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Teil 2: Risiko: Verstaubter PC

Was war es denn nun, werden Sie fragen. Um die Spannung endlich aufzulösen: Es war der Prozessorlüfter. Aber kommen Sie erst einmal darauf! Zwei Programme stürzen dauernd ab und es liegt am Lüfter. Die Lamellen des Kühlkörpers, auf dem der Lüfter sitzt, hatten sich im Laufe weniger Monate mit Staub völlig zugesetzt. An einen Abtransport der entstehenden Wärme durch Luftzirkulation war nicht mehr zu denken. Betroffen von diesem Problem sind insbesondere Lüfter mit vielen kleinen Zwischenräumen. In diesen setzen sich immer mehr Staubpartikel fest, an denen sich weitere anhaften. Irgendwann ist der Kühlkörper zu, der Prozessor wird zu heiß und Windows geht in die Knie.

Deshalb sollte regelmäßig die Prozessortemperatur kontrolliert werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Hauptplatine des PCs dies unterstützt. Das aber ist in der Regel schon seit über zwei Jahren der Fall. Darüber hinaus muss der Prozessorlüfter über ein dreiadriges Kabel verfügen: Das mittlere dient dabei der Messung der Prozessortemperatur.

Risiko: Verstaubter PC

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Die Temperatur lässt sich besonders einfach mit der kostenlosen Software Motherboard Monitor messen. Das Tool laden Sie von der Seite http://mbm.livewiredev.com auf Ihren Rechner, indem Sie auf einen der dort aufgelisteten Server klicken. Installieren Sie das Programm, indem Sie doppelt auf die gespeicherte EXE-Datei klicken und den weiteren Schritten folgen. Sämtliche Voreinstellungen sind dabei zu übernehmen. Am Schluss des Setup startet der Einrichtungsassistent ("Configuration Wizard") mit einem Klick auf "Next/Next".

Im nächsten Schritt wählen Sie den Hersteller Ihres Mainboards sowie das genaue Modell aus der Liste im Programm. Wissen Sie nicht, welches Board in Ihrem Rechner eingebaut ist, schauen Sie im Handbuch des Rechners nach. Ist das verlegt, hilft das Diagnose- Programm Aida32, das sich in unserem Download-Bereich finden. Lassen Sie den Einrichtungsassistenten des Motherboard Monitors dabei geöffnet! Nach Abschluss des Setup startet Aida32 automatisch und zeigt die genaue Boardbezeichnung nach Klicks auf "Motherboard/Motherboard" an. Nach Auswahl des genauen Typs im Motherboard Monitor beenden Sie Einrichtung mit "Next/Next/Finish" und booten Ihren Rechner anschließend neu.

Risiko: Verstaubter PC

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Nach dem Starten des Überwachungstools über "Start/Alle Programme/MBM 5/MBM 5" erscheinen rechts unten am Bildschirm zwei bzw. drei Temperaturen. Fahren Sie mit der Maus über das Icon, blendet Windows daraufhin zusätzlich zu den Werten die Erklärung ein: Der Wert hinter "CPU" (Central Processing Unit = Hauptprozessor) ist der wichtige. Mit einem Rechtsklick auf die eingeblendeten Werte und Auswahl von "Dashboard" erscheint die CPUTemperatur links oben noch übersichtlicher. Anhand des Farbschemas lässt sich bereits groß ersehen, ob der Prozessor zu heiß ist.

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Unter zu viel Hitze leiden vor allem schnelle Duron- und Athlon-Prozessoren von AMD. Im Normalbetrieb sollte der Wert bei diesen CPUs nicht über 55 Grad Celsius liegen, bei rechenintensiver Volllast nicht über 65 Grad. Im oben geschilderten Fall waren zeitweise 74 Grad!

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