Haifischbecken Mittelklasse

Teil 2: Test: LCD- und Plasma-TV

Bedienbarkeit und Menüführung

Genauso stark unterscheiden sich die Geräte in der Bedienung: Hitachi gibt dem Nutzer, gerade bei den Bildeinstellungen die größte Freiheit. Er offeriert gar Punkte, über die sich der Fernseher mithilfe eines Messgerätes auf Studionorm trimmen lässt. Allerdings scheint die Menge der Einstellungen zu Lasten der Navigationsgeschwindigkeit zu gehen, die mit teils horrenden Wartezeiten nervt. Zudem hätten wir uns Speicherbänke für optimierte Werte gewünscht, wie LG sie bietet. Die Koreaner geben dem Nutzer gleich zwei Speichermöglichkeiten an die Hand, womit sie im Test alleine dastehen. Daneben stehen noch vier Voreinstellungen zur Wahl. Eine davon aktiviert den Raumlichtsensor, der die Hintergrundbeleuchtung je nach Helligkeit des Umgebungslichts steuert.

Test: LCD oder Plasma-TV

© Archiv

Der 42-Zoll LCD-Fernseher LG 42 LF 75

Blöd ist nur, dass ein gewähltes Preset für den Nutzer bedeutet, dass er auf alle weiteren Bildeinstellungen verzichten muss, sich der Lichtsensor aber auch nicht getrennt aktivieren lässt. Immerhin über die Fernbedienung darf er manuell auf die Kaltkathodenröhren einwirken. Das hat Sony besser geregelt. Sowohl Hintergrundbeleuchtung als auch Raumlichtsensor lassen sich im V 3000 unabhängig von den anderen Einstellungen aktivieren. Auch sonst macht es Sony dem Nutzer sehr bequem, die passenden Einstellungen zu treffen: Über den Punkt "Eingangswahl" definiert er, ob gemachte Einstellungen nur für den aktuellen Eingang oder für alle gelten sollen.

Toshiba rüstet seine Z-Serie mit einem ausgeklügelten 100-Hz-Modus

Am saubersten hat Toshiba die Einstellungen verpackt. Trotz zahlreicher Optionen bleibt die Übersicht im aufgeräumten Menü erhalten. Nur das 3D-Colormanagement mit seinen mehr als 20 Parametern dürften die Japaner durchsichtiger gestalten. Und den 100-Hz- Modus, der die nichtssagende Bezeichnung Filmstabilisierung trägt und sich in die Stufen Aus, Normal und Sanft gliedert. Voraussetzung ist, dass man vorher Active Vision M 100 aktiviert.

Testergebnisse

LG 42 LF 75
LG Electronics
2.000 €

42-Zoll-LCD-Fernseher

Weitere Details

63 Prozent

Fazit:In vielen Belangen ein toller Fernseher. Bei der Bildqualität muss LG allerdings nachbessern.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
gut

Am Beispiel der 24p-Zuspielung lassen sich die Auswirkungen der verschiedenen Punkte gut erklären: Auf "Aus" pulldowned (3:2) der Fernseher das Signal auf 60 Hz, die dann ? mal zwei ? zwar mit 120 Hertz angezeigt werden, aber trotzdem unangenehm ruckeln. "Normal" wiederholt jedes der 24 Bilder fünf Mal, was wiederum 120 Hertz ergibt. "Sanft" aktiviert letztlich die Bildinterpolation. Dann zeigt das Panel Bild A und Bild B je drei Mal und interpoliert zwei neue hinzu. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Bilder laufen wesentlich flüssiger, wobei die Ästhetik des Films, der so genannte "Filmlook" fast vollständig erhalten bleibt. Die Bewegungsschärfe an sich gewinnt, kann allerdings nicht mit den 100-Hz-Techniken von Philips und Samsung mithalten. Toshiba liefert das einzige 100-Hz-Panel im Test ? trotzdem stellen alle vier Testkandidaten 24p-Signale dar. Sony und Hitachi gelingt das in der Originalbildrate, eben ohne Interpolation, dafür mit dem "guten" Film-Ruckeln. Die HDMI-Eingänge des LG nehmen 24p-Signale zwar an, für die Darstellung errechnet die Elektronik allerdings den 3:2-Pulldown, was zu dem ungleichmäßigen und damit störenden Ruckeln führt. Da das Panel an sich vergleichsweise stark nachzieht, wäre LG gut beraten, in der nächsten Generation auf ein 100-Hz-Panel mit Motion Compensation zu setzen.

Das Plasma-Panel birgt einige Besonderheiten: In alter Tradition verbaut Hitachi auch in seiner neuen Generation ein so genanntes ALiS-Panel (Alternate Lighting of Surfaces). Die augenscheinliche Besonderheit ist, dass dieses statt mit 1920x1080 Pixeln nur mit 1024x1080 Bildpunkten auskommt. Das eigentlich exotische ist allerdings die Interlace-Ansteuerung ? nur jede zweite Zeile wird pro Zündung illuminiert. Dies führt zu einer verbesserten Bewegungsdarstellung (kaum False Contour), gleichzeitig aber zu einem Flimmern, das vor allem bei Standbildern unangenehm sichtbar wird. Inwiefern das stört, sollte der Kunde individuell beurteilen, da jedes Auge unterschiedlich empfindlich auf Flimmern reagiert. Ein weiteres Problem der ALiS-Panels ist seit jeher der ? für Plasmas magere ? Schwarzwert. Gemessene 0,52 cd/m2 ? das ist schlechter als der heutige Durchschnitts-LCD-Fernseher. Zusammen mit der begrenzten Gesamthelligkeit ergibt sich der gerade noch ausreichende In-Bild- Kontrast von 200:1.

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