Was Apple am Mac OS X Snow Leopard wirklich verbesserte

Teil 2: Mac OS X Snow Leopard: Alle Verbesserungen des neuen Apple-Betriebssystems

Sparsamer in Zeit und Platz - die Installation von Snow Leopard

Freude soll bei Mac-Usern bereits beim Installieren aufkommen, daher verstreicht beim Aufspielen auf den Mac nun laut Apple rund 45 Prozent weniger Zeit. Dies dürfte mitunter daran liegen, dass die neue Installations-Disk rund 6 GB bis 7 GB weniger an Daten-Balast (Apple ist sich da selbst nicht ganz einig) mitbringt. Zum Beispiel lässt Apple jetzt einfach die Druckertreiber auf dem Datenträger weg, wo sie Unmengen von Platz rauben und rasch veralten. Der Rechner sucht sich den jeweils passenden Treiber bei Bedarf bei Apple aus dem Internet - was hoffentlich zuverlässiger funktioniert wie unter Windows. Bei der Installation prüft das Betriebssystem alle Programme und steckt verdächtige Anwendungen mit bekannten Kompatibilitätsproblemen in eine Art Quarantäne. Auch Stromausfälle soll Snow Leopard ohne großes Murren oder gar Datenverlusten locker wegstecken

MacOS X Snow Leopard - Apple-Betriebssystem

© Archiv

MacOS X Snow Leopard - Apple-Betriebssystem

Systemneuerungen im neuen Mac OS X 10.6

Mit Snow Leopard verspricht Apple eine um 75 Prozent schnellere Ausschaltzeit. Der Ruhezustand mit aktivierter Bildschirmsperre soll doppelt so rasch beendet werden und das Verbinden mit drahtlosen Netzwerken um bis zu 55 Prozent flotter erfolgen. Backups mit Time-Machine werden bei der ersten Sicherung nun bis zu 80 Prozent flotter gesichert. Umfangreicher ist nun auch die Boot-Camp-Funktion reicher: nun lassen sich zum Beispiel Dateien von der Mac-Partition auch über Windows auslesen. Die Datensynchronisation erweiterte Apple ebenfalls - nicht nur iPhone-Besitzer sondern alle Handy-Benutzer können ihre Daten ab sofort synchronisieren. Netterweise zeigt die Menüleiste nun endlich neben der Uhrzeit ein Datum mit an.

Mac OS X Snow Leopard

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Druckertreiber holt sich das Betriebssystem nun nicht mehr von der Festplatte, sondern aus dem Internet. Bereits installierte Treiber werden dabei stets auf den neuesten Stand gehalten. Text-Fetischisten dürfen sich auf vier neue Schriftarten freuen und wem dass immer noch nicht reicht, der kann mit einem Multi-Touch-Track-Pad sogar chinesische Schriftzeichen malen und erkennen lassen. Des weiteren lassen sich noch Kurzbefehle zur Textersetzung von häufig benutzten Zeichen oder Abkürungen wie © oder "mfg" anlegen. Bei der Suche von WLAN-Netzen zeigt Snow Leopard künftig die Signalstärke mit an.

QuickTime X - längst überfälliges Rework des Apple-Medienplayers

QuickTime heißt jetzt QuickTime X und könnte laut den Beschreibungen Apples nun so aussehen wie ein richtiger, moderner Audio- und Video-Player. So soll etwa eine so genannte Core-Animation-Technologie eine übersichtliche Oberfläche mit Bedienelementen schaffen, die sich bei Nichtgebrauch einfach ausblendet - also so wie man es von anderen Medienplayern eben kennt. Große Vorschaubilder an den einzelnen Kapiteln sorgen außerdem dafür, dass man sich leichter durch einen Film navigiert.

Mac OS X Snow Leopard

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Mit Hilfe einer Webcam und einem Mikrofon - wie in jedem MacBook ja bereits integriert - kann der Anwender nun mit dem QuickTime-Player eigenes Filmmaterial aufzeichnen.Die Aufnahmen lassen sich laut Apple leicht auf die perfekte Länge zuschneiden und dann für die Synchronisierung mit iPhone, iPod und Apple TV an iTunes übertragen. Zusätzlich lassen sich über den QuickTime Player eigene Aufnahmen auf MobileMe oder YouTube veröffentlichen, das Bereitstellen der benötigten Codecs sowie das Einstellen der korrekten Auflösung übernimmt QuickTime. Apropos Codecs: mit H.264 verpackte HD-Filme soll QuickTime nun absolut ruckelfrei wiedergeben, da es zur Unterstützung einfach auf die HD-Beschleunigung des Nvidia Grafikprozessors aus der 9er-Reihe zurückgreift.

Auch das Streamen von Internetvideos soll dank der Unterstützung von HTTP-Live-Streaming in QuickTime X deutlich problemloser funktionieren. Da QuickTime das Audio- und Film-Material ohne Umwege über das Internet-konforme HTTP-Protokoll bezieht, kommt es demnach zuverlässiger mit den Einstellungen gängiger Firewalls und drahtloser Router zurecht. Zudem beschreibt Apple, das HTTP-Live-Streaming auf Mobilität ausgelegt ist und es daher die Qualität eines Filmes bei der Wiedergabe dynamisch entsprechend der verfügbaren Geschwindigkeit von Kabel- oder drahtlosen Netzwerken anpassen kann. Damit wäre es egal, ob der Film auf einem Computer oder auf einem mobilen Gerät wie dem iPhone oder iPod touch angesehen wird.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten die Neuerungen zum Datei-Manager Finder, zum Internet-Browser Safari, zur Vorschau-Funktion und vielen weiteren Funktionen.

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