Aber bitte mit Torrent

Teil 2: Tauschbörse Bittorrent

Das zu Grunde liegende Prinzip, das ursprünglich vom Bram Cohen (www.bittor rent.com) entwickelt wurde, ist ebenso einfach wie intelligent. Anstatt wie einst AudioGalaxy, Napster und WinMX auf ein zentrales, serverbasiertes System zu setzen, baut BitTorrent auf einer dezentralen Struktur auf. Der große Unterschied: In serverbasierten File-Sharing-Netzwerken laufen alle ausgetauschten Daten über einen oder mehrere zentrale Rechner. Fällt einer dieser Server aufgrund einer Überlastung aus oder wird er - wie im Falle Napster geschehen - auf Druck der Strafverfolgungsbehörden vom Netz genommen, bricht das ganze File-Sharing- System zusammen.

Tauschbörse Bittorrent

© Archiv

Zahlreiche Clients ermöglichen dem Anwender den Zugang zum BitTorrent-Netzwerk. In der Praxis spielen aber nur vier Programme eine große Rolle.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass serverbasierte P2P-Systeme über kurz oder lang ihren Dienst einstellen oder dass sich die Nutzer durch rigide Zugangsbeschränkungen vor "Unannehmlichkeiten" schützen. Letzteres ist etwa bei DC++ der Fall, einem in Skandinavien immer noch extrem beliebten File- Sharing-Netzwerk, in dem bevorzugt Musikstücke und Filme getauscht werden.

BitTorrent geht - wie übrigens auch die anderen bekannten P2P-Systeme eDonkey 2000, FastTrack und Gnutella - einen anderen Weg: Jeder mit dem Netzwerk verbundene Nutzer ist sowohl Client als auch Server. Dies ist auch maßgeblich für die - im Vergleich zu anderen P2P-Netzwerken - flotte Download-Geschwindigkeit verantwortlich.

Das BitTorrent-Netzwerk kennt zwei Nutzergruppen: Seeder und Leecher. Erstere stellen eine Datei komplett zur Verfügung, die Leecher laden sie herunter. Im BitTorrent-Universum ist Leecher (von leech, zu Deutsch Blutsauger) im Gegensatz zu anderen File-Sharing- Systemen jedoch keine abfällige Bezeichnung für Personen, die regelmäßig von anderen Usern laden, ohne selbst Inhalte zur Verfügung zu stellen. Schließlich basiert das Grundprinzip darauf, dass jeder User, der eine Datei im BitTorrent-Netzwerk lädt, die Datei gleichzeitig den anderen Nutzern zur Verfügung stellt. Ist die Datei komplett geladen, ist aus dem Leecher ein Seeder geworden. Die Netiquette verlangt nun vom Seeder, dass er die geladene Datei noch eine Weile zur Verfügung stellt, so dass auch die anderen Nutzer die Datei komplett laden können.

Damit die Leecher aber wissen, welche Seeder die gewünschte Datei zur Verfügung stellen, müssen sie Kontakt mit einem als Tracker bezeichneten Server aufnehmen, auf dem ein spezielles PHP/MySQL-Skript wie BtitTracker (www.btiteam.org) oder das Apache-Modul mod_bt (www.crackerjack.net/mod_bt). Nutzer, die beispielsweise das kostenlose Betriebssystem Ubuntu 6.10 (www. ubuntu.com) testen möchten, laden von der Hersteller-Homepage die Datei ubuntu-6.10- alternate-i386.iso.torrent herunter und öffnen sie mit einem BitTorrent-Client. Der grundlegende Aufbau solcher .torrent-Dateien ist in den Spezifikationen des Protokolls festgelegt.

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