Aldi bietet 11,6-Zoll-Notebook für rund 400 Euro

Teil 2: TEST: Aldi Mini-Notebook Medion Akoya E1312 mit ATI-Grafik

  1. TEST: Aldi Mini-Notebook Medion Akoya E1312 mit ATI-Grafik
  2. Teil 2: TEST: Aldi Mini-Notebook Medion Akoya E1312 mit ATI-Grafik

Qualität des Medion Akoya E1312

Das Display ist ein so genanntes Glare-Type-Panel und spiegelt entsprechend sämtliche Lichtquellen im Umfeld gnadenlos. Die dadurch gewonnene Farbbrillanz bei der Fotowiedergabe kommt allerdings nur bei voller Display-Helligkeit zum Tragen, da es nur dann eine brauchbare Farbwiedergabe wiedergibt. Nimmt man das Gerät von der Steckdose, verdunkelt sich das Display im Akkubetrieb um gefühlte 50 Prozent im Vergleich zur Displayhelligkeit im Netzbetrieb. Die Helligkeit lässt sich im Akkubetrieb zwar wieder aufdrehen, allerdings sinkt dann die Akkuleistung von knapp vier Stunden auf etwa zwei Stunden. Zusätzlich ist das Display - ebenfalls typisch für diese Preisklasse - sehr Blickwinkelabhängig. Bei voller Helligkeit kann zumindest der Nachbar noch Bild und Text erkennen, sofern dass Panel im idealen Neigungswinkel aufgeklappt ist. Je nach Körpergröße des Anwenders dürfte dieser Winkel beim Arbeiten schlicht und einfach der Anschlagspunkt bei etwa 100 Grad sein. Im Energiesparmodus erkennt der direkte Anwender schon kaum mehr die richtigen Farben eines Fotos, der Nebenmann sieht lediglich noch Geisterbilder.

Verhalten auch die Begeisterung bei der Tastatur. Die Buchstaben, Zahlen und Symbole auf den Tasten sind lediglich aufgeklebt und nicht eingraviert. Bei häufiger Benutzung ist zu befürchten, dass sich die Beschriftung rasch abnutzt. Beim Tippen hinterlässt die Tastatur den üblichen, leicht schwammigen Eindruck wie die meisten Geräte aus dieser Preisklasse. Einen Druckpunkt erwartet der Tipper vergebens und die Tasten sind nicht fühlbar voneinander abgesetzt, wie man es zum Beispiel vom Samsung-Netbook N310 kennt. Dafür haben die Hände grundsätzlich mehr Freiraum beim Tippen, als dies bei normalen 10-Zoll-Netbooks der Fall ist, weil Medion den hinzu gewonnenen Platz durch die 11,6-Zoll-Bauform vollends ausnutzt. Im zusammengeklappten Zustand lassen Displaydeckel und Netbook-Body einen etwa ein Millimeter hohen Zwischenspalt, so dass sich beim Transport im Rucksack die üblichen Krümel hineinmogeln könnten, dies ist aber bei vielen Konkurrenzgeräten ebenfalls zu bemängeln.

Aldi Netbook Medion Akoya E1312

© Archiv

Einer der Schwachpunkte des Medion Akoya E1312 ist die Tastatur sowohl von der Qualität als auch vom Tipp-Gefühl.

Anschlüsse und Software des Medion Akoya E1312

Lobenswert sind die für ein Netbook zahlreich vorhandenen Anschlussmöglichkeiten. Neben der bereits erwähnten HDMI-Buchse zum Anschluss an einen Flachbildschirm oder Beamer findet der Kunde noch einen VGA-Ausgang, drei USB-Ports, ein Card-Reader, ein USB-Card-3/4-Slot, ein Audio- und Mikrofon-Eingang sowie ein Audio- und Kopfhörer-Ausgang. Verbindung ins Netzwerk oder Internet bekommt der Anwender über eine RJ-45-LAN-Buchse oder via WLAN mit den Standards 802.11 b/g/n. Des Weiteren steht noch Bluetooth für eine drahtlose Verbindung mit Peripherie -Geräten oder Handys zur Verfügung.

Frisch aus der Box - Aldi Netbook Medion Akoya E1312 - 06

© Archiv

Ebenfalls mit dabei ist ein gutes gedrucktes Handbuch zum Medion Akoya E1312 in deutsch.

Software-seitig wäre da zunächst mal das Betriebssystem Windows XP Home in der ULPLC-Version, was ein weiteres Aufrüsten des Arbeitsspeichers sowie der Festplatte verhindert. Zusätzlich findet der Kunde vorinstalliert: Microsoft Works 9.0, Cyberlinks PowerDVD 8, CorelDraw Essentials 3 sowie Corel MediaOne als Vollversionen. Microsoft Office 2007 und die Internet-Security-Suite von Bullguard sind nur als zeitlich begrenzte Testversionen installiert.

Fazit zum Medion Akoya E1312

Für einen Preis von rund 400 Euro muss der Anwender eben doch die meisten Qualitätsmängel in Kauf nehmen, die auch bereits 300-Euro-Geräte aus der 10-Zoll-Klasse definieren. Schwammige Tastatur ohne Anschlag und ein mittelprächtiges Display - vor allem wegen der eingeschränkten Blickwinkel - sind hierbei die größten Makel des neuen Aldi-Netbooks. Dafür kommt das Medion Akoya E1312 mit vielen Anschluss- und Verbindungsmöglichkeiten und die Leistung sowie die Display-Auflösung reicht immerhin zur astreinen Wiedergabe von 720p-HD-Videos. Und auch zum Arbeiten, egal ob Internet oder Office, ist die Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten mit das größte Plus des Gerätes. Trotzdem bleibt es mit seinen Maßen von 247 x 28 x 179 mm und einem Gewicht von 1,2 Kg äußerst mobil. Drei Jahre Garantie gibt's von Aldi noch obendrauf. Nicht alles ist Licht, was das Medion-Netbook präsentiert, aber es zeigt weniger Schatten als die meisten aktuellen Zehn-Zoll-Geräte.

Aldi Netbook Medion Akoya E1312

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Jetzt bei Aldi-Süd: das Medion Akoya E1312 mit 11,6-Zoll-Display und HD-fähiger Grafikchip für 399 Euro.

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