BEKÄMPFUNG VON RAUBKOPIEN

Teil 2: Getäuschte Sicherheit

Microsoft möchte sich mit WGA vor Raubkopieren schützen, wendet aber selbst fragwürdige Methoden an. Kein Anwender weiß, welche Daten Microsoft sich aneignet. Die Firma (wie viele andere auch) täte nicht schlecht daran, offen zu legen, was sie da tut. Und zwar faktisch offen zu legen - nicht als wohlklingendes Statement, sondern als Einblick in den Quellcode und die Datencodierung. Daswürde Vertrauen schaffen und die Bereitschaft der Anwender erhöhen, ein legitimes Interesse der Firmen am Schutz vor Raubkopien oder auch an anonymen Nutzungsdaten zu akzeptieren.

Getäuschte Sicherheit

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WGA-Notification kommt per automatischem Update auf den Rechner. Es überträgt eine Reihe von Daten, die Rechner eindeutig identifizieren.

Die Heimlichkeit ist es, die viele Anwender ärgert, denn die meisten sind doch inzwischen bereit, großzügig Daten preiszugeben. Viele haben einen Hotmail-Account und geben Microsoft einen tiefen Einblick in ihr persönliches Leben (gilt ebenso für Web.de, GMX etc). Viele Programme wie Firefox suchen regelmäßig online nach Updates. Und die meisten der neuartigen Ajax- Internet-Dienste, wie Google oder Windows Live sie offerieren, arbeiten eng mit Firmenservern zusammen und machen eine Meldung, sobald der Anwender den Browser öffnet. Das erlaubt den Anbietern weitaus differenziertere Nutzerprofile, als es mit WGA möglich ist. Auch daran stören sich die wenigsten Anwender.

Letztendlich bleibt Misstrauen aufgrund der verheimlichten Rückmeldung. Der Anwender will die Hoheit über seine Daten behalten und wissen, wann was damit geschieht. Diese Informationsfreiheit der Bürger sollte endlich gesetzlich verankert werden, sodass künftige Heimlichtuereien mit Strafe bedroht sind. Informationsfreiheit gehört zu den Grundrechten der modernen Informationsgesellschaft. whs

Getäuschte Sicherheit

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Wen WGA-Notification ungerechtfertigt belästigt, wird es mit dem Tool RemoveWGA wieder los.

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