Handyprovider ausgetrickst

Teil 2: Handyprovider austricksen

  1. Handyprovider austricksen
  2. Teil 2: Handyprovider austricksen

Beim so genannten "Call through" wählt sich die Handy-Software über eine Festnetznummer in das Netz bzw. den Server des Call-by-Call-Anbieters. Die anfallenden Gebühren muss der Kunde bei seinem Mobilfunkprovider (T-Mobile, E-Plus, Simyo, etc.)in der Höhe begleichen, wie es sein Vertrag vorsieht. Ab dort gelten die Gebühren des CbC-Anbieters. Wer eine Flatrate ins Festnetz hat, zahlt für die Einwahl in den Knotenpunkt keine Gebühren.

Handyprovider austricksen

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Auf zwei Verfahren greifen die CbC-Anbieter zurück, um einen Anruf vom Handy billiger zu machen. Diese alternativen Verbindungen können zum Teil deutlich günstiger sein.

Bei Cellity gibt es eine alternative Einwahlmöglichkeit über eine 0800-Nummer, die mit 19 Cent berechnet wird. Ist man einmal mit dem Server des CbC-Anbieters verbunden, kann es von dort aus in alle denkbaren Netze weiter gehen. Das Ganze funktioniert, da es möglich ist, die gewählte Nummer (Knotenpunkt) und die Zielnummer im Anruf zu verpacken.

Beim so genannten "Call back" werden die Gesprächswünsche des Anrufers über eine Datenverbindung an den Server des CbC-Anbieters übermittelt. Dies kann entweder über das Handy selbst (GPRS) oder über das Internet erfolgen. Nach der Erfassung werden zwei Verbindungen aufgebaut. Der Server ruft auf dem Handy an und sobald der Kunde abhebt, wird die Leitung zum Gesprächspartner freigeschaltet. Erst wenn dieser abhebt, werden Telefongebühren fällig.

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Der Server des CbC-Anbieters kümmert sich um die Wünsche der Kunden

Über 90 Prozent gespart

Die Preise der CbC-Handy-Anbieter sind teilweise so günstig, dass es, je nach Mobilfunkvertrag, durchaus günstiger sein kann vom Handy aus zu telefonieren, als vom Festnetzanschluss eines Anbieters, der kein Call by Call erlaubt, wie etwa Alice oder Arcor.

Nutzt man beispielsweise eine Prepaid-Karte bei Simyo, so lohnt es sich nicht, nationale Anrufe über Handy-CbC-Anbieter zu tätigen. Ohnehin zahlt man nur 15 Cent in alle Netze und nur 10 Cent pro SMS - und das rund um die Uhr. Muss man aber doch mal ins Ausland telefonieren, dann kann sich jeder glücklich schätzen, der sich eines der Handy-Tools installiert hat. Simyo berechnet für Gespräche ins Ausland laut Tarifliste satte 1,84 Euro pro Minute.

Gleichzeitig bietet das Unternehmen aber extrem günstige Tarife für den Datentransfer, nämlich nur 24 Cent pro MByte bei einer Mindestabrechnung von einem Cent. Nutzer des Tarifjägers würden also per Call back über GPRS (5KByte) ein Telefonat ins Ausland einleiten. An Kosten fielen bei Simyo ein Cent an Gebühren an plus die Gebühren des CbC-Anbieters für die Weiterleitung ins Ausland. Ein Gespräch nach New York, beispielsweise, käme dann insgesamt für die ersten Minute auf etwas über drei Cent und für jede weitere Minute wären genau drei Cent fällig. Aber nicht alle Telefonate mit dem Tarifjäger sind so günstig. Andere Länder kosten schon mal knapp 30 oder 40 Cent pro Minute.

Wer hohe Gebühren für den Datentransport an seinen Provider bezahlen muss, wählt vielleicht lieber den Weg über das Callthrough. Hatman beispielsweise bei T-Mobile einen Relax-Tarif, bei dem die Minutenpauschale noch nicht aufgebraucht ist, dann könnte man über die Festnetzeinwahl von Goober Call ein Telefonat in die USA für lediglich 2,9 Cent pro Minute führen. Sind die Freiminuten bei T-Mobile allerdings aufgebraucht, dann fielen für die Anwahl ins deutsche Festnetz 39 Cent an.

Für Viel-Telefonierer bietet sich in den Relax-Tarifen die Option "Data 5" an, bei der ein Datenpaket von fünf MByte enthalten ist. Dann käme aber Goober Call für Auslandsgespräche nicht mehr in Frage, da dieser Anbieter kein Call back per Datenanforderung anbietet; wohl aber Jajah oder Smart2talk.

Alternativen

Einige wenige Handys bieten einen WLAN-Zugang, wie etwa das Nokia E65. Die Berliner Firma 4S Newcom hat eine Lösung parat, die es Managern ermöglicht, direkt über das WLAN-Netz im Büro zu telefonieren.

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Die Handy-Tools auf einem Blick

Truphone setzt ganz auf Hotspot-Nutzer. Wer ein WLAN-Handy besitzt und sich bei Truphone bis zum 30. September registriert, kann bis zum Jahresende in 40 Länder kostenlos telefonieren. Voraussetzung hierfür ist natürlich immer ein kostenloser WLAN-Zugang.

Fazit

Die Handy-CbC-Anbieter setzen die großen Netzbetreiber unter Druck. Ein oder zwei Euro pro Minute in so genannten "Hauptzeiten" oder ähnlich dreiste Minutenpreise sollten alsbald der Vergangenheit angehören. Denn mit diesen spart der CbC-Kunde am meisten. Den Gang zum CbC-Anbieter werden die etablierten Mobilfunkanbieter zukünftig verhindern wollen; und das umso mehr, je zahlreicher die Nutzer der Spar-Programme werden.

Allgemeingültige Empfehlungen zu geben, ist beim herrschenden Tarif-Wirrwarr kaum möglich. Eines muss man aber betonen: Es kann sich wirklich lohnen, den eigenen Vertrag und die eigenen Telefoniergewohnheiten einmal genau unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, wie hoch die Ersparnis mit einem kleinen Handy-Tool gewesen wäre. Vielleicht ist dann der Anreiz zur Installation hoch genug. Wer überwiegend in Deutschland telefoniert und auf ein kostenloses, automatisches Tool zurückgreift, der kann sowieso nur gewinnen.

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