Womit in die Ferne browsen?

Teil 2: IExplorer, Firefox, Opera, Flock, Safari

  1. IExplorer, Firefox, Opera, Flock, Safari
  2. Teil 2: IExplorer, Firefox, Opera, Flock, Safari

Opera 9.5 Beta

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Opera
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Software:Online-Software

Der Browser Opera darf zu Recht als der Geheimtipp gelten. Viele schlaue Features waren beim Surfbrett aus Norwegen als erstes zu finden. Darüber hinaus gibt's nur hier eingebaute Funktionen für Mail, News, IRC, BitTorrent und RSS oder Features wie Zoom mit Bildvergrößerung. Die neue Version schickt sich an, den Benutzer mit weiteren Verbesserungen zu erfreuen, die aber oft nur Details betreffen.

Mehr als nur ein Detail ist die neue Bookmark-Synchronisation. Man hat ja oft das Problem, auf dem PC und dem Notebook dieselben Webseiten anzusurfen, aber nicht dieselben Lesezeichen angelegt zu haben. Der neue Opera speichert Lesezeichen auf dem Server den Herstellers, jede installierte Version des Browsers kann sich dann mit Benutzername und Passwort derselben Bookmarks bedienen und auch einige Einstellungen überall gleichartig vornehmen. Auch die integrierten Notizen lassen sich über mehrere Opera-Instanzen hinweg abgleichen. Sehr praktisch!

Wer Opera wirklich alltäglich benutzt hat, musste darunter leiden, dass der deutlich mehr Probleme mit einigen Webseiten hatte als etwa Firefox - das soll in der neuen Version weiter verbessert worden sein. Ein interessantes Spezialfeature ist die Suche im Bowser-Verlauf bei Opera - die durchsucht nämlich nicht nur Titel und URL, sondern den Volltext der besuchten Webseiten.

Fazit: Jedem weltoffenen Surfer kann nur zu Opera als (mindestens) Zweitbrowser geraten werden, denn diese Software bietet wirklich erstaunlich viel. Die Bedienung von Opera erfordert allerdings auch etwas Eingewöhnung.

Flock 1.1.2

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Flock - The Social Web Browser
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Software:Online-Software

Soziales Internet, Web 2.0, User Generated Content - diese Schlagworte prägen das Internet der vergangenen Jahre. Der passende Browser heißt Flock. Webseiten zeigt das Programm zwar mit der selben Technik wie Firefox an, doch der Rest außen herum integriert trendige Webdienste wie RSS-Newsfeeds, Flickr, Twitter, YouTube und andere. Selbst das Schreiben in eigene Blogs ist möglich, nicht nur bei Diensten wie Blogger.com, sondern auch bei echter Blogsoftware wie WordPress.

Die neuste Version integriert die Webmail-Systeme von Yahoo! Mail und Google Mail und kennt neben Flickr nun auch noch Googles Bilderdienst Picasa. Die Startseite zeigt an, wenn sich auf den Webseiten befreundeter Kontakten innerhalb der unterstützten Dienste etwas getan hat. Das war's auch schon an Neuerungen. Man merkt dem Browser an, dass er in Deutschland keine Rolle spielt. Wem nützt Facebook-Integration ohne Support von Xing? Warum del.icio.us, aber nicht Mister Wong? Doch wie Firefox lässt sich auch Flock mit zahlreichen Add-ons erweitern, es laufen sogar viele Firefox-Erweiterungen direkt in Flock.

Flock - The Social Web Browser

© Archiv

Übrigens: So, wie die Firefox-Entwicklung von Google gesponsert, wird, investiert Yahoo! in die Entwicklung von Flock. Man darf also gespannt sein, was bei einer Übernahme von Yahoo! durch Microsoft mit dem an sich interessanten Projekt passieren wird.

Fazit: Flock bietet wenig, was man sich mit Firefox plus Erweiterungen nicht selbst zusammenklicken könnte. Doch die Web-2.0-Funktionen sind hier deutlich besser integriert. Für Web-2.0-Fans ist Flock daher erste Wahl. Wer nur einen starken "Zweibrowser" sucht, ist mit Opera besser bedient.

Safari 3.1.1

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Safari
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Software:Online-Software

Als der Apple-Mac-Browser Safari letztes Jahr plötzlich auch für Windows zu haben war, rauchten die Datenkabel: Millionen von Nutzer zogen sich den Webbrowser, um ihrem tristen Windows endlich einen Hauch von Mac-Kultigkeit einzuatmen. Die Enttäuschung dürfte groß gewesen sein, denn die ersten Windows-Safaris waren gezeichnet von Fehlern und Fehltritten aller Art. Einige Nutzer hatten die Safari noch nicht mal selbst bestellt - Apple hatte sie kurzerhand allen Windows-Nutzern mit iTunes/QuickTime per Updatefunktion aufs System geschmuggelt. Kurz: Apples Standard-Browser hatte in Windows-Land überhaupt keinen guten Start.

Entschädigt der Browser uns dafür mit wegweisenden Extras? Nein. Verglichen mit Funktionsboliden wie Firefox oder Opera ist Safari ein Feature-Zwerg, der nur das nötigste an Funktionen - Popup-Blocker, RSS-Newsreader, hübsche Suchfunktion - mitbringt und sich auf Windows außerdem auch vom Look her schlecht einpasst. Immerhin lässt er sich mit Plugins erweitern, und der integrierte RSS-Reader ist gar nicht mal schlecht. Ein hervorstechendes Feature ist außerdem das "private Surfen", während dessen Safari keine Cookies annimmt und auch sonst keine Gebrauchspuren erzeugt. Komplexe Javascript-Applikationen laufen in Safari sehr stabil, die Darstellung von Websites ist flott und meist sehr kompatibel. Geht schon.

Fazit: Safari bietet nur das Nötigste - aber vielleicht eignet er sich gerade deswegen gut als Zweit-Browser zum ballastfreien Surfen.

Fazit

Es bleibt dabei: Internet Explorer als Haupt-Browser und Firefox als stärkste Alternative mit schier unbegrenzter Erweiterbarkeit bestimmen auch in diesem Jahr das Bild der Browser-Szene. Der erstaunliche Opera bleibt Geheimtipp für Power-User, die gerne gegen den Strom schwimmen - man kann nur zum Ausprobieren raten. Flock muss trotz seiner Web-2.0-Stärken noch seinen Platz finden. Und Safari braucht auf Windows derzeit einfach keiner.

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