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Teil 2: (Il)legale Tricks: Demo saugen, als Vollversion benutzen

Demo- zu Vollversionen freischalten

Gelingt es Raubkopierern einmal nicht, fix und fertig geknackte Software herunterzuladen, versuchen sie ganz einfach, eine Demoversion in eine Vollversion zu verwandeln. Mit kostenlosen Demoversionen wollen Software-Hersteller beweisen, wozu ihre Programme fähig sind. Bei einigen muss man mit gewissen Einschränkungen leben, andere bieten den vollen Leistungsumfang. Doch nach 30 Tagen ist in der Regel Schluss, dann erhält man einen Hinweis, das Programm doch käuflich zu erwerben. Sicherlich hat fast jeder PC-Anwender nach Ablauf der Frist schon einmal versucht, die Testversion zu deinstallieren und anschließend neu einzuspielen. Allerdings lässt sich mit solch simplen Täuschungsmanövern praktisch keine Demo überlisten. Aber es gibt Tricks, die wirklich funktionieren.

Trick 1: Manipulation der Zeit

Indem versucht wird, das Windows-Datum zurückzusetzen, können die Zeiteinschränkungen bei einigen Demoversionen überlistet werden. Das geht nur, wenn Windows das aktuelle Datum und die Systemzeit nicht automatisch übers Internet bezieht. Standardmäßig ist allerdings "Automatisch mit einem Internetzeitserver synchronisieren" aktiviert, wenn man in der Taskleiste doppelt auf die Uhrzeit klickt und im Dialogfenster der Windows-Uhr auf den Reiter "Internetzeit" wechselt. Das wiederholte manuelle Ändern der Windows- Uhr ist auf Dauer weder komfortabel noch praktikabel.

Software saugen - Demos freischalten

© Archiv

Tools wie Dkill95 täuschen Demoversionen ein falsches Datum vor, damit laufen die Programme unbegrenzt. Das klappt allerdings nur unter Windows XP einwandfrei.

Deshalb hat schon vor Jahren ein pfiffiger Programmierer das Tool Dkill95 veröffentlicht. Obwohl das kostenlose Programm schon seit Anfang der 90er-Jahre im Internet kursiert, lassen sich noch heute viele Demos damit überrumpeln. Dkill95 erkennt das Installationsdatum der Probierversion und stellt für den kurzen Zeitraum des Programmstarts die PC-Uhr zurück. Die Demo meint, es sei der erste Tag der Installation und startet ohne Murren. Damit das klappt, muss der Start immer über Dkill95 erfolgen. Das Tool erstellt dazu eine Verknüpfung auf dem Desktop, die unbedingt benutzt werden muss. Denn beim üblichen Aufruf über "Start/(Alle) Programme" wird die Systemzeit nicht geändert. Um sicherzustellen, dass auch dann Dkill95 zuerst gestartet wird, wenn man mit der Demo verknüpfte Dokumente im Windows-Explorer aufruft, bietet Dkill95 die Option "Dateiendungen einer getäuschten Demo zuweisen". Den gleichen Effekt wie Dkill95 hat der Amok Date Wizard. Per Mausklick wird hier das Systemdatum um einen frei definierbaren Zeitraum verändert. Dkill95 und Amok Date Wizard leisten Raubkopierern bis Windows XP meist gute Dienste, unter Vista sind sie jedoch chancenlos, da Microsoft die Manipulation der Systemzeit weitestgehend unterbunden hat.

Trick 2: Windows zurücksetzen

Eine elegantere Methode, Demo-Programme beliebig oft zu nutzen, ist das Zurücksetzen von Windows auf einen Stand vor der Installation der Probierversion. Das erledigt man relativ einfach mit einem Backup-Programm wie DriveImage XML. Eine Anleitung zu DriveImage XML erhalten Sie kostenlos online unter www.magnus.de. Ist der Testzeitraum der Demo abgelaufen, bringt man den Rechner mittels des Backups wieder in den ursprünglichen Zustand. Nun lässt sich die Demo erneut aufspielen - der ganze Vorgang lässt sich beliebig oft wiederholen. Die Methode hat den Schönheitsfehler, dass auch alle in der Zwischenzeit erstellten persönlichen Dateien und Dokumente nicht mehr vorhanden sind. Doch wenn man seinen PC schlau konfiguriert, lässt sich das vermeiden und der Trick funktioniert schnell und zuverlässig. So geht's: Die Windows-Installation und die persönlichen Dateien müssen getrennt werden, man darf also nicht alles auf einem Laufwerk speichern. Dazu teilt man die Festplatte in mehrere Laufwerke (Partitionen) auf. Auf Laufwerk C: liegt im Idealfall nur Windows.

Trick 3: Virtuelles System

Die dritte Möglichkeit, Demoversionen länger zu nutzen, sind virtuelle Maschinen. Hier wird ein vollständiger PC samt aufgespielter Software emuliert und läuft als Anwendung in einem Windows-Fenster. Der Zustand der Maschine lässt sich einfrieren und immer wieder zurücksetzen. So lässt sich das System auch jederzeit auf den Tag vor der Installation der Demoversion zurücksetzen. Eine der besten kostenlosen Virtualisierungs- Tools bietet Sun mit der VirtualBox an, die Sie im Internet unter www.virtualbox.org finden. (Eine Anleitung zu VirtualBox erhalten Sie kostenlos online unter www.magnus.de/go/09101510). Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Tools erkennt VirtualBox auch die an den realen PC angeschlossene USB-Hardware und kann diese dem virtuellen Rechner zur Verfügung stellen. Allerdings verfügt das virtuelle System nicht über die Leistungsfähigkeit des PCs. Rechen- oder grafikintensive Anwendungen laufen langsamer ab.

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Websites wie Mscracks.com liefern jede Menge Seriennummern und Knack-Tools, allerdings oft ohne Funktion, dafür aber mit Viren oder Spyware verseucht.

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