Foto:Kameras

Teil 2: Digi-Fotografie: Grundlagen

  1. Digi-Fotografie: Grundlagen
  2. Teil 2: Digi-Fotografie: Grundlagen

  • Autofokus aktiv: Aktive Autofocus-Systeme senden einen Messstrahl, meist in Form von infrarotem Licht aus, mit dessen Hilfe die Kamera den Abstand zum Objekt ermittelt und das Objektiv entsprechend einstellt. Solche Systeme können ins Schleudern geraten, wenn durch eine Fensterscheibe fotografiert werden soll.
  • Autofokus passiv: Solche Systeme finden sich hauptsächlich in Spiegelreflexkameras oder hochwertigen Sucherkameras. Hier wird die Bildschärfe am abgebildeteten Objekt ermittelt, es wird also das scharf gestellt, was auch anvisiert wird.
  • Blende: Die Blende verringert im Objektiv, ähnlich der menschlichen Iris, den Lichtdurchlass. Die Blendenzahl gibt das Verhältnis zwischen Blendenöffnung und Objektivlänge an. Bei Blende 1:22 ist die Blendenöffnung 22 mal so klein wie die Länge des Objektivs. Ist das Verhältniss 1:1,0, ist die Öffnung so groß, wie das Objektiv lang ist. Neben der Brennweite wird auch das maximale Öffnungsverhältnis der Objektive angegeben. Je kleiner die Zahl hinter dem Doppelpunkt, desto lichtstärker ist das Objektiv.
  • Blooming: Blooming bezeichnet den Effekt, wenn bei digitalen Bildern helle Licht- oder Glanzpunkte übertrieben dargestellt werden, als würden sie "blühen". Bei digitalen Kameras trifft das Licht auf Speicherzellen, die das Licht in Elektronen umwandeln. Je nach Stärke des Lichteinfalls läuft die Speicherzelle voll. Dabei kann es vorkommen, dass durch ein überlaufen der Zelle Elektronen in benachbarte Zellen überlaufen. Dadurch breiten sich Lichtpunkte auf dem Bild weiter aus als beispielsweise bei einem Kleinbildfilm.
  • Brennweite: Die Brennweite gibt die Länge in Millimetern zwischen Objektiv und Film bzw. CCD-Modul an. Bei Kleinbildkameres liegt der Normalwert (entspricht ungefähr dem Sehwinkel des Auges) bei 50 mm, darüber beginnt der Telebereich, darunter der Weitwinkelbereich. Bei digitalen Kameras in diesem Test liegt der Normalwert je nach Größe des CCD bei rund 10 bis 12 mm.
  • CCD: Das CCD-Modul (Charged Coupled Device) ist ein Halbleiter-Baustein, der ähnlich der menschlichen Netzhaut aus einer Vielzahl lichtempfindlicher Zellen besteht. Die Zellen wandeln das Licht in elektrische Ladung um, die als digitaler Wert ausgelesen wird. Die Vielzahl der Zellen ergibt ein Rasterbild. Je hiher die Anzahl der Zellen (Auflisung), desto feiner wird das Bild.
  • CMOS: Der CMOS-Baustein (Complementary Metal Oxide Semiconductor) arbeitet ähnlich wie das CCD, ist aber in der Herstellung billiger, dafür bietet CMOS nicht die gleiche Bildqualität.
  • Digitaler Zoom: Im Gegensatz zum optischen Zoom bedeutet der digitale Zoom eine Verschlechterung der Bildqualitt, da hier ein Ausschnitt des Bildes rechnerisch vergrößert wird.
  • Farbrauschen: Thermische Stirungen in einem Halbleiter-Bauelement werden als Signalrauschen bezeichnet. Bei einem CCD macht sich der Effekt durch fehlerhafte Pixel bemerkbar, die in dunklen, gleichfarbigen Flächen auftreten.
  • Optischer Zoom: Durch eine aufwendige Konstruktion sind Zoomobjektive in der Lage, ihre Brennweite zu verändern. Digitale Kameras ohne Wechseloptik bieten einen Brennweitenbereich vom Weitwinkel bis in den Telebereich. Sehr gute Objektive bieten über den ganzen Zoombereich die gleiche Lichtstärke (etwa 7 bis 20 mm, 2,0), andere werden im Telebereich lichtschwächer (7 bis 20 mm, 2,8 bis 4,0).
  • Verschlusszeit: Neben dem Blendenwert ist die Verschlusszeit der zweite wichtige Wert bei Aufnahmen. Sie gibt an, wie lange der Film oder das CCD dem Licht ausgesetzt wird. Je länger die Zeit ist, desto verschwommener werden bewegte Objekte dargestellt oder das Bild verwackelt. Im Telebereich sollte die Zeit eine 1/125 Sekunde nicht unterschreiten, im Weitwinkel lässt sich oft noch mit 1/30 Sekunde aus der Hand schießen.
  • Weißabgleich: Tageslicht, Blitzlicht, Kunstlicht von Glühbirnen oder Neonröhren weisen eine unterschiedliche Farbtemperatur auf. Bei der herkimmlichen Fotografie muss man diesen Unterschied durch Filter oder spezielle Filme ausglei- chen. Das menschliche Auge kann die Differenzen bis zu einem gewissen Grad selbst kompensieren. Digitale Kameras passen sich mit einem automatischen Weißab- gleich an das Umgebungslicht an. Der Weißabgleich lässt sich bei einigen Kameramodellen manuell vornehmen, indem man das Objektiv auf eine weiße Fläche richtet und den Abgleich auslist.

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