Die 50 wichtigsten Fachbegriffe zu HDTV aufgeklärt

Teil 2: Technik-Lexikon HDTV

  1. Technik-Lexikon HDTV
  2. Teil 2: Technik-Lexikon HDTV

Fachbegriffe mit H

H.264: Bezeichnung für ein Datenkompressionsverfahren von HD-Videosignalen (ähnlich MPEG-4), wird z. B. für HDTV via DVB-S2-Übertragung genutzt.

HD-DVD (High Density Digital Versatile Disc, auf gut Deutsch: Hochkapazitive Digitale Vielseitige Scheibe): Weiterentwicklung der DVD mit bis zu 30 GB Speicherkapazität. Vorrangig entwickelt für die Wiedergabe von Filmen in Full-HD-Auflösung. Konkurrierte mit der Blu-ray-Disc und verlor 2008 den Kampf um die Hollywood-Akzeptanz.

HD ready: Achtung - kein Qualitätsmerkmal! Auf gut deutsch bedeutet HD ready, dass das Gerät in der Lage ist, HD-Filme (ungeachtet der Bildqualität) wiederzugeben. Das bedeutet, dass ein Flachbild-Fernseher oder Beamer den Kopierschutz HDCP entschlüsseln können muss, ein Kino-ähnliches Bildschirmformat von 16:9 aufweist und bei der Auflösung mindestens 720 Zeilen anzeigt (720p) - die meisten Geräte mit HD ready bieten eine Auflösung von 1.366 x 786 und müssen daher Filme von Blu-ray oder HD-DVD verlustbehaftet runterskalieren.

Technik-Lexikon HDTV und Flachbildschirme

© Archiv

Eine Logo-Variante für HD-ready-Geräte. Die "1080p" im Logo deutet lediglich an, dass das Gerät entsprechende Filme anzeigen kann, allerdings nur in dem es die Filme auf die verfügbare Zeilenanzahl von 786 verlustbehaftet herunter skaliert.

HDCP (High Bandwidth Digital Content Protection): Ein spezielles Kopierschutzverfahren für Blu-ray-Discs, HD-DVDs sowie HDTV. Schnittstellen ohne HDCP-Unterstützung können HDCP-kodierten Inhalt nicht weitergeben. Die HDMI-Schnittstelle unterstützt grundsätzlich HDCP, bei DVI-Anschlüssen muss die HDCP-Fähigkeit explizit mit aufgeführt werden.

HDMI (High Definition Multimedia Interface): Neu definierte, digitale Schnittstelle für Bild und Ton. Hauptsächlich für die Übertragung von HD-Videos (Blu-ray, HD-DVD) sowie Mehrkanal-Sound gedacht. Aber auch normale DVD-Player, DVD-/HDD-Recorder, SAT-Receiver, PCs, Notebooks, Spielkonsolen usw. verfügen immer häufiger über HDMI. Wird mittelfristig alle anderen Video-Anschlüsse vom Markt verdrängen.

HDTV (High Definition Television, zu deutsch: hoch auflösendes Fernsehen): Steht für TV-Ausstrahlungen mit 1.280 x 720 Pixel in Vollbildern (720p) oder 1.920 x 1.080 Pixel im konventionellen Halbbildverfahren (1080i). HDTV-Fernsehsignal lässt sich nur digital über Satellit (DVB-S2) oder Kabel (DVB-C) empfangen.

HTPC (Home Theater Personal Computer): Wird gerne auch als Wohnzimmer-PC bezeichnet. Ein HTPC ist prinzipiell ein normaler PC, dessen einzelne Komponenten im Idealfall so gewählt wurden, dass er möglichst schick (Hi-Fi-artiges Desktop-Gehäuse) und leise (stromsparender Prozessor und Grafikchip) ist und von seinen Abspiel- und Anschluss-Möglichkeiten zum Beispiel einen Blu-ray-Player nebst DVD-Recorder, SAT-Receiver, MP3- und DivX-Player usw. ersetzt und sich dann noch problemlos an einen Flachbildschirm und die Surround-Anlage anschließen lässt.

Fachbegriffe von I bis L

i-Link: Eigentlich nur eine andere Bezeichnung für die aus der PC-Technik bekannte IEEE-1394- bzw. Firewire-Schnittstelle. Wird im Home-Entertainment-Bereich überwiegend zur Bild- und Ton-Übertragung von kleinen DV-Camcordern zum Fernseher oder einem zusätzlich Aufnahmegerät (etwa ein Festplatten-Recorder) benutzt.

IPTV (Internet Protocol Television): Lapidar ausgedrückt steht IPTV fürs Fernsehen übers Internet. Genauer gesagt benötigt man einen Breitbandanschluss wie DSL, einen dazu passenden Router sowie ein Gerät, welches die im Internet abgelegten Sendungen herunterladen und wiedergeben kann. Neben dem PC kann dies auch eine dafür ausgelegte Set-Top-Box sein. Vorteil von IPTV ist, dass man Fernsehsendungen, soweit sie der Sender entsprechend listet, unabhängig von der eigentlichen Sendezeit genießen kann. Nachteil: bereits für normale SDTV-Qualität ist ein schneller DSL-Anschluss von etwa 4 MBit/s nötig, für HDTV sollten es wenigstens 8 MBit/s sein.

Komponente (YUV): Qualitativ beste analoge Übertragungsmöglichkeit für Video. Über Komponente-Anschlüsse werden drei Signale voneinander getrennt übertragen: das Helligkeits-Signal (Y-Signal) sowie zwei Farbdifferenz-Signale (U- und V-Signal). Komponente erkennt man an den drei nebeneinander aufgeführten Chinchbuchsen mit den Farben Grün, Rot und Blau.

Kontrast: Gibt bei Flachbildschirmen und Beamern das maximal mögliche Verhältnis vom dunkelsten Bildanteil (also schwarz) zum hellsten Bildanteil (also weiß) an - je höher desto besser. Gängige Werte bei aktuellen Flachbildschirmen sind derzeit 500:1 (eher schwach) über 2.000:1 (gut) bis über 8.000:1 (sehr gut). Reißerische Herstellerangaben wie 100.000:1 sind zum größten Teil sehr theoretisch und mit echten Messungen seltenst nachzuvollziehen. Andererseits nimmt das menschliche Auge solch Fabelwerte in der Praxis ohnehin nicht wahr.

LCD (Liquid Crystal Displays): LCD heißt auf gut deutsch Flüssigkristall-Display und steht für eine verwendete Technik bei Flachbildschirmen. Durch elektrische Impulse lassen die Flüssigkristalle das Licht der Hintergrundbeleuchtung durchscheinen. Ein darüber liegender Farbfilter sorgt dann für die gewünschte Farbe bei der Bildwiedergabe.

LED Backlight (Leuchtdioden-Hintergrundbeleuchtung): Neue Technik für die Durchleuchtung von LCD-Bildschirmen. Im Vergleich zur vorhergehenden Beleuchtungs-Methode via Kaltkathodenstrahl-Röhren erreicht LED-Backlight einen weit höheren Kontrast und eine gleichmäßigere Display-Ausleuchtung bei weniger Stromverbrauch.

Fachbegriffe von M bis P

MPEG-1/2/4: MPEG steht als Abkürzung für ein Technikergremium namens Moving Picture Experts Group. Die MPEG entwickelte MPEG-1/2/4, um digitale Bild- und Tonsignale effektiv aber möglichst verlustfrei zu komprimieren, um es Platz sparender abspeichern oder schneller übertragen zu können. MPEG-1 wurde einst auf heute kaum mehr benutzten Video-CDs (VCD) verwendet. Für DVDs und digitales Fernsehsignal über Kabel und Satellit kommt MPEG-2 zum Einsatz. MPEG-4 findet sich auf Blu-ray-Disks, HD-DVDs sowie im Übertragungssignal von HDTV-Inhalten wieder.

NTSC (National TV Standards Committee): Nord- und mittelamerikanische Farbfernsehnorm (Gegenstandard zum europäischen PAL), welche bereits seit 1953 existiert. NTSC überträgt pro Sekunde 60 Halbbilder (PAL: 50 Halbbilder oder 50 Hz) und zeigt auf der Mattscheibe 480 Zeilen (PAL: 576 Zeilen). NTSC ruckelt durch die 60-Hertz-Übersetztung bei langsamen Kameraschwenks und gilt zudem als äußerst anfällig für Farbfehler. Deshalb sagen Europäer zu NTSC auch scherzhaft: Never The Same Color.

OLED (Organic Light Emitting Diodes): Revolutionäre Displaytechnik mit perfekter Bildwiedergabe, leuchtstark, energiesparend und teilweise sogar zusammenrollbar. Geräte mit OLED sind noch rar und sehr teuer - 15-Zoll-Geräte liegen bereits im fünfstelligen Euro-Bereich.

PAL (Phase Alternating Line): PAL existiert seit 1963 und ist die Farbfernsehnorm in Deutschland und vielen weiteren Ländern Europas, Afrikas, Asiens, Südamerikas sowie in Australien. Anders als NTSC überträgt PAL pro Sekunde 50 Halbbilder (NTSC: 60 Halbbilder oder 60 Hz) und zeigt auf der Mattscheibe 576 Zeilen (NTSC: 480 Zeilen). Der Name PAL bedeutet, dass von Bildzeile zu Bildzeile die Phasenlage des Farbsignals wechselt. PAL gilt technisch gesehen als der reifere Farbfernseh-Standard gegenüber NTSC.

Pay-TV: Private Fernseh-Sender mit exklusivem Inhalt versuchen ihr investiertes Geld durch Bezahlfernsehen in Gewinn umzuwandeln. Bekannte Sender sind etwa Premiere, Arena, Kabel Digital Home, Unitymedia, Maxdome oder auch Viacom mit MTV und VH1. Bezahlt wird in der Regel pauschal über eine bestimmte Vertragslaufzeit oder auch für einzelne Filmbestellungen. Zum Empfang ist stets eine digitale TV-Verbindung über Kabel oder Satellit nötig sowie eine Dekoderbox, in die man mit einer vom Sender zugesandten Entschlüsselungskarte die bezahlten Programme entschlüsseln kann. Manchmal ist die Dekoderbox mit dem dazugehörigen Einschub für die Entschlüsselungskarte bereits in Consumer-Geräte integriert, etwa SAT/Kabel-Receiver, DVD-Recorder oder neuerdings sogar Flachbild-Fernseher.

Pixel: Bei Flachbildschirmen die Bezeichnung für einen Bildpunkt, der gewissermaßen die Rasterung eines Displays vorgibt. Abhängig von der Auflösung und der Bildschirmdiagonale kann ein Pixel größer oder kleiner ausfallen. Ein Gerät mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 beherbergt 2.073.600 Pixel, ein Fernseher mit 1.366 x 786 lediglich 1.073.676. Man kann sich also leicht vorstellen, dass wenn ein und dieselbe Bildschirmfläche mit zwei unterschiedlichen Auflösungen belegt wird, dass bei niedriger Auflösung die Pixel entsprechend größer sein müssen, was sich wiederum auf die Entfernung zwischen TV-Gerät und Zuschauer auswirkt, damit die Rasterung nicht ins Auge sticht. Übrigens besteht ein Farbpixel aus drei Subpixeln, unterteilt in Rot, Grün und Blau, mit denen dann das gesamte Farbspektrum wiedergegeben werden kann.

Plasma: Eine zu LCD konkurrierende Display-Technik im Flachbild-Fernseherbereich. Hier sind die Pixel mit Edelgasen (Neon, Xenon) gefüllt. Eine angelegte Spannung versetzt das Gas in der Pixelzelle in einen Plasmazustand und animiert somit die darüber liegende Phosphorschicht entsprechend zum leuchten. Cineasten loben an Plasmabildschirmen den im Vergleich zu LCD plastischeren und kontrastreicheren Bildeindruck.

Fachbegriffe mit S

S-Video: Qualitative Verbesserung gegenüber der Composite-Video-Übertragung. Hier wird das Farbsignal (auch C-Signal) vom Helligkeitssignal (auch Y-Signal) getrennt übertragen, was sie unanfälliger gegen Störungen und Verluste macht. S-Video erkannt man an einem vierpoligen Rundstecker/Port, ähnlich wie die PS/2-Verbindung für Maus und Tastatur am PC.

Technik-Lexikon HDTV und Flachbildschirme

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Die Anschluss-Palette eines modernen Flachbild-Fernsehers: Dank Common Interface für Pay-TV, HDMI, S-Video, Composite und Audio (rechts, von oben nach unten) bis hin zu zwei SCART-Eingängen, Komponente-Anschlüssen, weitere HDMI-Ports, Antenne-Buchse sowie ein PC-Eingang über VGA auf der linken Seite lässt sich für fast jedes Perepherie-Gerät ein Buchserl finden.

SCART- oder Euro-AV-Buchse: Seit etwa 30 Jahren die populärste Verbindung zwischen Videoquellen und Fernsehgeräten in Europa - in Japan und USA wird dieser Anschluss nicht verbaut. Je nach Vollständigkeit der Belegung überträgt SCART die Signale FBAS, RGB oder das Komponentensignal YUV. HD-Signale kann SCART nicht übertragen, daher nimmt ihre Wichtigkeit stetig ab. Moderne Zuspieler von DVDs sowie Blu-ray- und HD-DVD-Videos setzen allesamt auf HDMI.

SDTV (Standard Definition Television): Neu eingeführte Abkürzung für die herkömmliche Fernsehübertragung wie PAL, NTSC oder SECAM, um es besser von HDTV unterscheiden zu können.

SECAM (Sequentiel couleur a memoire): Auf gut Deutsch: Sequenzielle Farbe mit Speicher. Farbfernsehnorm aus Frankreich, und ein Äquivalent zu PAL und NTSC. Kommt vor allem in Frankreich selbst sowie in einigen Staaten Osteuropas und Westafrikas zum Einsatz.

Skalierung: Nur wenn ein Blu-ray-Signal auf einem Full-HD-Fernseher wiedergegeben wird, arbeiten beide Geräte mit der jeweils zueinander passenden und nativen Auflösung (1.920 x 1.080). Unter alle anderen Umständen - zum Beispiel Blu-ray auf HD-ready, normales Fernsehsignal auf HD-ready oder Full HD, HDTV auf Full HD oder HD ready - in jedem Fall muss fleißig rauf oder runter skaliert werden. Das heißt, es wird eine andere Pixelzahl simuliert, als in Wirklichkeit vorhanden ist. Dieses Verfahren ist sehr rechenintensiv und führt je nach Qualität des Flachbildschirms oftmals eine enttäuschende Qualität vor Augen, etwa wenn ein Full-HD-Fernseher normales Fernseh- oder DVD-Signal zeigen soll.

Fachbegriffe von U bis Z

USB (Universal Serial Bus): Allzweck-Schnittstelle aus der IT-Welt, mittlerweile aber auch immer häufiger bei Handys, Digi-Cams, MP3-Playern, DVD-Playern, Blu-ray-Playern und TV-Geräten zu finden. Manche Hersteller nutzen einen USB-Port lediglich zum Einspielen neuer Firmwares oder Bug-Fixes. Zumeist lassen sich darüber aber mittels USB-Stick Fotos, Musik und sogar Videos abspielen.

VGA (Video Graphics Array): Bezeichnung für einen mittlerweile in die Jahre gekommenen Grafik-Anschluss aus der PC-Welt, wird aber trotzdem noch gerne als zusätzliche Anschlussalternative bei Flachbildschirmen und Beamern verbaut.

Zoll: Überwiegend verwendete Maßeinheit in der IT- und Home-Entertainment-Branche und somit auch bei Flachbildschirmen. Ein Zoll (oder auch Inch) misst umgerechnet 2,54 cm. Für die geläufigsten Geräteklassen ergeben sich daher folgende metrische Angaben: 32 Zoll = 81 cm, 37 Zoll = 94 cm, 42 Zoll = 106 cm, 50 Zoll = 127 cm.

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