Konkurrenz für Photoshop

Teil 2: Test & Technik: Bildbearbeitung

Wenn es um das reine Foto geht, spielen natürlich die angebotenen Optimierungsfunktionen eine große Rolle. Wenn Sie aber beispielsweise Druckerzeugnisse, wie etwa Einladungskarten, erstellen wollen, bietet es sich an, die verwendeten Fotos aufzupeppen, um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. Praktisch alle Bildbearbeitungsprogramme bieten mehr oder weniger interessante Effektfilter an. Einige Programme stellen nur wenige Filter zur Auswahl bereit, andere warten mit einer riesigen Filterbibliothek auf. Paint Shop Pro sei hier als ein Beispiel genannt.

Die Filter werden meist thematisch sortiert aufgeführt. So gibt es beispielsweise fotografische Filter, die die Filter simulieren, die bei der analogen Fotografie verwendet wurden. Es gibt sogar Effektfilter, um alte Fotografien zu simulieren. So lassen sich etwa Bilder erzeugen, wie sie bei Beginn der Fotografie Mitte des 19. Jahrhunderts auf Kupferplatten gebannt wurden. Da derartige Effekte nicht in jedem Bildbearbeitungsprogramm enthalten sind, können Sie damit für Aufsehen sorgen. Viele andere Effekte haben sich dagegen abgenutzt, weil sie einem überall begegnen - die aufgerollte Ecke von Bildern sei als ein solches Beispiel genannt.

Test & Technik: Bildbearbeitungsprogramme

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Mit unverbrauchten Effektfiltern lässt sich Aufsehen erregen - wie hier die Zeitmaschine von Paint Shop Pro

Weit verbreitet sind die Filter, mit denen sich gemäldeähnliche Ergebnisse erzielen lassen. Oft halten solche Filter aber nicht, was ihr Name verspricht. Selten sieht das Ergebnis eines Ölbild-Filters so aus, als würde es sich um ein Ölbild handeln. Eine weitere Filterkategorie verzerrt Fotos auf unterschiedlichste Art und Weise. So können Fotos zum Beispiel so erscheinen, als würden sie hinter einer geriffelten Glasscheibe liegen. Während bei einigen Filtern das eigentliche Foto noch gut zu erkennen ist, gibt es andere Effekte, die das Foto bis zur Unkenntlichkeit verändern. Der Mosaikfilter soll hier als Beispiel dienen. Es fasst die Farben des Bilds zu quadratischen Flächen zusammen. Die sehr plakativen Ergebnisse lassen sich nur in seltenen Fällen sinnvoll einsetzen. Interessante grafische Effekte lassen sich dagegen mit Kaleidoskop-Effekten erzeugen, bei denen interessante Muster entstehen. Auch in diesem Bereich bietet Paint Shop Pro eine ganze Menge verschiedener Varianten an.

Bilder verwalten

Bei Gelegenheitsfotografen spielt die Verwaltung der Bilder noch keine so große Rolle. Je größer aber der Bilderberg wird, umso wichtiger wird es, dass man sich Gedanken um die Ordnung der Bilder macht. So müssen Sie sich zunächst um die Benennung der Fotos Gedanken machen. Ein Patentrezept gibt es hierbei nicht. Sie haben beispielsweise die Möglichkeit, die Fotos nach Themen zu benennen - wie etwa Urlaub_Mallorca_001.jpg oder ähnlich. Eine andere Variante wäre, das Aufnahmedatum als Dateiname zu verwenden. Die schlichteste Variante besteht in einer fortlaufenden Nummerierung. Auch eine Kombination dieser Varianten ist denkbar. So könnten Sie die Bilder fortlaufend nummerieren und in Ordnern unterbringen, die Bezeichnungen nach Thema oder Datum tragen. Wichtig ist, dass Sie eine Variante wählen, die auch bei einer stetig wachsenden Bildflut noch funktioniert. Wenn Sie beispielsweise immer wieder nach Mallorca fahren und Fotos schießen, wäre die Themenbenennung schnell unübersichtlich. Das Umbenennen der Dateien stellt kein großes Problem dar - die meisten Programme zur Übertragung von Fotos bieten eine derartige Funktion an.

Prinzipiell können Sie die Verwaltung natürlich mit dem Windows-Explorer durchführen. Hier fehlen allerdings spezielle Verwaltungsoptionen, wie zum Beispiel das Verschlagworten, um Bilder schneller wiederzufinden. Daher sind spezielle Programme für die Verwaltung zu empfehlen. Auf dem Markt finden sich unterschiedliche Varianten in verschiedenen Preiskategorien - von Freeware bis zu aufwändigen Programmen. Oft enthalten derartige Programme sogar Standardfunktionen zum Optimieren von Bildern. Sehr beliebt ist der ACDSee Foto-Manager, der aktuell in der Version 9 vorliegt. Ältere Versionen finden Sie gelegentlich kostenlos auf Zeitschriften- DVDs. Das Programm bietet unterschiedliche Optionen zum Kategorisieren an. So lassen sich Bilder nach dem Schulnotenprinzip bewerten oder in Kategorien einteilen. Sogar das Filtern nach bestimmten Metadaten-Informationen ist möglich. So lassen sich mit einem Mausklick etwa alle Bilder aus dem Datenbestand herausfiltern, die mit einem bestimmten ISOWert aufgenommen wurden. Wichtig ist dabei, dass derartige Suchroutinen auch bei großen Bildbeständen zügig abgearbeitet werden - ansonsten haben diese Optionen wenig Sinn. Bei ACDSee 9 klappt dies sehr gut.

Test & Technik: Bildbearbeitungsprogramme

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Im ACDSee-Foto-Manager finden auch Vielfotografierer in ihren großen Bildbeständen schnell ihre Fotos

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