Jede Menge Familie

Teil 2: Kinder und das Internet: Sicher surfen mit "Windows Live Family Safety"

Die Standardstufe verhindert den Zugriff auf Seiten, deren Inhalte nicht jugendfrei sind. Websites anderer Kategorien können ohne Einschränkung besucht werden. In einer weiteren Stufe legen Sie fest, welche Seiten erlaubt sind und welche nicht. Im nächsten Konfigurationspunkt entscheiden Sie generell, ob Ihr Kind Software aus dem Internet laden darf oder nicht. Die Kommunikation der Kinder und Jugendlichen via Internet über Messenger ist sehr beliebt und wird auch ausgiebig praktiziert. Kinder sind aber schnell zu begeistern und darüber hinaus leichtgläubig. Die Gefahr, über diesen Weg an eine Person mit krimineller Energie zu geraten, ist daher nicht zu unterschätzen. Wer weiß schon genau, ob sein Gegenüber auch tatsächlich das ist, was es vorgibt. Um böse Überraschungen zu vermeiden, bietet "Family Safety" die Möglichkeit zur Einsicht in die Kontaktliste des Kindes. So wissen Sie immer Bescheid, mit wem Ihr Kind im Chat kommuniziert. Taucht hier beispielsweise eine für Sie unbekannte Person auf, mit der Ihr Kind besonders häufig chattet, sollten Sie es darauf ansprechen.

Gute Seiten, schlechte Seiten

Für Kinder geeignete Internetseiten zu finden, ist mitunter schwierig. Schnell entpuppt sich eine auf den ersten Blick als kinderfreundlich anmutende Seite beim genauen Betrachten als geschickter Marketingauftritt beispielsweise einer Spielzeugfirma. Kinder können jedoch schlecht zwischen Werbung und Realität unterscheiden. Daher sollte eine gute Kinderseite keine Werbung enthalten oder wenn doch, sollte die Werbung für ein Kind eindeutig zu erkennen sein. Achten Sie darüber hinaus darauf, ob die Seite aktuell ist, übersichtlich aufgebaut ist sowie Bilder und Symbole zum Navigieren dem Alter des Kindes angepasst sind. An keiner Stelle einer kindgerechten Internetseite sollte eine Abfrage nach seinen persönlichen Daten wie Anschrift, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer auftauchen, um nur so an begehrte Inhalte zu gelangen. Problematisch kann auch der normale E-Mail- Verkehr werden. Denn was da täglich an Schund ins Postfach flattert, möchte man seinen Kindern sicherlich nicht zumuten. Doch ohne E-Mail-Adresse bleibt man im Internet außen vor. Daher werden Sie nicht umhin kommen, eine E-Mail-Adresse für Ihr Kind zu registrieren.

Damit Ihr Kind möglichst keine Post von Spammern oder unbekannten Personen bekommt, empfehlen wir Ihnen, eine E-Mail-Adresse von einer der Seiten www.mail4kidz.de oder www.grundschulpost.de zu registrieren. Im Gegensatz zu den herkömmlichen E-Mail-Providern ist hier jedoch die Registrierung aus Sicherheitsgründen wesentlich aufwendiger. So wird eine E-Mail- Adresse erst dann gültig, wenn eine schriftliche Bestätigung der Eltern, des Lehrers oder Betreuers vorliegt. Ist das erledigt, werden E-Mails beispielsweise nur dann weitergeleitet, wenn der Absender im Adressbuch steht. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme besteht darin, dass eine Kopie jeder Mail an den registrierten Erwachsenen geschickt wird. Insgesamt ein großer Aufwand, den man aber seinem Kind zuliebe nicht scheuen sollte.

Fazit

Das Internet mit all seinen guten und schlechten Seiten gehört für unsere Kinder genauso zum Alltag wie für uns Erwachsene. Interessieren Sie sich daher von Anfang an dafür, was Ihr Sprössling tut, wenn er im Internet unterwegs ist. "Family Safety" ist dabei sicherlich eine gute Hilfe. Richtig eingesetzt blockt es Gefahren von Ihrer Familie ab.

Einen Mini-Workshop zu den ersten Schritten mit Microsoft Family Safety finden Sie auf der folgenden Seite...

Mehr zum Thema

festplatte, hardware, pc, hdd
Gelöschte Dateien wiederherstellen

Wir zeigen Ihnen, wie Sie verloren geglaubte Daten retten können - etwa mit dem kostenlosen Tool Recuva.
Windows 10 Sicherheit: Symbolbild
Computer ohne Werbung

Wir zeigen, wie Sie Adware vermeiden, damit Sie sich im Anschluss an die Installation nicht mühsam entfernen müssen.
Sicherheit im Urlaub
Diebstahlschutz, offene WLANs und Co.

Diebstahlschutz für Smartphones, Schutz in offenen WLANs und Co: Worauf Sie beim Reisen achten sollten, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Facebook-Betrug mit Fake-Profilen
Gefälschte Facebook-Konten

Betrüger nutzen gefälschte Facebook-Profile, um Geld zu ergaunern. Wir zeigen, wie Sie sich und auch Ihre Facebook-Kontakte gegen die Betrugsmasche…
Festplatte Verschlüsselung
Windows

Wir vergleichen den mittlerweile eingestellten Marktführer TrueCrypt mit dem Nachfolger Veracrypt und der Alternative Bitlocker.