Hardware kaufen, aber richtig

Teil 2: Große Kaufberatung

  1. Große Kaufberatung
  2. Teil 2: Große Kaufberatung
  3. Teil 3: Große Kaufberatung

Monitore - das optimale Bild

TFT-Monitore haben ihre Röhren-Kollegen weitestgehend abgelöst. Bei der Bildwiedergabe gibt es jedoch Unterschiede. Worauf es bei einem Monitor ankommt, erklären wir Ihnen hier.

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Worauf Sie beim Monitor Kauf achten sollten

Was ist eigentlich der Unterschied von LCD- und TFT-Monitoren? Lassen Sie sich nicht verwirren. LCD (Liquit Crystal Display) ist der Oberbegriff für Flüssigkristall-Bildschirme. TFT (Thin Film Transistor) ist hingegen eine Bezeichnung für eine bestimmte LCD-Technik. Da heutzutage alle LCD-Monitore mit TFT-Technik arbeiten, spielt die unterschiedliche Bezeichnung keine Rolle mehr.

Das Kontrastverhältnis, die Helligkeit und die Reaktionszeit

Diese Parameter sind mittlerweile Hauptverkaufsargumente von TFT-Monitoren. Das Kontrastverhältniss beschreibt den Helligkeitsunterschied zwischen weißen und schwarzen Bildpunkten. Bei einem Verhältnis von 500:1 wird der weiße Bildpunkt 500-mal heller dargestellt als der schwarze Punkt. Je größer das Verhältnis desto besser. TN-Panels erreichen oft Verhältnisse von 500 bis 700:1. IPS-Bildschirme bieten 1.000:1 oder mehr.Mit der Maßeinheit cd/m² (Candela pro Quadratmeter) wird die Helligkeit eines Displays angegeben. Nahezu alle Modelle erreichen heute 200 cd/m² und mehr. Das ist für alle Lichtverhältnisse ausreichend, diesen Wert können Sie also bei der Kaufentscheidung durchaus vernachlässigen, unter 200 cd/m² sollte es aber nicht sein.

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Bei der Monitorentwicklung wird derzeit fu?r realistische Einblicke an 3D-Techniken gearbeitet

Die Reaktions- oder Schaltzeit eines LCDs wird in der Werbung oft besonders hervorgehoben. Die Angabe in Millisekunden (ms) ist mittlerweile nur für Spiele- und DVD-Freunde interessant. Bei zu hohen Reaktionszeiten kommt es bei schnellen Bildwechseln zu Schlieren und verwischten Darstellungen. Hier ist eine niedrige Reaktionszeit von 2 oder 5 ms wünschenswert. Für einen Office-PC genügen Schaltzeiten von 16 ms. Monitore mit höheren Werten sind sowieso kaum noch im Angebot.

Der beste Anschluss für beste Bilder

Die optimale Bildqualität bietet die direkte digitale Übertragung. LCD-Monitore arbeiten intern immer digital. Deshalb sollten sie auch über einen digitalen Anschlussstecker (DVI) verfügen. Am häufigsten verbreitet ist die Steckerbelegung DVI-I. Sie überträgt neben den digitalen auch die analogen Signale. Seltener ist der DVI-A- oder DVI-D-Standard. DVI-A überträgt nur analoge Signale, DVI-D hingegen ist auf die digitale Signalübertragung beschränkt. Allerdings gibt es immer noch Billigmonitore nur mit dem analogen VGA- oder D-Sub-Stecker. Durch die interne Umwandlung vom ankommenden analogen Signal zur digitalen Wiedergabe gehen Bildinformationen verloren. Bietet Ihre Grafikkarte keine Buchse für einen DVI-Stecker, können Sie auch einen Adapter VGA auf DVI nutzen und einen modernen DVI-I-Monitor betreiben. Doch auch hier müssen Sie wegen der Umwandlung mit Bildverlusten rechnen.

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Ein moderner Monitor sollte Schnittstellen fu?r die häufigsten Übertragungsstandards bieten

Monitor-Format: Breitbild (Widescreen) oder 4:3

Bei Fernsehgeräten hat sich das Breitbildformat (16:9) weitgehend durchgesetzt, nun gibt es auch sogenannte Widescreen-Monitore für den PC. Diese bieten aber in den meisten Fällen ein Seitenverhältnis von 16:10. Auch hier wird bei den technischen Angaben wie bei 4:3-Monitoren die Bildschirmdiagonale als Größenangabe für den Monitor herangezogen. Allerdings sind die Formate nur bedingt vergleichbar. Ein 4:3-Monitor hat, bei gleicher Bildschirmdiagonale, etwa 7% mehr Fläche zu bieten. Für Office-PCs kann man ruhig beim alten 4:3-System bleiben, der Widescreen bietet lediglich den Vorteil, dass man mehrere Dokumente nebeneinander bearbeiten kann. Bei Multimedia- oder Spiele-PCs ist der Widescreen im Vorteil, da der Inhalt von aktuellen Filmen oder Spielen Format füllender angezeigt wird. Außerdem entspricht das breite Format eher dem menschlichen Blickfeld. Allerdings sollte man hier mit Monitoren arbeiten, die eine Auflösung von 1.680x1.050 oder noch besser 1.920x1.200 ermöglichen. Diese Auflösungen gibt es bei Monitoren ab einer Bilddiagonale von 21 Zoll. Darunter sollte es auch nicht mehr sein.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Kaufkriterien für PC-Monitore finden Sie hier aufgelistet.

Bildschirmdiagonale: ab 21-Zoll je nach Stellmöglichkeit
Formfaktor: Widescreen (Optimal für Allround-PCs - Multimedia und Office), 4:3-Verhältnis ist nur noch für reine Office-PCs zu empfehlen
Auflösung: ab 1.680 x 1.050 Pixeln
Reaktionszeit: ab 16 ms oder darunter (Office-PC), 5 ms oder darunter (Multimedia-, Gaming-PC)
Blickwinkel: horizontal und vertikal etwa 140 bis 170 Grad
Helligkeit: ab 200 cd/m², je höher desto besser
Kontrastverhältnis: ab 700:1, je größer desto besser
Anschlüsse: DVI-I, Adapter für ältere VGA-Grafikkartenausgänge oder zusätzlichen VGA-Anschluss, optional HDMI für HD-Wiedergabe von Playstation 3 oder kompatiblen externen Multimedia-Geräten wie beispielsweise von HDV-Camcordern
Rahmen: entspiegelt, am besten gebürstetes helles Metall, schmal
Umwelt/Ergonomie: Monitornorm TCO 03, Bildschirm möglichst entspiegelt, sicherer Stand (Fußfläche), höhenverstellbar, neigungsfähig
Bedienung: Bedienelemente sollten im Sitzen erreichbar sein (z.B. Rahmenunterseite), deutliche Beschriftung, deutsche Menüführung
Sonstiges: bei Bedarf Line-Out/Kopfhörerbuchse, USB-Schnittstellen, Kontroll-Lautsprecher, integrierte Web-Kamera, Bildschirm um 90 Grad drehbar.

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Dieser Artikel möchte Sie für Ihren nächsten Hardware-Einkauf fit machen. Fragen oder fahnden Sie gezielt nach wichtigen technischen Parametern…

Notebook - Grundausstattung

Notebooks sind praktisch. Sie beanspruchen sie wenig Platz, lassen sich schnell verstauen oder unterwegs nutzen. Wir möchten Ihnen hier Kauftipps für eine Alleskönner-Variante geben.

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Notebook-Grundauststattung

Die Wahl wird nicht zur Qual, wenn man sich vor dem Kauf einige Gedanken über das häufigste Einsatzgebiet des Notebooks macht. Neben Minis sowie Leichtgewichten und Alleskönnern gibt es auch Notebooks, die den Desktop-Kasten fast gleichwertig ersetzen und robuste Typen für den harten Outdoor-Einsatz. Die Klassen unterscheiden sich neben der Leistungsfähigkeit insbesondere durch ihre technische Ausstattung.

Sie haben aber auch gewisse Nachteile gegenüber Desktop- PCs. Kleinere Bauteile führen zu höheren Entwicklungs- und Fertigungskosten und damit zu höheren Preisen gegenüber vergleichbaren stationären PCs. Weiterhin sind sie mitunter schlechter ausgestattet und erreichen nicht die Rechengeschwindigkeit eines Desktop-PCs. Auch die Erweiterungsmöglichkeiten sind durch die kompakte Bauweise in der Regel eingeschränkt.

Die Ausstattung ist wichtig für das spätere Einsatzgebiet

Bei Minis und sehr leichten Notebooks muss man in der Regel mit einer sparsamen Ausstattung auskommen. Die Prozessoren sind meist nicht die leistungsfähigsten, da für eine Kühlung kaum ausreichend Platz vorhanden ist. Doch auch der Strombedarf spielt hier eine Rolle. Es kommen meist sehr leichte und somit schwächere Akkus zum Einsatz. Solche Notebooks haben oft nur die nötigsten Schnittstellen, Laufwerke für CDs und DVDs sind kaum integriert und müssen daher meist optional erworben und dann extern mit einem USB-Kabel angeschlossen und betrieben werden. Solche Notebooks eignen sich in der Regel für einfache Anwendungen und den mobilen Einsatz des Internets. Ihr Vorteil ist die hohe Mobilität aufgrund des geringen Gewichts und der kleinen Abmessungen.

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Die sehr kompakte Bauweise eines Notebooks lässt in der Regel kaum Erweiterungen zu

Im Gegensatz dazu ist die Klasse "Desktop- Ersatz" zu betrachten. Hier möchte man bei der Ausstattung und der Rechenleistung möglichst keine Kompromisse eingehen. Das muss man sich dann aber mit mehr Gewicht und größeren Abmessungen erkaufen. Die Geräte wiegen um die 4 Kilogramm und benötigen wegen der größeren Displays von 17 Zoll aufwärts mehr Platz. Sie sind zwar noch transportabel, aber eher für den stationären Einsatz gedacht. Dennoch lassen sie sich schnell verstauen, wenn man den Schreibtisch für andere Arbeiten benötigt. Da allerdings auch bei dieser Geräteklasse eine Erweiterung kaum möglich ist, sollte man sich vor dem Kauf über die Ausstattung und benötigte Leistung von vornherein im Klaren sein.

Für den Outdoor-Einsatz gibt es spezielle Notebooks, die stoß-, staub- und spritzwassergeschützt sind. Hier sind die Komponenten speziell für einen robusten Umgang konzipiert. Diese Notebooks sind allerdings oft recht teuer und für den Normalanwender in der Regel nicht notwendig.

Das Allround-Notebook für Alles und Alle

Wenn Sie ein Notebook benötigen, das alle Standardaufgaben ohne zu murren meistert, gut ausgestattet und dennoch transportabel ist, können Sie sich ein Allround- Talent zulegen. Die Geräte wiegen etwa 3 Kilogramm und sollten eine große Festplatte, eine gute Grafikumsetzung sowie einen leistungsfähigen Prozessor nebst ausreichend Arbeitsspeicher bieten. Das Grafik- und Soundmodul ist meist auf dem Mainboard als Chipsatz integriert. Hier ist es wichtig, den Systemarbeitsspeicher ausreichend groß zu wählen, da besonders der Grafikchip viel Arbeitsspeicher benötigt, den er dann vom Systemarbeitsspeicher abzieht.

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Das Paket eines Komplettsystems sollte auch eine Maus und eine Tastatur enthalten

Auch ein internes Laufwerk, am besten ein Multinorm-DVD-Brenner, darf nicht fehlen. Eine Netzwerkanbindung (kabelgebunden und kabellos) sowie ausreichend Schnittstellen für externe Geräte und ein interner Speicherkartenleser sollten die Grundausstattung ergänzen. Der Akku muss mindestens 3-4 Stunden am Stück durchhalten und auch bei einem zweistündigen Videofilm nicht schlappmachen. Was Sie sonst noch bei der Recherche nach einem guten Allround- Notebook beachten sollten, haben wir Ihnen hier kompakt und zum Mitnehmen zusammengestellt.

Prozessor: Intel Core 2 Duo ab 1,6 GHz oder AMD Turion 64 X2 ab 1,8 GHz
Arbeitsspeicher: 1 bis 4 Gigabyte für Windows XP (32-Bit) , 2 bis 4 Gigabyte für Windows Vista (32-Bit)Display: ab 15,4 Zoll im Breitbildformat (16:10) bei einer optimalen Auflösung von mindestens 1.280x800 Bildpunkten
Festplatte: Minimum 120 GByte, besser 250 GByte oder mehr
Grafikkarte: mit einem eigenen Arbeitsspeicher von mindestens 128 MByte (Shared Grafik oder Grafik on Board nicht empfohlen. Diese Technik nutzt den Standard-Arbeitsspeicher, der dem System dann fehlt)
Laufwerk: DVD-Multinorm-Brenner
Netzwerk: WLAN mit aktuellem 802.11n-Standard, mindestens Fast-Ethernet- Anschluss, besser Gigabit-Ethernet
Tastatur: Standard-Tastatur mit Nummernblock, guter Hub und Druckpunkt
Steckplätze/Anschlüsse: Express-Card-Steckplatz, Kartenleser, mind. 4x USB 2.0, Line-In/Out/Kopfhörer, Mikrofon, VGA oder DVI-Buchse für Zweitmonitor, evtl. PS2 für zusätzliche externe Maus bei Arbeiten am Schreibtisch
Akku: Laufzeit im Dauerbetrieb nicht unter 3 Stunden; 2 Stunden Filmwiedergabe über DVD-Laufwerk sollten mindestens möglich sein, fragen Sie nach optionalen Ersatzakkus oder Docking-Stationen, damit man auch einmal längere Einsatzzeiten überbrücken kann
Kühlung: besser Aktiv- als Passivkühlung (meist größere Systemleistung)

Lesen Sie auf der letzten Seite unserer großen Kaufberatung, worauf man beim Kauf von Komplettsystemen und Druckern achten muss.

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