Yahoos Äffchen lässt die Homepage leben

Teil 2: Suchmaschinen-Optimierung

  1. Suchmaschinen-Optimierung
  2. Teil 2: Suchmaschinen-Optimierung

Aussehen per PHP festlegen

Das Aussehen und was angezeigt wird, bestimmen Sie im nächsten Schritt Appearance. Eingesetzt wird dabei PHP, verwenden lassen sich aber nicht alle Funktionen, sondern nur eine Auswahl von sicheren - so lassen sich beispielsweise keine Cookies setzen oder ähnliche Aktionen durchführen. Über ein assoziatives Array bestimmen Sie die Inhalte, die angezeigt werden sollen. Fügen Sie für unsere Beispielapplikation Folgendes in das Textfeld ein.

Wegdesign: Suchmaschinen-Optimierung

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Die Galerie listet die besten Suchmodule auf.

Damit werden immer Schlüssel-Wert-Paare definiert: Der Text, der $ret['dict'][1]['key'] zugewiesen ist, wird direkt so ausgegeben. Dahinter folgt mit dem Index value der Wert, der ausgelesen werden soll. Über Data::get('yahoo:index/dc:language') wird eine Information aus dem Yahoo-Index ausgelesen, in diesem Fall die Sprache der Webseite. Sie müssen diesen Teil auch nicht direkt eintippen, sondern können sich den Code durch Klick auf den entsprechenden Punkt rechts neben dem Textfeld aus dem Data Feed von Yahoo einfügen lassen.

public static function getOutput() {
$ret = array();
$ret['dict'][0]['key'] =
"Kategorie";
$ret['dict'][0]['value'] =
Data::get('yahoo:index/rel:Listing/dc:title');
$ret['dict'][1]['key'] = "Sprache";
$ret['dict'][1]['value'] =
Data::get('yahoo:index/dc:language');
$ret['dict'][2]['key'] = "am";
$ret['dict'][2]['value'] =
Data::get('yahoo:index/rel:Posting/dc:date');
return $ret; }

Jetzt sollten Sie prüfen, ob das Ganze funktioniert. Klicken Sie im unteren Bereich auf Save & Refresh. Im Textfeld sehen Sie die erste Ihrer Test-URLs mit der von Ihnen erstellten Erweiterung. Mit den großen Pfeilen rechts und links können Sie sich durch die anderen Test-URLs klicken.

Im letzten Schritt haben Sie die Option, die Applikation direkt zu testen, oder Sie können sie publizieren und damit für andere nutzbar machen. Wenn Sie das nächste Mal auf die Developer-Seite gehen, dann sehen Sie wieder Ihre Applikationen, die Sie weiterbearbeiten, exportieren oder löschen können.

Basis für Suchmodule

Sie haben hier ein Beispiel gesehen, in dem Informationen aus dem Yahoo-Such-Index angezeigt wurden. Interessanter wird es aber, wenn man speziellere Informationen einblenden kann.

Für die Ausgabe stehen immer die Informationen zur Verfügung, die die Webcrawler von Yahoo ermitteln. Also beispielsweise MIME-Typ, Datum, Größe der Datei, wie Sie bei der Beispielapplikation gesehen haben. Zusätzlich kann der Crawler manche Informationen auswerten, die integriert sind - so Mikroformate, eRDF und (bald) RDFa. Mikroformate sind eine Möglichkeit, Inhalte von Webseiten wie Kontaktinformationen oder Termine auszuzeichnen. Eingesetzt werden hierfür hauptsächlich vordefinierte Klassennamen. So ließe sich eine Kontaktinformation folgendermaßen auszeichnen:

Wenn diese Information so gekennzeichnet ist, erkennt der Yahoo Crawler, dass es sich bei Maria Muster um einen Namen handelt, außerdem wie die zugehörige E-Mail-Adresse lautet und wo das Foto zur Person zu finden ist. Auf diese Informationen können Sie dann auch über Search Monkey zugreifen. Search Monkey unterstützt derzeit neben dem gerade vorgestellten hCard noch weitere Mikroformate: hAtom für syndizierbare Daten, hCalendar für Termine, hReview für Besprechungen und XFN zur Kennzeichnung von Beziehungen zwischen Menschen. Weitere sollen folgen.

<div class="vcard"><div class="fn">Maria Muster</div><a href="mailto:maria@example.com"
class="email">maria@example.com</a><img src="mmuster.jpg" class=
"photo" /></div>

Die andere Möglichkeit, Informationen semantisch auszuzeichnen, ist über RDF (Resource Description Framework). RDF ist eine standardisierte Sprache zur Speicherung von Metadaten über Webressourcen und wird vom W3C betreut. Diese Informationen werden in einer speziellen XML-Syntax normalerweise in separaten Dokumenten gespeichert. eRDF und RDFa sind zwei Modifikationen, die eine Speicherung der RDF-Informationen direkt im HTML/XHTML-Dokument selbst erlauben. eRDF kann in HTML und XHTML eingesetzt werden, ist aber eine abgespeckte Variante von RDF. RDFa kann dasselbe wie RDF, wird aber derzeit noch nicht in Search Monkey unterstützt. Das ist aber für später geplant, wenn "the specification has stabilized in the community". Allgemein kann man sagen, dass RDF erweiterbar ist und deswegen wesentlich mehr kann als Mikroformate. Dafür sind Mikroformate einfacher und schneller zu implementieren.

Sind in den Webseiten die Informationen weder über RDF noch über Mikroformate ausgezeichnet, gibt es noch weitere Möglichkeiten: eine ist Daten-RSS. Das sind mit semantischen Informationen angereicherte Atom-Feeds. Diese können Seitenbetreiber selbst zur Verfügung stellen und über den Yahoo Site Explorer hochladen.

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Die Developer Tools führen den Entwickler Schritt für Schritt durch die Erstellung seiner Applikation.

Außerdem kann man über Custom Data Servicesauch selbst Datenfeeds erstellen - was gerade dann sinnvoll ist, wenn man Suchmodule entwickelt, die auf Informationen aus anderen Webseiten zugreifen. Dabei wird auf XSLT gesetzt, um hier die Informationen aus den Webseiten zu extrahieren.

Auch für die Custom Data Services gibt es einen nützlichen Assistenten. Wenn Sie auf der Startseite von Search Monkey sind, wählen Sie anstelle von Create a New Application den Punkt Create a new data service. Ein Data Service, den Sie auf diese Art erstellt haben, steht Ihnen bei Ihrer nächsten Presentational Application zur Verfügung. Er lässt sich im Bildschirm Data Services hinzufügen und Sie können auf dessen Ergebnisse zugreifen.

Search Monkey ist ein spannendes Tool, um die Suchergebnisse informativer zu gestalten und gleichzeitig ein wichtiger Schritt in Richtung semantisches Web. Man kann gespannt sein auf neue Anwendungen.

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