MYTHOS WEB 2.0

Teil 2: Die neue Webwelt

Das neue Webgefühl äußert sich in folgenden Ausprägungen:

Die neue Webwelt

© Archiv

Die Widgets des Opera-Browsers sind im Prinzip kleine Anwendungs-Webseiten ohne Browser-Fenster.

Erhöhter Bedienkomfort: Anwendungen kommen aus dem Web, der Nutzer hat aber den Eindruck, mit einem stationären Programm zu arbeiten. Die entscheidende Technik hierfür ist Ajax, eine Mischung aus Java- Script und XML. Sie ermöglicht es, Inhalt im laufenden Betrieb von einem Server nachzuladen.

Der Browser bindet die neuen Inhalte ein, ohne dass er die komplette Webseite neu aufbauen muss.

Interoperabilität: Einzelne Webdienste arbeiten nicht mehr für sich alleine, sondern es entsteht ein reger Austausch. Fast alle Webanwendungen können über eine Schnittstelle angesprochen werden, am bekanntesten sind die Google- oder die Amazon-API. Aber auch Texte aus Blogger.com oder Fotos von Flickr.de lassen sich per API abrufen und z.B. in die eigene Homepage einbinden.

Hier sind es XML-Austauschformate (z.B. SOAP), die die verschiedenen Informationen transportieren, konvertieren und neu aufbereiten. Während der Austausch normiert ist, bieten sämtliche Dienste eigene Befehle zum Abruf der Daten.

Community-orientiert: Die meisten der Web-2.0-Dienste bieten Möglichkeiten, Dinge mit anderen Anwendern auszutauschen. Bestes Beispiel sind die vernetzten Blogwelten, in denen die Anwender Texte fleißig gegenseitig zitieren (Trackback) und kommentieren (Comment). Aber auch Ajax-Dienste wie Google Spreadsheet bieten Community- Funktionen, z.B. Datenblätter freizugeben und darüber zu chatten.

Ein Beispiel für Web 2.0 ist die personalisierbare Startseite von Windows Live (MSN): www.start. com, über die sich der Besucher einen eigenen Ausgangspunkt fürsWWWanlegt. Als Elemente stehen Nachrichten, Blogs (RSS) oder kleine Tools (Gadgets) zur Verfügung. Alle Elemente lassen sich überraschend einfach per Drag & Drop auf der Seite hin- und herziehen - ohne dass sich die komplette Seite neu lädt. Wo der Anwender Elemente los lässt, gliedern sie sich in imaginäre Zeilen und Spalten. Der Leerraum, den sie an ihrem vorherigen Ort auf der Seite hinterlassen, füllt sich automatisch mit benachbarten Elementen. Was dem Anwender wichtig ist, legt er sich in die Mitte, anderes lässt er ganz weg.

So elementar und gleichzeitig einfach in den Aufbau einer Seite einzugreifen, wäre auf einer klassischen Webseite nie möglich gewesen und entspricht eher dem Verhalten einer stationären Anwendung. Manche Gadgets sind kleine Anwendungen, die ebenfalls personalisierbar sind (lokaler Wetterbericht). Die Daten kommen dabei über MSN und weitere Datenanbieter (Wetter: Foreca), ohne dass die Herkunft auf der Startseite ersichtlich wäre. Ein weitersWeb-2.0-Beispiel bieten die Widgets des neuen Opera-Browsers. Der legt Webanwendungen (Uhr, Wetter, Sudoku...) auf den Desktop des Anwenders. Die Daten kommen aus dem Netz, die Anwendungen arbeiten lokal. Die Widgets sind im Prinzip kleine Webseiten ohne Browserfenster.

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