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Gute URLs, schlechte URLs Domainnamen richtig gewählt

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Schöne URLs per mod_rewrite?

Die URLs, die manche Webanwendungen automatisch generieren, verursachen bisweilen Bauchweh. Sie sind gespickt mit IDs und Parametern.

Das Apache-Modul mod_rewrite kann beispielsweise aus einem kryptischen Link wie domain.de/index.php?id=0815&p=123456789&v=987654321 eine lesbare Adresse wie domain.de/das-gesuchte-produkt.html machen.

Eine aktuelle Diskussion, die von einem Eintrag im offiziellen Google-Blog () ausgelöst wurde, stellt diese gängige Praxis zwar vermeintlich infrage.

Aus SEO-Sicht ist es aber weiterhin üblich, sprechenden URLs den Vorzug zu geben: Die wichtigen Schlüsselwörter stecken dann schon in der Webadresse und der User sieht auf einen Blick, was sich hinter dem Link verbirgt.

Googles SEO-Blogger raten von dieser Methode offenbar vor allem deshalb ab, weil viele Webmaster mod_rewrite fehlerhaft einsetzen und deshalb mehr Probleme verursachen als lösen. Deshalb sollte mod_rewrite nur mit Bedacht angewendet werden. mod_rewrite wird als Regel im .htaccess-File auf dem Webserver hinterlegt.

Viele Websites basieren auf ausgereifter CMS- oder Weblog-Software, in deren Konfiguration Sie das Format der erzeugten Webadressen jedoch ohne Code-Fummelei mithilfe von Platzhaltern festlegen dürfen.

Bei bekannten Projekten, beispielsweise Wordpress, können Sie davon ausgehen, dass die Software mod_rewrite korrekt einsetzt und Google Ihre Seiten ohne Schwierigkeiten crawlen kann.

Datenbanken & IDs

Übrigens sollten Sie noch aus einem anderen Grund vorsichtig mit einer allzu radikalen Reduzierung Ihrer URLs auf lesbare Bestandteile umgehen.

Die ID in der Webadresse hilft der Anwendung beispielsweise, den Content schneller in der Datenbank zu orten und in der dynamisch erzeugten Webseite auszugeben. Bei einem kleinen Webprojekt mag die ID noch verzichtbar sein, doch je größer der Umfang der Website wird, umso deutlicher geht das Fehlen der ID auf Kosten der Performance.

Gute Planung

Schon bei der Domain-Registrierung sollten Sie Ihre Zielgruppe im Auge haben und sicherstellen, dass Ihre Webadresse auch in der Offline-Welt funktioniert. Sie muss deshalb gut lesbar und problemlos abzutippen sein. Verzichten Sie auf Wortspielereien, Buchstaben, Abkürzungen und anderen Schnickschnack.

Pepsi setzt die Wörter der Webadresse farbig ab und verbessert die Lesbarkeit. © Jaqueline Pohl
Pepsi setzt die Wörter der Webadresse farbig ab und verbessert die Lesbarkeit.

Aber auch bei vorhandenen URLs ist nicht alles verloren. Durch die richtige Präsentation mit unterschiedlichen Farben oder großen Anfangsbuchstaben wird ein URL leichter entziffert – der erste Schritt zum Erfolg Ihrer Website.

Webadressen in Werbung und Marketing

Das sollten Sie tun, ...
• Sichern Sie sich nach Möglichkeit Ihren Firmen- oder Markennamen als .de-Domain.

• Ist Ihr Firmenname schon vergeben, suchen Sie sich lieber gleich einen neuen. Eine .net- oder .eu-Adresse ist kein Ersatz.

• Wenn Sie eine Kampagne starten, benutzen Sie den Slogan für die URL.

• Benutzen Sie unterschiedliche Farben oder Fettungen, um Wörter voneinander abzusetzen.

• Bindestriche sind vor allem bei Slogans sinnvoll, damit sich die einzelnen Wörter gut voneinander abheben.

• Richten Sie Subdomains für Unterseiten ein, auf die Sie hinweisen wollen.

... das besser lassen.
• Sparen Sie sich das www. vor der Webadresse.

• Das http:// nimmt nur Platz weg – lassen Sie es weg.

• Komplett klein geschriebene Adressen sind bei zusammengesetzten Begriffen nur schwer lesbar.

• Hüten Sie sich vor URLs, die vollständig aus Großbuchstaben bestehen.

• Lassen Sie die Finger von Umlaut-Domains.

• Verkneifen Sie sich Werbung mit Links auf Unterseiten.

• Abkürzungen, Akronyme oder Ziffern taugen nicht für URLs, es sei denn, Ihre Marke ist allgemein bekannt dafür.

• Verstecken Sie Ihre Webadresse nicht irgendwo klein ganz unten. Niemand wird mit der Lupe danach suchen.

 
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