Offener Verkauf richtig gestalten

Teil 2: E-Commerce mit Magento

Gerade das URL-Rewrite sollten Sie beim ersten Kennenlernen noch nicht verwenden, da die für das Zend Framework und das MVC-Modell typischen URLs von Magento zum Verständnis des Aufbaus beitragen. In Sachen Datenbank sollten Sie beachten, dass es sich um eine UTF-8-Datenbank handeln sollte, um hinsichtlich der Mehrsprachigkeit keine Probleme zu bekommen.

Einrichtung und Überblick

Wenn Magento installiert ist, sehen Sie erstmals den Demo Store, allerdings noch komplett ohne Produkte. Diese erhalten Sie nur, wenn Sie die Beispieldaten vorab installieren. Allerdings sollten Sie das nur in einer separaten Kopie tun.Das Backend ist über das Anhängsel /admin/ an die URL erhältlich. Bei einer lokalen Kopie etwa so: http://localhost/magento/index.php/admin/.Ein erster Blick ins Backend zeigt zuerst das Dashboard mit den aktuellen Umsätzen und Bestellungen. Dies können Sie übrigens ändern - wie eigentlich fast alles in Magento.Über System/Configuration/Admin/Startup page wählen Sie eine andere Seite des Backends als Beginn für den Administrator. Was nun noch stört, ist die englische Sprache. Diese ändern Sie über Magento Connect ().

E-Commerce mit Magento

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Konfiguration: Am Anfang stellen Sie vor allem das URL-Handling ein.

Dies ist auch direkt über das Backend erreichbar: System/Magento Connect. Sie können dort nach einer Erweiterung suchen oder direkt einen Schlüssel angeben. Für die deutsche Sprache ist der Schlüssel magento-community/Locale_Mage_community_de_DE. Nach der Installation des Sprachpakets wählen Sie die Sprache links unten, wenn Sie die Lokalisierungsinformationen nicht bereits beim Installieren angegeben haben.

Nun gilt es als Erstes zu verstehen, wie Magento Shops aufbaut. Magento unterstützt mehrere Shops in einer Instanz. Daraus ergibt sich eine umfangreiche Struktur, die Sie erkennen, wenn Sie einen Blick in das Menü System/Store verwalten werfen. Hier sehen Sie die Unterteilung in Websites, Stores und Store Views.

Das oberste Element ist die Website - auch hier können Sie mehrere anlegen. Eine Website kann mehrere Stores enthalten. Allerdings teilen sich alle Stores innerhalb einer Website die Kunden und auch die Bestellinformationen. Das unterschiedliche Aussehen der einzelnen Stores wird über die Store Views gesteuert. Hie- rüber können auch verschiedene Sprachversionen angesprochen werden.

Ein anderes Konzept wäre, mehrere Shops in mehrere Websites aufzuteilen. In diesem Fall sind Kunden und Bestellungen komplett voneinander getrennt. Das einfachste Szenario ist natürlich, eine Website mit einem Store und nur einer View zu haben. Dies reicht für viele Praxisfälle schon aus. Wenn Sie mit einer Website und einem Store starten wollen, genügt es, wenn Sie die Namen der entsprechenden Elemente ändern. Klicken Sie dazu einfach die Namen in der Liste an und benennen Sie sie um.

Vorsicht sollten Sie beim Code walten lassen. Diese Information wird unter Umständen im Quellcode verwendet, um eine Website zu adressieren. Beim Store selbst können Sie angeben, welche Produktkategorie verwendet wird.

Diese und die Produkte selbst verwalten Sie zentral über den Katalog. Dieser unterscheidet zwischen Root-Kategorien und untergeordneten Kategorien (Subcategory). Auch die schon vorhandene Standardkategorie können Sie umbenennen. Zum Testen sollten Sie außerdem einige Produkte anlegen.

E-Commerce mit Magento

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Anbindung: Magento Connect hilft beim Installieren von Sprachen und anderen Erweiterungen.

Die Struktur in Website, Store und Store View betrifft allerdings nicht nur die Darstellung der Produkte und die Trennung der Nutzer, sondern auch die Konfiguration und die Templates. Für jede Website und jede Store View gibt es ein eigenes Configuration- Scope.

In der Konfiguration im Menü System wählen Sie links oben den entsprechenden Scope. Ist keine Konfiguration für einen bestimmten Bereich beispielsweise einen Store vorhanden, wird die übergeordnete beziehungsweise die Standardkonfiguration verwendet.

Template anpassen

Der erste Schritt in Magento zum eigenen Layout ist, erst einmal festzustellen, an welchen Stellen überhaupt Layout-Elemente vorhanden sind. Dies beginnt bei den Sprachen. Die Standardsprachen sind im Verzeichnis locale.

Abgespeichert werden die Sprachen dort in Unterverzeichnissen mit den Sprachkürzeln für Deutschland und Deutsch ist das de_DE. Im Sprachverzeichnis sind dann die Sprachdateien nach Modulen geordnet. Im strikten Aufbau von Magento sind alle Funktionen vom Kunden über das CMS bis hin zur Umfrage ein Modul.

Die Module sind selbst in app/code/core/ zu finden. Dort heißen die Magento-Module (oder auch Pakete) alle Mage. Die Umfrage ist darin ein Modul im Verzeichnis Poll, das wiederum streng dem MVC-Ansatz folgend einen Controller und ein Model hat. Dementsprechend orientieren sich die Sprachdateien daran.

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