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Kleine und mächtige Tools für Google Microformats und RDFa – Einfachere Verschlagwortung für Google

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Wer im Web mit einem offenen Auge für Microformats surft, dem fallen wohl vor allem Tags auf. Beispielsweise verwendet Amazon sowohl auf der deutschen als auch auf der englischsprachigen Site ein System, mit dem Nutzer die Produkte taggen können. Diese Tags wiederum verweisen auf eine Seite mit Informationen zu dem Tag.

Für eine CD von Joe Cocker gibt es beispielsweise passend das Tag joe cocker. Und für diese Art von Tags hat microformats.org ein (X)HTML-Attribut des a-Tags verwendet: rel (). Es steht für relationship, also Beziehung. Die Beziehung besteht darin, dass der Inhalt des Links die Tag-Site des entsprechenden Angebotes ist. Das heißt, mit rel=“tag“ weißen Sie darauf hin, dass der Inhalt beziehungsweise der Link entsprechend getaggt ist.

Praktisch: microformats.org bietet für mehrere Formate eine webbasierte Erstellung.
Praktisch: microformats.org bietet für mehrere Formate eine webbasierte Erstellung.

Die Site, auf die gelinkt wird, enthält dann alle genauso getaggten Werke von Joe Cocker. Hier der entsprechende Quellcode-Ausschnitt von Amazon:

<a rel="tag" getaggt.="" cocker="" joe="" title="Dieses Produkt wurde von einem Kunden mit " href="/tag/joe%20cocker?ref%5F=tag%5Fdpp%5Fcust%5Fitdp%5Ft" style="">joe cocker</a>

Was als Tag verwendet wird, gibt der Link selbst vor. Er wird hier auch dem Namen des Links vorgezogen. Das heißt, die Spezifikation von microformats.org sieht eine URL vor, in der das gewünschte Tag vorkommt. Hier ist das: /tag/joe%20cocker.

Von dieser URL wird allerdings nur der letzte Teil als Tag-Teil ausgewertet. Das erste Verzeichnis /tag/ wäre also nicht notwendig oder könnte anders heißen. Entscheidend ist, dass der komplette letzte Teil, egal, ob mit Schrägstrich am Ende oder nicht für das Tagging herangezogen wird. Das Leerzeichen wird hier als %20 dargestellt. Auch ein + wäre laut Spezifikation denkbar.

Eine wichtige Regel betrifft die Sichtbarkeit: Das Tag-System ist nur für sichtbare Links vorgesehen. Das rel-Attribut ist laut (X)HTML-Spezifikation zwar auch für das link-Tag vorgesehen, darf aber im Microformat- Einsatz nicht dafür verwendet werden. Und auch bei der Formatierung können Sie auf diese speziellen Tag-Links reagieren. Im CSS-Standard ist verankert und auch in modernen Browsern umgesetzt, dass Sie auf Attribute zugreifen und je nach Wert eigene Formatierungen definieren können. So wird also eine eigentlich nur für Maschinen gedachte Aussage auch optisch nutzbar.

rel in Kombination mit tag ist sicherlich der häufigste Einsatzzweck. Die Microformats legen allerdings noch vier andere Werte fest:

directory ist ein Draft, also noch in der Entwicklung. Der Wert deutet an, dass auf ein Verzeichnis verlinkt wird, in dem die aktuelle Site enthalten ist. Die Angabe kann mit dem Wert tag verbunden werden, wenn es sich um ein Ziel mit Tags, zum Beispiel eine Übersicht in einem Blog handelt. In diesem Fall werden die zwei Werte einfach mit Leerzeichen getrennt hintereinander geschrieben.

licence verweist auf eine Lizenz und zeigt damit, unter welcher Lizenz ein Inhalt steht:

<a href="http://creativecommons.org/ licenses/by/2.0/" rel="license">CC 2.0</a>

nofollow ist eine Angabe für Suchmaschinen und Co., die dem Robot sagt, dass dem Link, in dem der Wert angegeben ist, nicht zu folgen ist oder dass er keine Bedeutung fürs Ranking hat.

payment ist ein Draft. Der so ausgezeichnete Link verweist auf eine Bezahlmöglichkeit oder einen Bezahldienst. Die Erläuterungen hierzu sind allerdings noch stark in der Überarbeitung begriffen.

Das rel-Attribut wird also vielfältig genutzt. Es gibt aber noch ein weiteres (X)HTML- Attribut, das sich anbietet: rev. Im Gegensatz zu rel enthält es keine Beschreibung des verlinkten Elements, sondern bezieht sich auf das Dokument, in dem sich der Link befindet oder auf die Funktionsweise des Links selbst.

Ein praktischer Einsatz sind sogenannte Vote-Links, also Links, mit denen der Nutzer sich zwischen verschiedenen Alternativen entscheiden kann. Hierfür hat microformats.org drei Werte definiert (): vote-for für Zustimmung, vote-against für eine Gegenstimme und vote-abstain für eine Enthaltung. Hier ein einfaches Beispiel:

<a rev="vote-for" href="http:// www.addresse.de/umfrage" title="Stimme für Joe!">Ja</a> <a rev="vote-against" href= "http://www.addresse.de/umfrage" title="Stimme gegen Joe!">Nein</a>

RDFa

RDFa ist eine Spezifikation des W3C. Sie hat vor allem ein Ziel: Die komplexe Welt von RDF (Ressource Description Framework) mit semantischen Daten mit der Webwelt, sprich XHTML zu verbinden. Die Entwicklung begann 2004. Mittlerweile ist RDFa eine W3C-Recommendation, hat also den höchsten Status dieses Standardisierungsgremiums erreicht.

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