PC absichern - mit Augenmaß

Teil 2: Keine Panik bei Viren-Angiffen

Ohne Firewall oder Router eine Verbindung zum Internet aufzubauen ist fahrlässig. Bei Firewalls gibt es zwei verschiedene Typen:

Keine Panik bei Viren-Angiffen

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  • Stateful Packet Inspection:Die Firewall kontrolliert nur eingehende Datenpakete,die Firewall von Windows XP ServicePack 2 und Vista arbeitet so.Desktop Firewall: DieSoftware überwacht eingehende und ausgehendeInternet-Verbindungen. Jedes Programm, das Datenins Internet senden will, muss man als Anwender explizit freischalten.

Für einen grundlegenden Schutz reicht die Firewall von Windows XP und Vista aus. Denn es sind vor allem unaufgefordert zugesandte Datenpakete aus dem LAN und Internet, über die ein PC infiziert wird. Ist eine zusätzliche Desktop Firewall, wie sie Security Suites bieten, dann noch sinnvoll? Ja und nein.

Wie gut eine Desktop Firewall vor Spionageangriffen auf den eigenen PC schützt, hängt vor allem von der Konfiguration ab. Gibt ein User alle Firewall-Anfragen frei, ist die Software ziemlich sinnlos. Oft sind aber sogar Profis überfordert, eine bestimmte Anfrage der Firewall richtig einzuschätzen. Schließlich gibt es Schädlinge, die mit technischen Tricks die Firewall umgehen und unbemerkt Daten ins Internet senden.

Antivirenprogramm ist Pflicht

Auf ein Antivirenprogramm sollten Sie keinesfalls verzichten. Wenn Sie kein Geld ausgeben wollen, bieten sich kostenlose Programme an. Eine wöchentliche Virensuche auf der gesamten Festplatte überlassen Sie am besten dem Zeitplaner. Daneben ist es sinnvoll, den Hintergrundwächter einzuschalten. Dann warnt und blockiert das Antivirenprogramm bekannte Malware, sobald eine Datei auf der Festplatte ist.

Tipp: Bremst der Virenwächter den PC zu stark aus, schalten Sie besser nur einzelne Optionen ab, statt ihn sofort ganz zu deaktivieren. Schalten Sie zum Beispiel die Suche in Archiven oder schränken Sie die Prüfung infizierbarer Dateitypen ein.

Gegen Spionage

Die Übergänge zwischen Spyware und anderer Malware sind fließend. Virenscanner decken immer nur einen einen Teilbereich ab. Trotzdem ist zumindest bei kostenlosen Virenscannern ein zusätzliches Antispyware-Tool sinnvoll.

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Im Hintergrund: Winpooch prüft laufende Programme und Prozesse auf verdächtige Aktionen.

Microsoft bietet mit Windows Defender eine brauchbare Antispyware-Lösung, die Sie für Windows XP kostenlos herunterladen können: www.microsoft.com/germany/athome/security/default.mspx. Defender prüft einerseits Dateien auf der Festplatte, überwacht aber auch Systemeinstellungen und warnt bei Änderungen. Alternativen sind Ad-Aware (www.lavasoft.com) und Spybot Search&Destroy (www.safer-networking.org). Kommerzielle Security-Suites enthalten überwiegend vergleichbare Funktionen.

Ein kostenloses Host Intrusion Prevention System (HIPS) ist Winpooch, das sich parallel zu einem normalen Virenscanner installieren lässt. Die Open-Source-Software wird seit einigen Jahren konsequent gepflegt und ist für Windows 2000, Server 2003 und XP verfügbar, aber noch nicht für Vista. Sie laden es unter http://winpooch.free.fr herunter, eine deutsche Oberfläche ist verfügbar. Den integrierten Virenscanner ClamAV können Sie abschalten oder durch ein kommerzielles Produkt ersetzen. Allerdings erfordert die Nutzung des Tools einige Einarbeitung.

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