Bankroll Management

Teil 2: Poker: Bankroll Management

  1. Poker: Bankroll Management
  2. Teil 2: Poker: Bankroll Management

Die richtige Stufe für Sie

Wenn Sie Poker richtig starten wollen, überlegen Sie sich zuerst, wie viel Geld Sie für Ihren Bankroll investieren möchten. Natürlich gehen wir davon aus, dass Sie dieses Geld vermehren. Spielen Sie dennoch einmal den Gedanken durch, wie es für Sie wäre, wenn Sie diese Investition vollständig verlieren würden. Haben Sie die Investition als Spiel-geld übrig oder würde ein Verlust Ihr Leben entscheidend beeinträchtigen? Wenn Ihre Investition zu viel für Sie ist, reduzieren Sie sie auf eine Stufe mit der Sie leben können. Natürlich hat jeder Spieler einen anderen Hintergrund und unterschiedlich viel Kapital zur Verfügung. Ob Sie mit $0 oder $100.000 starten, bleibt Ihrem Konto und Ihrer Entscheidung überlassen. Wenn Sie mit Pokern allerdings erst angefangen haben, sparen Sie sich die großen Investitionen für eine Zeit, in der Sie mehr Erfahrung gesammelt haben und besser spielen. Gehen wir einmal davon aus, ein Spieler hat $600 als Startkapital zur Verfügung und möchte mit dem Pokern anfangen. Er plant pro Woche neben seinem Job zehn Stunden zum Spielen ein. Ob Ihnen das viel oder wenig vorkommt, oder vielleicht sogar genau zu Ihnen passt, dürfen Sie selbst entscheiden.

Poker: Bankroll Management

© Archiv

Dieser Spieler möchte nun berechnen, auf welchem Limit er spielen kann, abhängig von seiner Bankroll. Er nimmt also sein Kapital und berechnet die Big Bet mit der oben genannten Formel und geht davon aus, dass er eine Big Bet pro Stunde gewinnen kann. $600 : 300 x 1 = $2. Er hat somit berechnet, dass er das Kapital hat, um an einem Limit-Tisch mit dem Tarif $1/$2 zu spielen. Nun kann er an einem solchen Tisch Platz nehmen und beginnen sich an die Gegner auf diesem Level zu gewöhnen. Die Tabelle auf der vorigen Seite besagt, dass der durchschnittliche Pot rund $10 beträgt. Maximal wird er $24 in einer Hand investieren müssen. All das sind im Vergleich zu seinen $600 Kapital recht kleine Werte, die verdeutlichen, dass er ein großes Polster hat und sehr viele Bad Beats ertragen müsste, um pleitezugehen.

Alternativ kann man jetzt für den gleichen Spieler berechnen, welchen Tarif er bei No Limit Hold'em spielen kann: $600 : 100 : 20 = $0,30. Damit kann er an Tischen Platz nehmen mit dem Tarif $0,10/$0,25 oder $0,15/$0,30. Auch für Turniere schauen wir uns das Ergebnis an. Sit'n'Gos kann er bis zu einem Buy-in von $600 : 40 = $15 spielen während ihm sein Bankroll Multi-Table-Turniere bis zu einem Buy-in von $600:75 = $8 erlaubt.

Für Cashgames sollte sein angepeilter Gewinn, wie oben beschrieben, langfristig bei einer Big Bet pro Stunde liegen. Die $2 Profit wirken sicherlich recht niedrig als Stundenlohn. Allerdings ist es für unseren Anfänger bereits eine Kunst Poker eine Stunde lang zu spielen und nicht zu verlieren. Außerdem hat niemand nach dem Kindergarten gleich ein Managergehalt bezogen. Jeder muss jetzt auch erst einmal durch die Schule, und kann am Ende Geld verdienen. Die $2 sind sozusagen das Taschengeld. Unser Spieler hat nun einige Wochen auf diesem Niveau gespielt und sich dabei auch verbessert. Anfangs hatte er einen durchschnittlichen Gewinn von $0,50 pro Stunde, inzwischen hat er die $2-Marke sogar ein wenig überschritten und insgesamt seinen Bankroll auf $750 aufgestockt, also einen Profit von $150 gemacht. Er will nun wissen, wie lange er noch spielen muss, um das Kapital zu besitzen damit er einen höheren Tarif spielen kann. Der nächste höhere Tarif ist $2/$4. Die Big Bet ist also $4, multipliziert mit 300 ergibt $1.200, die er als Bankroll benötigt. Er muss folglich weitere $450 Gewinn machen, um es sich leisten zu können, den Tarif $2/$4 zu spielen. Wenn er den Schnitt von $2 Gewinn pro Stunde hält, hat er nach 225 Stunden sein Ziel erreicht und kann eine Stufe höher spielen. Behält er sein Tempo bei und spielt weiterhin zehn Stunden pro Woche, dauert es über fünf Monate bis er dort angekommen ist. Bis dahin hat er eine Menge wichtiger Erfahrung gesammelt.

Zum Vergleich: Schafft er es an zwei Tischen gleichzeitig erfolgreich zu spielen kann er die Zeit bis zum nächsten Tarif auf unter drei Monate verkürzen!

Acht Grundregeln für das Money Management

Acht Pokerregeln

  1. Spielen Sie auf einem Niveau, bei dem Sie keine Angst haben müssen, Bankrott zu gehen.
  2. Benutzen Sie die Faustregeln, um zu bestimmen auf welchem Limit Sie spielen können.
  3. Wenn Sie gut spielen und die Gegner Ihnen liegen, bleiben Sie am Tisch, selbst wenn Sie anfangs verlieren.
  4. Das Gegenteil von Regel 3 - wechseln Sie den schlechten Tisch, auch wenn Sie gewinnen.
  5. Vermeiden Sie zu tilten. Erkennen Sie die Anzeichen bei sich und hören rechtzeitig auf.
  6. Wenn Sie eine größere Menge Geld verlieren, verwenden Sie Regel Nr. 2 erneut und gehen ein oder mehrere Limits herunter, bis Ihre Bankroll wieder zu den Blinds passt.
  7. Führen Sie Buch, wie viele Stunden Sie spielen und welche Profite/Verluste Sie machen.
  8. Spielen Sie nur, wenn Sie sich danach fühlen und mental vorbereitet sind.

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