:

• virtuelle Server • voller Rootzugriff • Linux-Betriebssystem

Provider Übersicht

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