...DIE SCHLECHTEN INS KRÖPFCHEN!

Teil 2: Spam-Filter im Test

Alle Programme oder Dienste lernen von ihren Anwendern. Sie legen weiße und schwarze Listen an, auf denen die Adressen gespeichert sind, mit denen der Anwender Kontakt hält oder die negativ aufgefallen sind. Aufwändigere Techniken arbeiten mit einem Wortfilter oder sogar mit Signaturen, die regelmäßig per Update kommen. Die modernsten Programme legen individuelle Wortfilter für den Anwender an, die aus jeder Mail lernen. Unser Testsieger heißt GMX Pro. Der Anwender hatte nach der viermonatigen Testphase keinen Ärger mehr mit Spam. Schlechter ist es um den nicht zahlenden GMX-Anwender bestellt. Er muss auf den Textmusterfilter verzichten und seine Blacklist ist begrenzt. So kommen über ein Viertel der Spam-Mails durch.

Spam-Filter im Test

© Archiv

Immer noch geraten zu viele Phishing-Mails unerkannt in die Mailboxen der Anwender. Doch die meisten Spam-Filter leisten gute Dienste.

Der andere Online-Dienst im Test, Web.de, macht keinen Unterschied zwischen zahlenden und Freemail-Anwendern. Im Gegenteil: Der Club markierte gegen Ende des Testzeitraums ein paar gute Mails plötzlich als Spam. So liegt die Endnote des Clubs unter der von Freemail. Bis auf diesen Ausrutscher war das Ergebnis der beiden weitgehend identisch auf mittlerem Niveau.

Etwas besser wäre das Ergebnis von Web.de, wenn der Dienst etwas entscheidungsfreudiger wäre. Denn der Anwender findet drei Bereiche im Posteingang: "Freunde & Bekannte", "Unbekannt" und "Unerwünscht". Nach der Hälfte des Testzeitraums war der Ordner "Freunde & Bekannte" spamfrei - eigentlich sehr gut. Im Test hatten wir aber das Problem, wie wir den Zwischenordner "Unbekannt" bewerten: Spam oder nicht Spam? Wir entschieden uns für folgendes Vorgehen: Einerseits gelten die Spam-Mails im Ordner "Unbekannt" als nicht erkannter Spam, da der Anwender den Ordner ebenso wie seinen "Freunde"-Ordner genau prüfen muss. Er hat keinen Vorteil davon. Andererseits gelten gute Mails in diesem Ordner auch nicht als falsch gelöscht.

Die beiden großen Mailprogramme, Outlook und Thunderbird, bringen eigene Spam-Filter mit. Thunderbird-Anwender benötigen definitiv keinen weiteren Spam-Filter. Der lernfähige Blocker im Programm drückt das Spam-Aufkommen deutlich unter 5 Prozent. Auch Outlook-Anwendern wird geholfen, da der Filter aber nicht lernfähig ist, blieb der Wert bei um die zehn Prozent stecken. Außerdem schwächelt er bei Konto-Phishern. Hier macht ein externer Filter Sinn.

Spam-Filter im Test

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Fieser Trick: Die Web-Adresse, die der Anwender anklicken soll, wird über Google umgeleitet und sieht so vertrauenswürdig aus.

Von diesen testeten wir Norton Anti Spam und die Freeware Spamihilator. Norton pendelte sich zügig auf einen sehr guten Wert ein und erreichte Platz zwei im Test. Unser Sorgenkind hieß dagegen Spamihilator, das wir aus vorherigen Tests als gutes Programm kennen. Aber es ließ sich diesesMal nicht so konfigurieren, dass es aus Newslettern lernt. Es löscht diese penetrant, ohne die Möglichkeit, sie in den Lernbereich zu bekommen - obwohlwir die Einstellungen "Lerne automatisch von Newslettern" und "Lerne automatisch von wiederhergestellten Mails" aktiviert hatten. So kam es, dass viel zu viele Mails falsch gelöscht wurden.

Der Anwender würde die betroffenen Newsletter in Wirklichkeit per Hand auf die weiße Liste setzen. Aber das war nicht der Sinn unseres Tests: die eigenständige Lernfähigkeit zu überprüfen.

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