Ort: Finden, Kreis: Umfeld

Teil 2: Lokale Suche im Internet

Der Name Google Maps lässt schon darauf schließen, wo die Besonderheiten bei der lokalen Suche im Internet liegen: Die Ergebnisse sind bei den meisten Anbietern mit einer Karte verknüpft. Bei Google und Web.de wird diese mit jeder Suche automatisch eingeblendet und zeigt die ersten zehn Fundstellen durch Nummern oder Buchstaben markiert.

Der Kartenausschnitt wird dementsprechend angepasst: Liegen die Geschäfte nah beieinander, so sieht der Suchende einen kleineren Ausschnitt alswenn die nächsten zehn Läden über die Dörfer der Umgebung verteilt sind.

Lokale Suche im Internet

© Archiv

Alles kostenlos: Mit GoYellow lässt sich der Suchende sofort per VoIP mit dem Treffer verbinden und zahlt keine Gebühren für das Gespräch.

Man sieht sofort, ob der Suche eine Reise folgt oder ob das Gesuchte um die Ecke liegt. Einige Suchseiten zeigen auf Wunsch auch Satellitenbilder. Für die Suche nach privaten Adressen ist das oft nicht uninteressant ("Wohnt der jetzt im Wald...?") Die Karten lassen sich in jedem Fall im Maßstab ändern und oft sind sie mit einem Routenplaner verknüpft, so dass sich der Anwender gleich eine Wegbeschreibung ausdrucken kann. Auf der Trefferliste finden sich bei allen Anbietern Essentialswie Adresse und Telefonnummer. Klickt der Anwender einen Suchtreffer an, so erhält er weitere Informationen, wie Öffnungszeiten oder eine Webadresse.

Lokale Suche im Internet

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Hübsch, aber mit wenig Aussage: Viele Karten lassen sich auch als Satellitenbilder anzeigen.

Das sind Dinge, die sich der Betreiber der Suchseite oft von den Gewerbetreibenden alsMehrwertdienst bezahlen lässt, wie im klassischen Branchenverzeichnisbuch. Für Restaurants bietet Web. de beispielsweise Tipps von Marcellinos (die Links funktionierten in unserem Test nicht) und für Hotels einen Buchungsservice über Hotel.de. Google wiederum listet weitere Links von Webseiten auf, die den bestimmten Anbieter zum Thema haben. Das können einfach nur Verzeichnisse sein, aber auch Artikel oder Kritiken. So bekommtder Suchende noch handfeste Verbraucherinformationen geliefert.

Aber auch darüber hinaus haben sich die lokalen Sucher oft hübsche Features einfallen lassen. Bei Goyellow kann sich der Anwender kostenlos verbinden lassen. Er klickt auf eine Fundstelle und gibt noch seine eigene Nummer ein. Dann klingelt es bei beiden Nummern und die Gesprächspartner telefonieren per VoIP. GoYellow finanziert das über Werbung, die während des lang gezogenen Verbindungsaufbaus auf dem Bildschirm des Computers eingeblendet wird.

Sehr gut gefällt uns die Eingabemaske von 11880.com. Sie beschränkt sich schlicht auf die Suche und realisiert Personen- und Branchensuche über eine Startseite. Bei den anderen Diensten muss oft der Reiter gewechselt werden. So auch bei der lokalen Suche von Suchen.de, die sonst auch ein zielgerichtetes und suchgerechtes Design bietet. Sehr praktisch ist die Postleitzahlensuche von Klicktel oder Telefonbuch.

Neben den klassischen Suchfunktionen nach Branchen oder Adressen gibt es eine Reihe interessanter Varianten, z.B. die Umkreissuche. Der Anwender gibt einen Standort vor und einen Radius innerhalb dessen die Treffer liegen sollen. So kann er die Gewerbe des Nachbardorfs präzise ausschließen. Nicht oft gebraucht, dann aber praktisch ist die Inversoder Rückwärtssuche. Bei ihr gibt der Anwender eine Nummer ein und erhält den Anschlussinhaber mit Adresse als Ergebnis.

Wenn man vom Abend vorher zu viele Telefonnummern auf dem Bierdeckel hat... Anschlussinhaber können es bei ihrer Telefongesellschaft ausschließen, auf diese Weise gefunden zu werden.

Die Adress- und Branchendaten beziehen die Webdienste entweder von der Telekom oder vom internationalen Adressenhändler Schober.

Die Telekom verfügt über die klassischen Verzeichnisse wie Telefonbuch und Gelbe Seiten. Sie ist durch die Regulierung verpflichtet, diese Daten auch Konkurrenten zu vernünftigen Preisen zur Verfügung zu stellen. Die Firma Schober aus Dietzingen bei Stuttgart sammelt selbst Daten und beschäftigt nach eigenen Angaben über 100 Mitarbeiter mit der Pflege und Aktualisierung desMaterials. Während in den Gelben Seiten nur die Handwerker und Geschäfte landen, die sich kostenpflichtig eintragen, versucht ein Adressenhändler sie umfassend aufzunehmen. Yellowmap kauft bei beiden Anbietern seine Daten ein und hat damit (auch nach eigenen Aussagen) den umfangreichsten Datenbestand.

Fast alle Betreiber verfügen über eine eigene Redaktion, so dass bestimmte Bereiche sorgfältig abgedeckt sind. Es ist durchaus sinnvoll, für eine Suche mehrere Suchmaschinen zu befragen. Nur Google war zu keiner Auskunft über die Herkunft der Daten bereit, die - nach unseren Stichproben - aber weder von Schober noch von der Telekom zu kommen scheinen. DasMaterial wirkt insgesamt nicht so umfassend wie das der anderen. Dafür ist die Suche international möglich. Das heißt, ein Restaurant oder ein Kinderarzt lassen sich auch in Italien über Google Maps finden. whs

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