Surfen ohne DSL - funktioniert das

Teil 2: TEST: Surfstick im Praxiseinsatz: Was leistet der O2-Surfstick

  1. TEST: Surfstick im Praxiseinsatz: Was leistet der O2-Surfstick
  2. Teil 2: TEST: Surfstick im Praxiseinsatz: Was leistet der O2-Surfstick

4. Der komplette Stillstand: Surfen auf dem Lande

Jetzt wird's ernst. Wir testen den UMTS-Stick in einem kleinen Örtchen im Münchener Süden. Die UMTS-Abdeckung ist in dieser Gegend lückenhaft, tatsächlich zeigt der O2-Verbindungsmanager EDGE an. EDGE ist ein Zwischenschritt zwischen dem alten DSM und dem modernen UMTS, maximal sind Downloads mit 220 kbit/s möglich. Wir starten den Explorer und begeben uns ins Internet. Google ist trotz langsamer Verbindung in wenigen Sekunden startbereit und wartet auf die Befehle. Anders sieht es bei der Bildzeitung aus: 39 Sekunden gehen ins Land, bis das letzte Bildchen geladen ist. Ganz bitter wird es beim Download des Service Packs, der laut Anzeige satte 8,5 Stunden gedauert hätte - wir haben nach 30 Minuten abgebrochen.

5. Surfen unterwegs: guter Empfang im Auto

Auf der Fahrt durch München stand durchgängig nahezu überall ein HSDPA-Netz zur Verfügung. Es war damit problemlos möglich, sich durch eine Internet-Radiostation beschallen zu lassen. Ausfälle gab es nur in Tunnels. Auf der Fahrt zum Flughafen im Münchener Norden hatten wir ebenfalls durchgehend eine HSDPA-Verbindung, wir luden das Service Pack während der Autobahn-Fahrt in 24 Minuten auf das Notebook, das ergibt eine Geschwindigkeit von etwa 190 kbit/s. Bei der Fahrt über Land im Osten Münchens war wiederum lediglich EDGE verfügbar, was den Empfang von Internetradio ( 32 kbit/s) nur mit regelmäßigen Unterbrechungen des Streams erlaubte.

Unser Fazit: Wenn Sie in einer Stadt mit gut ausgebautem HSDPA-Netz wohnen, dann können Sie mit einem UMTS-Stick wie dem von O2 mit Sicherheit glücklich werden, sofern Sie das monatliche Maximalvolumen von fünf GByte nicht überschreiten. Gesurft wird nicht ganz auf DSL-Niveau, aber doch schnell genug, damit der Surfspaß nicht zum Surf-Frust wird. Übrigens können Sie sich über den aktuellen Stand des Ausbaus des UMTS-Netzes in Deutschland auf der Seite informieren. Ist UMTS in Ihrer Gegend nicht verfügbar, ist vom Surfstick abzuraten.

Surfstick im Praxistest

© Archiv

Der Surftest im Süden Münchens fiel ernüchternd aus: Internet und EDGE, das geht nicht zusammen.

Über Theorie und Praxis...

Um die optimale HSDPA-Geschwindigkeit von 7,2 Mbit/s zu erreichen, muss die Empfangsstärke bei 100% liegen, da ansonsten Fehler bei der Datenübertragung entstehen und Datenpakete wiederholt gesendet werden. Außerdem hängt die Geschwindigkeit davon ab, wie viele Nutzer sich mit Ihnen in der Funkzelle bewegen. Diese teilen sich die Bandbreite der Zelle: Die Geschwindigkeit sinkt also mit der Zahl der Teilnehmer oder kommt bei Überbeanspruchung sogar (nahezu) vollständig zum Erliegen.

Maximale Übertragungsraten

Maximale Übertragungsraten

  • HSDPA: 7,2 Mbit/s
  • UMTS: 384 kbit/s
  • EDGE: 20 kbit/s
  • GPRS: 36 kbit/s

Tipp: Lesen Sie das Kleingedruckte!

Bevor Sie sich per Vertrag an einen UMTS-Anbieter binden, lesen Sie unbedingt das Kleingedruckte, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Hier einige der üblichen Fallstricke:Je nach Anbieter werden nur bis zu 5 GByte Datenvolumen pro Monat mit HSDPA-Geschwindigkeit angeboten, danach surft man nur noch mit GPRS-Speed. Die VoiP-Nutzung und die Videotelefonie generell wird ausgeschlossen.Es wird keine Grundgebühr erhoben..., aber man muss ein fixes Datenpaket im Monat kaufen und sich für 24 Monate binden.Vorsicht beim Surfen an der Grenze: Schnell entstehen hohe Extrakosten durch das Einbuchen in ein ausländisches Netz. Preise von 0,70 bis 1,90 Euro pro 100 kbit sind normal! Die automatische Trennung der Verbindung durch den Anbieter ist möglich. Das ist bei längeren Downloads sehr ärgerlich.

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