Projektplanung leicht gemacht

Teil 2: Schritt für Schritt zum Webauftritt

  1. Schritt für Schritt zum Webauftritt
  2. Teil 2: Schritt für Schritt zum Webauftritt

Eine Bereicherung stellt es dar, wenn die Besucher einer Website nicht nur in einer passiven Konsumentenrolle stecken, sondern miteinander oder mit dem Betreiber interagieren können. Hier gilt es zu entscheiden: Sind interaktive Elemente geplant, z.B. ein Gästebuch, ein Forum oder ein Chat? Richten Sie einen Onlineshop ein, bedarf es eines Warenkorb-Systems. Sollen die Besucher Fragen stellen können, benötigen Sie entsprechende Feedback-Formulare. Dies alles beinhaltet Chancen und Risiken. Chancen, weil beispielsweise ein fester Chat-Termin das Portfolio einer Beratungsstelle um ein anonymes Online-Angebot bereichern kann. Risiken, weil interaktive Elemente zeitaufwändiger in der Pflege sind und missbraucht werden können.

Schritt für Schritt zum Webauftritt

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Inhalt

Nachdem Sie sich Klarheit darüber verschafft haben, welche Funktionen Sie auf Ihrer Site anbieten wollen, geht es um die Frage, welche Informationen Sie anbieten wollen. Erstellen Sie eine Liste mit allen geplanten Seiten. Zuerst einmal benötigen Sie eine Einstiegsseite (Homepage) für Ihr Angebot. Von dort werden Sie auf mehrere Unterseiten verweisen wollen.

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Vergessen Sie in diesem Zusammenhang nicht das in vielen Fällen vorgeschriebene Impressum. Onlineshops müssen darüber hinaus ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) bereitstellen. Zusätzliche Informationen wie Anfahrtsskizze, Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie Reklamationsablauf sorgen für ein gesteigertes Kundenvertrauen. Versetzen Sie sich auch in die Lage Ihrer künftigen Besucher und fragen Sie sich, welche Informationen diese von Ihnen erwarten.

Soll die Website wiederholte Besuche erkennen, müssen Sie ferner Registrierungsseiten anbieten, Cookies einsetzen und sich für den Fall wappnen, dass Kunden ihr Passwort vergessen oder im Browser die JavaScript-Funktion ausschalten.

Grobkonzept

Natürlich besitzen Sie einen Computer, aber beim Skizzieren des Grobkonzepts geht nichts über ein Blatt Papier, Bleistift und Radiergummi. Legen Sie neben der Site-Struktur fest, wie die Navigation aussieht und wie viele Ebenen sie haben soll. Damit wird gleichzeitig die Grundlage der Benutzerführung gelegt. In diesem Stadium lassen sich die verschiedenen Entwürfe noch kostenlos bzw. mit geringem Kostenaufwand validieren, ohne dass eine Seite gestaltet oder programmiert werden muss. Sobald das Grobkonzept steht, kann mit den ersten Entwürfen für das Layout und mit der technischen Umsetzung begonnen werden.

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Wenn Sie Wert auf Professionalität legen, sind kostenlose Angebote kaum geeignet.

Feinkonzept

Steht das Grobkonzept, geht es an dessen detaillierte Ausarbeitung. Im so genannten Feinkonzept werden die einzelnen Template-Seiten genau beschrieben. Auch die eingesetzten Mittel und Werkzeuge sowie die einzusetzenden Techniken werden hier festgelegt. So werden auf einer Webseite oft komplexe Prozesse umgesetzt, deren Ablauf sich über mehrere Schritte erstreckt. Die Funktionsweise wird im Feinkonzept anhand von Ablaufdiagrammen und Ablaufbeschreibungen genau beschrieben.

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Kostenlose Templates lassen sich den eigenen Vorstellungen anpassen und mit Inhalten füllen.

Da es sich bei diesen Prozessen oftmals um Geschäftsprozesse handelt, die nicht nur über die Webseite abgewickelt werden, ist es wichtig sie so zu konzipieren und zu implementieren, dass sie vorhandene Schnittstellen zu bestehenden Systemen benutzen können. Das fertige Feinkonzept sollte vor der Umsetzung evaluiert und umfangreicheren Usability-Tests unterzogen werden, da in dieser Phase Änderungen meist noch leicht vorgenommen werden können.

Kosten und Zeitaufwand

Ist die Konzeptionsphase abgeschlossen, gilt es, mit dem Taschenrechner überschlägig die einmaligen und die laufenden Kosten zu ermitteln. Ein Webauftritt lässt sich zwar – einen Internetzugang und kostenlosen Webspace vorausgesetzt – auch ohne weitere Kosten realisieren. Wenn Sie aber Wert auf ständige Erreichbarkeit, zuverlässige Serviceleistungen und einen eigenen Domainnamen legen, dann führt an einem professionellen Anbieter bzw. einem eigenen Server kein Weg vorbei.

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In diesem Zusammenhang stellen sich auch Fragen wie: Wer wartet den Server? Reicht das eigene technische Verständnis bzw. das der Mitarbeiter aus? Wie viel Arbeitszeit muss man zur Einrichtung und Pflege der Website aufwenden? Machen Sie sich klar, dass hierfür ein entsprechender Zeitrahmen neben der normalen Arbeit zur Verfügung stehen muss. Es ist eine Illusion zu glauben, die Arbeit sei mit der einmaligen Erstellung der Website abgeschlossen. Webseiten müssen ständig gepflegt und aktualisiert werden. Und je umfangreicher und interaktiver sie sind, desto größer ist der regelmäßig wiederkehrende Aufwand.

Technische Umsetzung

Nach der sorgfältigen Planung der Website erfolgt die technische Realisierung. Die Webseiten werden meist mit Hilfe eines Texteditors oder eines Layout-Editors erstellt. Für die Arbeit mit einem Texteditor sind allerdings weitaus mehr HTML-Kenntnisse erforderlich. Den höheren Lernaufwand müssen Sie einkalkulieren, wenn Sie die Umsetzung in Eigenregie durchführen wollen. Layout-Editoren lassen sich intuitiver bedienen, erzeugen aber nicht immer exakt den Quellcode, den Sie erwarten. Jedes Programm hat Vor- und Nachteile. Außerdem spielt bei der Auswahl nicht zuletzt der Geldbeutel eine entscheidende Rolle. Viele professionelle Webentwickler setzen übrigens HTML- und Layout-Editoren parallel ein, um von den jeweiligen Vorteilen zu profitieren.

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Planen Sie einen anspruchsvolleren Auftritt, sind CSS-Kenntnisse unabdingbar, und bei interaktiver Gestaltung kommen Sie an Programmiersprachen wie JavaScript, PHP oder MySQL nicht vorbei. Zur Not kann man sich aber auch der vielen Code-Schnipsel oder fertiger Programme im Internet bedienen, die sich auch mit relativ geringen Sachkenntnissen in die eigene Website integrieren lassen.

Baukasten

Bei einem eingeschränkten Budget müssen Sie sich vielleicht von manchen Aspekten Ihres Traumwebs trennen. Anstatt Ihre Homepage selbst zu programmieren, können Sie aber auch vorgefertigte Templates oder Online-Generatoren im Internet benutzen. Teilweise bieten Anbieter wie 1&1 oder STRATO auch gleich das Hosting der auf diesem Weg generierten Seiten an, einige sogar kostenlos. Der Nachteil dieser Lösung besteht allerdings meist darin, dass es nicht immer problemlos möglich ist, den Provider zu wechseln und die Seite mitzunehmen. Zudem steht in der Regel nur eine beschränkte Layout-Auswahl zur Verfügung, sodass die eigene Website mit großer Wahrscheinlichkeit genau aussieht wie Tausend andere auch.

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Das Budget lässt sich aber auch gut drücken, indem Sie auf entsprechende Open-Source- Produkte setzen, die sich individuell anpassen lassen und für die noch nicht einmal Lizenzgebühren zu entrichten sind. Allerdings müssen Sie einige Vorkenntnisse mitbringen und die Zeit haben, um sich einzuarbeiten.

Content-Management-Systeme

Besonders zu empfehlen sind Content-Management-Systeme, auf denen auch viele Online-Baukästen basieren. Sie bezeichnet man auch als Redaktionssysteme, da sie über eine Rechteverwaltung verfügen, die es jedem Mitarbeiter mit der entsprechenden Legitimation erlaubt, bestimmte Teile der Website online zu bearbeiten. Außerdem ist durch die CMS-typische Trennung von Inhalt und Layout der Prozess der Inhaltserstellung von der Website-Programmierung unabhängig und vorab definierte Vorlagen gewährleisten die Einhaltung eines stets gleich bleibenden Layouts. Gleichzeitig ermöglicht die unkomplizierte Veränderung der Vorlagen einen schnellen Relaunch der Website bezüglich des Layouts, ohne dass die Inhalte neu erstellt werden müssen.

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