Metamorphose

Teil 2: (S)VCDs auf DVD kopieren

Eleganter, schneller, aber auch kritischer in Bezug auf Kompatibilität ist die zweite Variante. Während die wenigsten DVD-Standalone-Player Probleme mit SVCD-Dateien auf DVD haben, könnte der Anwender schon an der DVDAuthoring- bzw. Brenn-Software scheitern, die den Trick ahnt und eine Fehlermeldung ausgibt, das gesamte Material neu kodiert oder die Dateien nicht korrekt zu einer DVD weiterverarbeitet. Wenn sie sich allerdings überlisten lässt, haben Sie einen großen Vorteil: Sie können komfortable DVD-Menüs erstellen.

(S)VCDs auf DVD kopieren

© Archiv

Trickserei: DVDPatcher verändert die in einem MPEG-File enthaltenen Format-Informationen, nicht jedoch die eigentlichen Videodaten

Wenn Sie eine SVCD-Videodatei in eine DVDAuthoring- Software hineinladen, sollte diese Ihnen einen Warnhinweis anzeigen, dass das zu importierende Format nicht dem DVD-Standard entspricht. Wenn Sie Glück haben, können Sie diesen Hinweis ignorieren und die Software mit diesem Material ohne Neukodierung weiterarbeiten lassen.

Wenn nicht, hilft meist der folgende Trick: Kopieren Sie die Datei AVSEQ01.MPG aus dem MPEG2-Ordner Ihrer SVCD auf Festplatte. Verwenden Sie anschließend das Tool DVDPatcher von mitglied.lycos.de/dvdpat cher, um die Horizontal Size entweder auf 352 oder 720 zu setzen. Als Patch-Modus genügt meist First header only. Klicken Sie dann auf Patch now!. Importieren Sie die so modifizierte MPEG-Datei in Ihre DVD-Authoring-Software und lassen Sie die DVD zunächst in einen Ordner erstellen. Öffnen Sie die erstellten VOB-Dateien im Unterordner VIDEO_TS mit dem DVDPatcher und setzen Sie die Horizontal Size wieder zurück auf 480 Pixel. Brennen Sie die Daten erst dann auf einen DVD-RW-Rohling und probieren Sie die Scheibe auf Ihrem Standalone-Player aus. Von Nachteil ist allerdings, dass durch die gepatchte Auflösung das Video beim Authoring meist falsch dargestellt wird. Wird im Videofenster überhaupt nichts Sinnvolles angezeigt, erschwert das das Setzen von Kapitelmarkierungen. Auch die Menüerstellung muss gegebenenfalls in externen Bildbearbeitungsprogrammen erfolgen, da die Vorschaubilder in den Buttons falsch dargestellt werden.

Der perfekte Video-Genuss von SVCDs auf DVD wird dadurch getrübt, dass es die meisten Authoring-Tools nicht erlauben, mehrere MPEG-Dateien aneinanderzuhängen. Mögliche Folgen: Für jede SVCD wird ein eigener Menüpunkt angelegt, und nach der ersten SVCD wird nicht die zweite abgespielt, sondern zuerst zum Menü zurückgesprungen. Selbst wenn Ihnen die DVD-Authoring-Software die Möglichkeit bietet, gleich den nächsten Menüpunkt abzuspielen, bleibt je nach Player eine Pause von ein paar Sekunden zwischen den beiden Teilen der Aufnahme. Oder die Authoring- Software hängt die Video- und Audio-Spuren einfach zusammen und übersieht dabei, dass die Audio-Spuren nicht genauso lang sind wie die Video-Spuren. Die Folge: Ab der zweiten SVCD sind Bild und Ton nicht mehr synchron.

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