Online im Urlaub

Teil 2: Mit dem Notebook unterwegs im Netz

Tipp 3 - Am Hotspot anmelden

Die Anmeldung am Hotspot ist ganz leicht. Zunächst befolgen Sie die Tipps aus unserem Mini-Workshop "WLAN verbinden mit XP und Vista". Da die meisten Hotspots unverschlüsselt arbeiten, kommen Sie dabei ohne lästige Schlüssel- Eingabe ans Ziel. Ist die WLAN-Verbindung hergestellt, öffnen Sie Ihren Browser und rufen eine beliebige Webseite auf.

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Über das Bügelschloss-Symbol zeigt Internet Explorer 7 eine gesicherte SSL-Verbindung an.

Bei kostenpflichtigen Zugängen und in vielen Hotels werden Sie automatisch auf die Homepage des Hotspots umgeleitet. Dort müssen Sie einen Zugangscode eingeben. In Hotels finden Sie diesen auf den im Zimmer ausgelegten Unterlagen, über das Hotel-Fernsehen oder an der Rezeption. An öffentlichen Hotspots, beispielsweise in einem Cafe, können Sie den Zugangscode an der Kasse oder direkt online kaufen. In manchen Lokalen wird ein zeitlich begrenzt gültiger Code einfach auf den Kassenbeleg aufgedruckt.

Ein Sonderfall sind die Hotspots großer Provider. Kunden dieser Dienste stehen die Hotspots oft automatisch offen, zumindest für eine begrenzte Zeitspanne. Die darüber hinausgehende Nutzung wird mit der Monatsrechnung bezahlt. Zum Login benötigen Sie Ihre Internet-Zugangsdaten, Ihre Kundennummer, ein gesondertes Passwort oder Ähnliches. Erkundigen Sie sich vor der Reise bei Ihrem Provider nach zugänglichen Hotspots und den notwendigen Zugangsdaten.

Tipp 4 - WLAN-Zugang absichern

Das Problem bei öffentlichen Hotspots ist die fehlende Funk-Verschlüsselung. Alle Daten, die Ihr Notebook mit dem WLAN-Access-Point austauscht, lassen sich von anderen Hotspot-Nutzern mit einfachen Mitteln abhören. Doch gibt es Tricks, mit denen Sie das Risiko minimieren können.

Besonders kritisch wird es dann, wenn Sie sich mit Zugangsdaten einloggen, beispielsweise beim Homebanking oder beim Mailen. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Browser-Verbindung verschlüsselt ist. Das erkennen Sie an einem Bügelschloss-Symbol, das Sie je nach Browser in der Adressleiste oder in der Statuszeile am unteren Fensterrand finden. Bei vielen Freemail- Diensten können Sie diese so genannte SSL-Verschlüsselung aktivieren, indem Sie auf der Login-Seite auf "Sichere Verbindung", "gesichertes Login" oder einen ähnlichen Link klicken. Fehlt dieser, stellen Sie der URL statt des gewohnten "http://" probeweise ein "https://" voran. Das klappt zum Beispiel bei Web.de, während derselbe Trick bei GMX nur mit "https://www.gmx.net" statt ".de" funktioniert. Gibt es keine Möglichkeit zum gesicherten Login, sollten Sie auf die Nutzung des Dienstes am Hotspot verzichten.

Tipp 5 - Sicher per VPN-Verbindung

Einzelne Websites nach einer gesicherten Login- Möglichkeit abzuklappern, kann recht mühsam sein. Mit seinem Dienst unter "OpenVPN" bietet der Anbieter Hotsplots.de eine elegante Alternative. Nach Installation der OpenVPN-Software auf dem Notebook baut diese einen verschlüsselten Netzwerktunnel zwischen Notebook und dem Hotsplots-Server auf, durch den alle Daten, die Sie mit dem Internet austauschen, hindurchwandern.

Damit schützen Sie sich wirksam vor den neugierigen Blicken anderer Hotspot-Nutzer und auch denen des Hotspot-Betreibers selbst. Hotsplots setzt eine kostenfreie Registrierung voraus, die Einrichtung ist auf der angegebenen Website ausführlich und in deutscher Sprache erläutert. Wenn Sie OpenVPN unter Vista nutzen möchten, beachten Sie die Tipps unten auf der Hotsplots-Seite, von der Sie Ihren persönlichen WLAN-Schlüssel herunterladen. Alternativ bietet sich das englische Hotspot Shield an.

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Beim Setup von Hotspot Shield deaktivieren Sie die Toolbar, um sich vor Werbung zu schützen.

Tipp 6 - Einwahl per Handy

Steht kein WLAN zur Verfügung, bleibt als mobile Alternative nur noch die Einwahl per Handy. Der Online-Zugang erfolgt hierbei über GPRS oder UMTS und setzt eine Verbindung zwischen Notebook und Handy voraus, z.B. über Bluetooth oder USB. Die konkrete Vorgehensweise unterscheidet sich dabei nicht nur je nach Handy-Modell und Windows- Version, sondern ist sogar abhängig von Treiber- Versionen. Mögen Hersteller-Hotline und Foren wie noch beim Umschiffen dieser Klippen helfen, so vergeht vielen Nutzern der Spaß angesichts der auf den Urlaub folgenden Handy-Rechnung. Erkundigen Sie sich vor der Abreise bei Ihrem Mobilfunk-Anbieter nach dessen Auslands-Partnernetzen und den dort anfallenden Online-Kosten. Manchmal lassen sich mit aktuellen Tarif-Angebote Verbindungsgebühren sparen. Achten Sie vor Ort darauf, dass sich Ihr Handy auch wirklich im richtigen Mobilfunknetz einbucht. Wie das geht, verrät das Handbuch.

Mehr Tipps und wie Sie eine Funkverbindung mit Windows Vista und XP herstellen, finden Sie auf Seite 3...

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