Abgezockt mit teurer Freeware

Teil 2: Die Freeware-Falle: Vermeintliche Gratis-Downloads lieber meiden

Der Schaden geht in die Millionen

Eine Sicherheitspanne, über die das SAT1-Magazin Akte09 Ende 2009 berichtete, gibt Hinweise darauf, wie groß der von den Freeware- Fallen verursachte Schaden ist. Damals entdeckte ein Mitglied des Verbrauchervereins AntiSpam e.V. (www.antispam.de) auf dem Server von ABCLoad.de rund 13.000 für jedermann zugängliche Rechnungen sowie eine lange Liste mit Kundendaten. Bei einem Rechnungsbetrag von je 60 Euro und einer geschätzten Menge von dreißig Prozent der Rechnungsempfänger, die tatsächlich bezahlen, entsteht alleine aus diesen Rechnungen ein Schaden von 250.000 Euro. Durch nur einen einzigen Anbieter wohlgemerkt, der zu diesem Zeitpunkt erst wenige Wochen am Markt war. Pikanterweise war die kleinste Rechnungsnummer die 56.541, gut möglich also, dass damals bereits 50.000 weitere Rechnungen erstellt worden waren. Die Daten sind mittlerweile vom ABCLoad- Server verschwunden. Der Beitrag von AKTE09 ist aber noch unter als Video verfügbar.

Vorsicht vor Trittbrettfahrern

Leider kann man sich kaum dadurch gegen die Abofallen wehren, dass man die entsprechenden Web-Adressen im Kopf hat. Regelmäßig segeln die Abzock-Websites nämlich unter verschiedenen Flaggen gleichzeitig. So ist zum Beispiel Opendownload.de in leicht geändertem Design unter Softwaresammler.de aktiv und war auch schon unter Deine-Software.info erreichbar. Gilt eine Web-Adresse als verbrannt, beispielsweise weil Medien darüber gehäuft berichteten, machen deren Betreiber einfach unter einer neuen Adresse weiter. Besonders übel: Auf zahlreichen Websites, darunter auch die bekannten Kino.to und Torrent.to, wird Ihnen vorgetäuscht, Ihr Browser, Ihr Virenscanner oder eine andere Software sei veraltet und Sie müssten sie aktualisieren, um die gerade besuchte Website voll ausnutzen zu können. Logisch, dass die entsprechenden Links in Freeware-Fallen führen. Besonders übel: Auch Google verdient an der Abzocke mit, und zwar über seine "Adwords" genannten Anzeigen in der Trefferliste. Wer derzeit beispielsweise nach "Openoffice" googelt, der landet über die topplatzierte Anzeige bei "" und damit in den Fängen von ABCLoad.de. Für Google wäre es ein Leichtes, entsprechende Angebote aus seinen Anzeigen zu entfernen. Doch die Profitgier des Online-Riesen steht dem wohl entgegen.

So schützen Sie sich

Es gibt eine einfache Regel, durch deren Einhaltung Sie sich zuverlässig vor Freeware- Fallen schützen: Wenn Sie ein Programm aus dem Netz herunterladen möchten, dann geben Sie dazu niemals Ihre Postanschrift und erst recht keine Bankverbindung oder Kreditkartendaten bekannt. Damit entziehen Sie den Fallenstellern die Grundlage für ihr Tun. Die Regel ist so einfach, dass sich auch Ihr Nachwuchs mühelos daran halten kann. Über den unten angegebenen Link bieten wir Ihnen einen Musterbrief zum Download an, mit dem Sie sich gegen Abofallenbetreiber zur Wehr können. Dort finden Sie zudem weitere hilfreiche Links zum Thema. Links & Tools zu diesem Artikel finden Sie unter www.magnus.de/go/10041320

zm_timkaufmann

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