Gernegroß

Teil 2: EEE-PC-Tuning

  1. EEE-PC-Tuning
  2. Teil 2: EEE-PC-Tuning

Hardware-Modding

Viele berichteten auf Basis eines amerikanischen Vorseriengerätes Mini-PCIe- Stecker des Eee PCs. Der fehlt leider aus Kostengründen bei den in Deutschland ausgelieferten Geräten. Die Lötpads sind vorhanden, sodass zumindest SMD-erfahrene Löter schnell zum Ziel kommen. Da Mini-PCIe auch Kontakte für USB enthält, bietet es sich an, USB-Geräte direkt zu verlöten. Um dies zu vereinfachen, hat sich eine Hackerin mit dem Pseudonym "tnkgrl" auf die Suche nach USB-Kontakten auf dem Mainboard begeben, die im Ruhezustand abgeschaltet sind und den anderen USB-Ports keinen Strom stehlen. An vergleichsweise gut zugänglichen Stellen wurde sie fündig. Einen Erfahrungsbericht zum Einlöten eines 8 GByte-USB-Sticks als interne Speichererweiterung hat Jan Eggers in seinem Blog unter veröffentlicht.

EEE-PC-TUNING

© Archiv

Garantieverlust garantiert: "tnkgrl" hat Lötpunkte für interne USB-Geräte identifiziert, die den Einbau zusätzlicher Geräte erlauben.

Eee-PC-Xandros sichern

Mit nur 4 GByte internem Speicher ist die interne Festplatte des Eee PCs klein genug, um sie vor Experimenten mit anderen Distributionen ohne große Verrenkungen komplett zu sichern. Recht praktisch ist hierfür eine Live-CD wie Knoppix oder ein von Stick oder SD-Karte gebootetes Ubuntu. Sie können die interne Festplatte dann 1:1 auf eine leere SD-Karte oder einen USB-Stick klonen. Der Datenträger darf dazu nicht gemountet sein und keine wichtigen Daten enthalten, da er gelöscht wird: dd if=/dev/sda of=/dev/sdc Alternativ dazu können Sie eine komprimierte Sicherung erstellen, die jedoch aufgrund der langsamen CPU des Eee PCs Geduld erfordert. Hierfür muss der Zieldatenträger gemountet sein: dd if=/dev/sda | gzip -c > /media/sdc1/eee.dd.gz Das Zurückspielen der Sicherung erfolgt beim 1:1-Image durch simples Vertauschen, von if und of, beim gepackten Image kommt wieder eine Pipeline zum Einsatz: gunzip -c /media/sdc/eee.dd.gz | dd of=/dev/sda

EEE-PC-TUNING

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Hier ist Geduld erforderlich: Ein Backup des installierten Xandros mitsamt Nutzerdaten dauert etwa eine Viertelstunde.

Hardware und benötigte Treiber im Eee PC 701

Zwar basiert der Eee PC auf der PC-Architektur, doch viele der enthaltenen Komponenten sind noch nicht mit "Vanilla-Treibern" versehen. Das benötigen Sie zur völligen Hardwareunterstützung auf praktisch jeder Distribution:

Netzwerkkarte

Die Ethernetkarte ist eine Attansic/Atheros, die vom Linux-Treiber atl2 unterstützt wird. Der ist in allen aktuellen Distributionen vorhanden oder kann unter debianesken Systemen mit module-assistant nachinstalliert werden. Einen universell verwendbaren Treiber finden Sie auf der Seite des Entwicklers:

WLAN

Zwar wird der verwendete Atheros-Chipsatz vom fast überall mitgelieferten Madwifi- Treiber unterstützt, die Karte kann aber wegen Anbindung per PCI-Express nicht initialisiert werden. Gepatchte Treiber finden Sie unter Wählen Sie das Paket madwifi-nr-rNNNN+ ar5007.tar.gz mit der aktuellsten Release- Nummer und dem ar5007-Patch. Das beim Kernel 2.6.25-rc7 mitgelieferte ath5k konnte die Karte ebenfalls nicht initialisieren und musste deshalb ge-"blacklisted" werden, möglicherweise unterstützen künftige Kernelversionen bald die Anbindung per PCIe und machen so die Nachinstallation gepatchter Treiber überflüssig. Grafikkarte Die integrierte Intel-Grafik wird von den Treibern in Xorg 7.2 und 7.3 tadellos erkannt. Generell sind Distributionen mit Xorg 7.3 zu bevorzugen, da diese über eine bessere Autokonfiguration des Monitors verfügen. Es genügt hier, vor dem Start einen externen Monitor anzuschließen, um diesen mit dessen nativer Auflösung anzusteuern.

EEE-PC-TUNING

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Rot markiert ist die bei einigen Distributionen kritische Hardware: WLAN, LAN, I2C-Bus und die im Display-Rahmen eingebaute USB-Webcam.

Sound

Der benötigte Intel- Treiber snd-hda-intel ist Teil von Alsa und funktioniert "out of the box". Allerdings macht dieser Treiber Probleme beim Shutdown und sollte deshalb vorher entladen werden: rmmod sndhda-intel

SATA- und USB-Controller

Während Tests mit verschiedenen Distributionen kam es in Einzelfällen vor, dass der Eee PC beim Initialisieren der USB-Controller einfach hängen blieb. Abhilfe schuf in diesem Fall das statische Einkompilieren der Module ahci, uhci und ehci.

ACPI

Der Eee PC lässt viele Einstellungen per ACPI setzen (Ab- und Anschalten von Webcam und WLAN, Helligkeit, Lautstärke, Displayumschaltung). Die hierfür notwendigen ACPI-Events liefert der Treiber eeepc-acpi, den Sie unter debianesken Systemen mit module-assistant nachinstallieren können. Nutzer anderer Distributionen können aus den Quellen der Ubuntu-Version selbst Module kompilieren: . Auch mit den ACPI-Modulen werden möglicherweise - je nach Distribution - Events zwar erzeugt, aber nicht korrekt umgesetzt. Hier hilft meist ein Blick in die Logdateien des "acpid" und die Anpassung der ACPIScripte.

Webcam

Die per internem USB angebundene Webcam lässt sich mit den Unicap-Treibern nutzen. Unter Ubuntu 8.04 installiert die Webcam- Applikation Cheese automatisch alle benötigten uvc-Treiber. Sollte Ihre Distribution Unicap nicht mitbringen, können Sie notwendige Quellcodes von der Webseite des Projektes unter herunterladen.

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