Bildbearbeitung: Retusche mit Photoshop

Teil 2: Kanalarbeiten

Am häufigsten werden Kanäle dazu benutzt, Auswahlen zu speichern. Damit markieren Sie einen Bereich eines Fotos, um ihn gezielt zu bearbeiten.

Kanalarbeiten

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Die Nachbearbeitung hat die Figur/ Hintergrund- beziehung verbessert und die Blüte erscheint leuchtender

Bei dem Bild der Strelizie ist der Hintergrund zu unruhig. Die Auswahl der Blume erfolgt mit dem magnetischen Lasso. Hierbei klicken Sie an der Kante des Motivs einmal mit der linken Maustaste, dann lassen Sie die Taste los und zeichnen die Umrisse mit der Werkzeugspitze nach. Zwischendurch sollten Sie öfter mit der Maustaste klicken, um feste Punkte zu erstellen. Das ist besonders bei Richtungsänderungen von Vorteil. Anschließend speichern Sie das markierte Motiv als neuen Kanal im Menüpunkt Auswahl. Wenn sich das Motiv gut vom Untergrund abhebt, funktioniert diese Methode sehr gut. Bei diffizilen Gegenständen, die schlecht vom Untergrund zu unterscheiden sind, können Sie mit dem Zeichenwerkzeug einen Pfad ziehen. Mit diesem Pfad erzeugen Sie dann eine Auswahl und speichern diese wiederum als Auswahl.

Die Dialogbox zum Speichern der Auswahl fragt Sie nach einem Namen für den neuen Kanal. Geben Sie keinen Namen ein, wird der neue Kanal als Alpha 1 bezeichnet. Sie können den Namen auch später jederzeit umbenennen, indem Sie in der Kanäle-Palette den Kanal mit einem Doppelklick öffnen.

Markieren Sie nur den Alpha-Kanal, dann sehen sie einen weißen Teil, das ist die Auswahl. Der schwarze Teil ist nicht ausgewählt. Wollen Sie die Auswahl verändern, dann vergrößern sie mit dem Pinsel und weißer Farbe die Auswahl oder verkleinern mit schwarzer Farbe Teile der ausgewählten Fläche.

Tonwertkorrektur durchführen

Für die Bearbeitung des Bildes müssen Sie die Auswahl erneut aktivieren. Dazu rufen Sie unter Auswahl den Punkt Auswahl laden auf. In der Dialogbox stellen Sie ein, ob die Auswahl geladen wird, oder die Umkehrung, das heißt also der Hintergrund. In unserem Bildbeispiel wollen wir den Hintergrund bearbeiten, also markieren wir das Feld Umkehren.

Photoshop bietet eine Menge Filter für die Bildbearbeitung. Um den Hintergrund ruhiger zu gestalten, kann man z. B. einen Gaußschen Weichzeichner anwenden, der den Untergrund unschärfer erscheinen lässt, dadurch hebt sich dann das Motiv besser ab. Im Beispiel ist ein Radius von 25 Pixeln gewählt. Um den Hintergrund noch gleichmäßiger zu gestalten, verringert das Beispiel die Helligkeit um -10 und den Kontrast um -40. Unter der Blume ist noch eine hellgrüne, störende Stelle, die Sie mit dem Nachbelichter-Werkzeug abgedunkeln.

Beim Nachbelichter, wie auch bei vielen anderen Filterwerkzeugen, stellen Sie die Stärke gering ein und wenden dafür den Filter öfter an. So tasten Sie sich besser an das gewünschte Ziel heran. Der Hintergrund ist im Beispiel der Strelizie nun genügend bearbeitet, aber die Blume erscheint noch zu wenig kontrastreich und nicht leuchtend genug. Kehren Sie die Auswahl um. Das erledigen Sie am einfachsten mit der Tastenkombination [Umschalt + Strg + I].

Um den Kontrast und die Helligkeit in der Aufnahme zu verändern, bietet der Photoshop mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man im Menü Bild bei Anpassungen die Dialogbox Helligkeit/Kontrast öffnen und hier die Werte verändern. Zum anderen kann man auch die Gradationskurve des Motivs verändern und so das Bild in Helligkeit und Kontrast beeinflussen.

Im Beispiel funktioniert eine dritte Methode besser: Die Tonwertkorrektur. Hier beeinflussen Sie mit Schiebereglern die Lichter, Mitteltöne, Tiefen und den Tonwertumfang. Diese Einstellungen kann Photoshop auf den ganzen RGB-Bereich anwenden oder aber auch nur auf die einzelnen Farben Rot, Grün oder Blau. Anhand der Vorschau kann man die Ergebnisse sehr gut beurteilen.

Workshop: Auswahl anlegen und Tonwertkorrektur durchführen

1. Am Rand entlang: Mit dem magnetischen Lasso markieren Sie eine Auswahl des Motivs. 2. Umrisse anpassen: Die Auswahl kann durch den Pinsel und weißer Farbe verkleinert, mit Schwarz vergrößert werden. 3. Mehr Brillianz: Mit Hilfe der Tonwertkorrektur machen Sie das Motiv kontrastreicher und heller. 4. Das Endergebnis: Die Nachbearbeitung hat die Figur/Hintergrundbeziehung verbessert und die Blüte erscheint leuchtender.

Kanalarbeiten

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Mit Kanälen einen markierten Bereich gezielt bearbeiten

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