Open-Source-Datenbanken

Teil 2: Preiswerte Alternativen zu MySQL

Genau diesen Problemen nimmt sich die InnoDB-Storage-Engine an, die beides unterstützt, allerdings noch einige Schwächen in Bezug auf Transaktionen und Lastverhalten besitzt. Interessanterweise wird InnoDB von einer Tochterfirma des Datenbank-Branchen-Primus Oracle entwickelt.

Um unabhängiger von anderen Parteien zu sein, wurde vor einiger Zeit das Projekt Falcon aus der Taufe gehoben, mit dem Ziel eine transaktionssichere Storage-Engine zu entwickeln, die allen Anforderungen, auch unter hohem Lastaufkommen, gerecht wird.

Falcon soll mit der Veröffentlichung der Version 6.0 verfügbar sein. In den letzten Monaten gab es allerdings immer wieder unklare Signale bezüglich der Weiterentwicklung. So hat beispielsweise der Hauptentwickler der Engine Jim Starkey das Unternehmen verlassen, um sich anderen Projekten zu widmen.

Trotz aller Kritikpunkte mausert sich My SQL mit jeder Version auch im Unternehmensumfeld immer mehr zu einer ernst- zunehmenden Alternative zu etablierten Datenbank-Systemen wie Oracle, Sybase, DB2 oder anderen kostenpflichtigen Lösungen.

Gerade der für Unternehmen wichtige Support kann durch verschiedene Enterprise-Lizenzen erworben werden. Im Webbereich hat MySQL von Haus aus eine dominante Stellung, wohl keine Webanwendung kommt ohne Unterstützung dieser Datenbank aus.

Pro & Contra: MySQL

+ Hohe Performance + Hohe Verbreitung, guter Support + Breite Palette an Tools - Unklare Weiterentwicklung einzelner Storage-Engines - Fehlende Unterstützung von XML

PostgreSQL

Ähnlich wie MySQL kann auch Postgre-SQL () auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Wurzeln reichen zurück bis Anfang der Achtzigerjahre, als die Software als universitäres Projekt gestartet wurde.

Aus diesen Tagen stammt die Verwandtschaft mit dem Datenbank- System Ingres, das auf dem Postgre SQL basiert. Seit dem Jahr 1997 wird PostgreSQL als Open-Source-Projekt unter der sehr liberalen BSD-Lizenz geführt.

Open-Source-Datenbanken

© Archiv

Auch fu?r PostgreSQL steht eine breite Palette an komfortablen Werkzeugen zur Verfu?gung.

PostgreSQL ist ein reines Open-Source-Projekt. Anders als die Entwicklung von MySQL sind hier weder feste Vorgaben was die weitere Entwicklung betrifft, noch finanzielle Aspekte die treibende Kraft. Die Entwickler arbeiten an Funktionen, die benötigt werden oder zu denen sie gerade die Lust verspüren. Eine langfristige Planung ist hier nur schwer abzusehen.

Seit der Version 8 wird auch Windows ab Windows 2000 native unterstützt. Ansonsten ist die Software für alle populären Unix-basierten Betriebsysteme verfügbar. Durch die Unterstützung von Windows hat PostgreSQL einiges an Popularität hinzugewonnen.

Betrachtet man die Funktionalität, so gibt es fast nichts an PostgreSQL auszusetzen. Alle wichtigen Funktionen sind mit an Bord. Ausgefeilte Rechteverwaltung ist ebenso vorhanden, wie volle Unterstützung von Transaktionen, Triggern und Stored Procedures. Letztere können sogar in verschiedenen Programmiersprachen geschrieben werden.

So wird neben dem weit verbreiteten PL/SQL auch Python, Perl und PHP als Programmiersprache für Stored Procedures unterstützt. Andere, wie beispielsweise Java, lassen sich nachrüsten.

Die Software kann zudem mit Erweiterungen aufwarten, die eine vollwertige Volltextsuche und Unterstützung von geografischen Daten zur Verfügung stellen. Auch die Speicherung von XML in der Datenbank wird im Gegensatz zu MySQL unterstützt. Zur Abfrage kann sowohl SQL, XPath oder eine Kombination beider zum Einsatz kommen.

Gerade für all diejenigen, die mit vielen XML-Daten arbeiten, ein nicht zu unterschätzender Vorteil. In Sachen Sicherheit kann PostgreSQL im Vergleich zu MySQL ebenfalls punkten, so lassen sich neben Einzelbenutzer auch eine rollenbasierte Rechtevergabe realisieren. Über eine Konfigurationsdatei kann zudem sehr flexibel festgelegt werden, welche Rechner, IP-(Sub)Netze oder Benutzer, mit welchem Anmeldeverfahren auf die Datenbank zugreifen dürfen.

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