USB-Troubleshooting

Teil 2: Die besten Tricks zu USB-Laufwerken

  1. Die besten Tricks zu USB-Laufwerken
  2. Teil 2: Die besten Tricks zu USB-Laufwerken

Das Ignorieren der Seriennummer kann man auch nutzen, um das Anspringen des Plug&Play beim Wechsel des USB-Ports zu vermeiden. Wird die Seriennummer ignoriert, erkennen Windows 2000 und höher ein Gerät an jedem Port als neues. Dafür werden verschiedene Exemplare des gleichen Gerätes am selben Port nicht als neues erkannt. Wurde ein Gerät einmal an jedem Port angeschlossen, hat man Ruhe. Das macht sich zum Beispiel gut, wenn der Support einen USB-Drucker tauscht und der dann - trotz anderer Seriennummer - einfach funktioniert.

Datenträger auswerfen

Unter Windows XP dürfen eingeschränkte Nutzer keine Datenträger auswerfen. Der Befehl steht im Explorer im Kontextmenü eines Laufwerks zur Verfügung. Auswerfen ist die richtige Wahl, um Karten in internen Kartenlesern abzumelden.

Hardware sicher entfernen ist hier ungeeignet, da es das ganze Gerät abmeldet und es lässt sich dann ohne Neustart auch nicht zurückholen.

Das Auswerfen für alle interaktiven Nutzer kann man bei Windows XP Professional per Richtlinie zulassen: In der Systemsteuerung rufen Sie Verwaltung/Lokale Sicherheitseinstellungen und dann Lokale Richtlinien.

Programm Adresse Beschreibung Sprache Windows Lizenz
HP USB Storage Tool 2.0 www.hewlett-packard.de USB-Sticks formatieren englisch 98 - Vista Freeware
SIV 3.29 http://siv.mysite.orange.co.uk Systeminfos anzeigen englisch 2000 - Vista Freeware
Unknown Device Identifier 6.01 www.zhangduo.com Unbekannte Geräte identifizieren englisch 95 - Vista Freeware
USB Monitor Light www.hhdsoftware.com USB-Datenverkehr überwachen englisch 2000 - Vista 38,24 US-Dollar
USBDeview 1.15 www.nirsoft.net Infos zu USB-Geräten deutsch 2000 - Vista Freeware
USBDLM 4 www.uwe-sieber.de Laufwerksbuchstaben verteilen deutsch 2000 - Vista Freeware (privat)

In den Sicherheitsoptionen steuern Sie dann die Option Geräte: Formatieren und Auswerfen von Wechselmedien zulassen an. Als Einstellung wählen Sie dann Administratoren und interaktive Benutzer. Ab der nächsten Anmeldung dürfen dann auch eingeschränkte Nutzer Datenträger auswerfen.

Alternativ ändern Sie bei Windows XP Home unter dem Schlüssel

HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE/Microsoft/Windows NT/CurrentVersion/Winlogon

den Eintrag allocatedasd auf 2. Nach Anwenderberichten klappt das Verfahren nicht bei älteren XP-Versionen mit SP2, Systeme mit einem Patchstand vom April 2007 sind aber eingeschlossen - und die Windows-Updates sollten Sie aus Sicherheitsgründen sowieso schnellstmöglich nachholen.

Windows XP: Treiberprobleme

USB-Massenspeicher funktionieren unter Windows XP mit den mitgelieferten Treibern. Doch manchmal fragt XP trotzdem danach oder nach Administratorrechten. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben.

Windows traut den eigenen Treibern nicht: Die Windows-Treiber sind digital signiert. Um die Signatur zu überprüfen, muss der Kryptographie- Dienst laufen und funktionieren. Das überprüfen Sie so: Im Startmenü Ausführen aufrufen und das Kommando

services.msc

abschicken. In der Diensteanzeige muss bei Kryptographie-Dienst der Startmodus auf Automatisch stehen und der Dienst tatsächlich gestartet sein.

Wenn der Dienst schon läuft, sind eventuell seine Daten ungültig. Wie man das behebt, steht bei Microsoft:

Windows findet die Treiber nicht: Wo die Treiber zu suchen sind, ist in der Registry hinterlegt. Starten Sie den Registrierungseditor und blättern Sie zum Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE/Microsoft/Windows/ CurrentVersion und kontrollieren den Eintrag DevicePath. Er muss auf %System- Root%\inf zeigen. Zusätzliche Einträge jeweils mit Semikolon getrennt, sind ok, aber der genannte Wert muss dabei sein.

Dann löschen Sie noch die Datei c:\windows\inf\infcache.1. Beim nächsten Systemstart wird sie neu angelegt. Der Ordner und die Datei sind versteckt. Um sie im Explorer zu sehen, rufen Sie Extras/Ordneroptionen/Ansicht auf und aktivieren Alle Dateien und Ordner anzeigen.

Windows fragt nach Adminrechten: Bei eingeschränkten Nutzern werden normale USB-Sticks und Festplatten problemlos installiert. Bei U3-Sticks kommt aber noch deren gefälschtes CD-ROM-Laufwerk ins Spiel. Um das zu installieren, sind Admin-Rechte erforderlich - nach denen wird dann gefragt. Hat man keine, einfach den Dialog schließen, der Datenteil des Sticks funktioniert (meist) trotzdem.

Eventuell muss ein unsicher erkanntes Gerät noch im Geräte-Manager gelöscht und dann nochmals neu angeschlossen werden. Wenn das nicht hilft, sind möglicherweise entscheidende INF-Dateien defekt. Dann hilft eine Reparaturinstallation oder, zur Not, die Dateien von einem möglichst gleichen Windows zu kopieren.

USB-Laufwerksbuchstaben selbst verwalten

USB Troubleshooting

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Klassiker: Über eine Ini-Datei steuern Sie die Konfiguration USBDLM - zum Glück gibt es ausführliche deutsche Hilfetexte.

Standardmäßig vergibt Windows die Laufwerksbuchstaben für USB-Sticks, -CD/DVD und -Festplatten selbst. Beim erstmaligen Anschließen eines USB-Datenträgers vergibt Windows dafür den ersten freien lokalen Laufwerksbuchstaben. Der Datenträger wird auf den Buchstaben gemountet, dort also bereitgestellt. Den Buchstaben kann man dann in der Datenträger-Verwaltung mit einiger Klickerei umstellen, Windows wird sich das für genau diesen Datenträger und diesen Buchstaben merken.

Für jeden neuen USB-Datenträger geht das Ganze von vorne los, ebenso wenn man ein Gerät, das im Widerspruch zu den USB-Standards keine Seriennummer hat, an einen anderen USB-Port anschließt - ohne Seriennummer wird es dort nicht als dasselbe wiedererkannt.

Das kleine Tool USBDLM löst diese und etliche weitere Probleme elegant. USBDLM ist ein Windows-Dienst für Windows 2000, XP, Server 2003 und Vista. Die wichtigsten Möglichkeiten:

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  • Konflikte mit Netz- und Subst-Laufwerken beheben (keine Konfiguration nötig).
  • Laufwerksbuchstaben für die Benutzung durch USB-Laufwerke sperren.
  • Für alle neuen USB-Datenträger eine Liste von Standard-Buchstaben vorgeben, auch abhängig von einer Vielzahl an Kriterien.
  • Laufwerksbuchstaben von Kartenlesern entfernen bis ein Medium eingelegt wird (nicht unter Window 2000).
  • Laufwerksbuchstaben von USB-Laufwerken entfernen lassen und so Zugriff darauf verhindern, auch abhängig vom angemeldeten Nutzer.
  • Eine Autostart-Aktion für jedes angeschlossene Laufwerk definieren, z.B. den Explorer damit öffnen.
  • Einen Balloon-Tip mit dem einem neuen Laufwerk zugeordneten Laufwerksbuchstaben anzeigen lassen und beim Klick auf den Balloon-Tip ein Programm starten. Eine ausführliche deutsche Anleitung zu USBDLM finden Sie unter:ext:http://www.uwe-sieber.de/usbdlm.html][/ext]

Das Programm ist für private Nutzung Freeware, die kommerziellen Preise liegen bei 10,71 Euro pro Lizenz. Einziger Knackpunkt: Die Konfiguration erfolgt über eine Ini-Datei, die man mit einem Editor bearbeitet. Eine grafische Oberfläche ist nicht vorhanden.

Falsche Installation entfernen

Wurde ein USB-Gerät einmal als Unbekanntes Gerät eingebunden, muss man es - während es angeschlossen ist - im Geräte-Manager löschen und dann neu anschließen. Unter Windows 2000 und XP hilft zuweilen ein USB-Kahlschlag, das heißt, alle USB-Geräte aus der Konfiguration zu löschen. Das geht am einfachsten mit Hilfe des MS-Tools DevCon () und der Batch-Datei RenewUSB.bat von Rob van der Woude's Scripting Pages ().

Vorher sollten Sie unbedingt mit einem Image-Programm eine Kopie der kompletten Systempartition anfertigen - Probleme mit der folgenden Neuerkennung aller USB-Geräte sind nämlich nicht ausgeschlossen.

Das Aufräumen geht aber auch gezielt von Hand. Starten Sie den Editor aus dem Zubehör-Ordner im Startmenü und tragen Sie folgende zwei Zeilen ein:

set DEVMGR_SHOW_NONPRESENT_DEVICES=1devmgmt.msc

Speichern Sie den Text als devmanager.cmd. Ein Doppelklick startet den Geräte-Manager, der nun auch nicht vorhandene Geräte anzeigt, wenn im Menü Ansicht der Haken bei Ausgeblendete Geräte anzeigen gesetzt wird. Unter Laufwerke hellgrau angezeigte USB-Geräte sind derzeit nicht angeschlossen. Diese und die, die man voraussichtlich nicht wieder braucht oder die neu erkannt werden sollen, löscht man einfach.

Diesen Vorgang wiederholen Sie unter dem Eintrag Speichervolumes. Hat man generelle Probleme mit den Laufwerksbuchstaben, kann man auch einen Kahlschlag bei den Mount-Points versuchen. Im Registry-Editor benennen Sie folgende Abschnitte um oder löschen sie:

HKEY_CURRENT_USER/Software/Microsoft/ Windows/CurrentVersion/Explorer/MountPoints2 HKEY_LOCAL_MACHINE/SYSTEM/MountedDevices

Danach starten Sie Windows XP neu. Aber Vorsicht: Wenn das Windows-Laufwerk nicht den Buchstaben hat, den es bei einem frischen Setup bekäme, wird Windows möglicherweise nicht mehr starten. Das kann zum Beispiel durch beim Setup angeschlossene USB-Laufwerke, also auch interne Kartenleser, verursacht werden.

XP scheint eine Art Not-Mount-Mechanismus zu haben, damit das System-Laufwerk immer einen Laufwerksbuchstaben bekommt. Wenn der normale Mount-Mechanismus dann anderer Meinung ist, kann das System-Laufwerk auch mal einen zweiten Buchstaben bekommen.

Datenverlust bei Standby oder Ruhezustand

Erwacht Windows XP aus dem Standby oder Ruhezustand, so wird der Systemzustand exakt wiederhergestellt. Wenn man während der Ruhephase ein externes Laufwerk abzieht, ist das problematisch, weil Windows während seines Schlafs natürlich nicht angemessen darauf reagieren kann.

Bei Laufwerken mit NTFS-Formatierung werden manche, weniger wichtige Schreibzugriffe bis zu einer Stunde zurückgehalten. Dummerweise wird vor Standby und Ruhezustand dieser Pufferspeicher nicht bereinigt, also auf den Massenspeicher geschrieben (flushen). Wenn man also ein Laufwerk entfernen möchte, sollte man das tun, bevor man den Rechner schlafen schickt - sonst gibt es unter Umständen ein böses Erwachen mit verlorenen Dateien.

Nur erste Partition erkannt

USB Troubleshooting

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Endlich sichtbar: Richtig eingestellt zeigt der Geräte-Manager auch nicht aktive USB-Sticks an, die früher angeschlossen waren.

Windows XP unterstützt auf Wechseldatenträgern - so geben sich fast alle USB-Sticks zu erkennen - nur eine Partition. Das gilt auch unter Vista. Nicht einmal ein geheimer Registry-Eintrag ändert dieses Verhalten.

Letztlich ist nur ein Bit im Device Descriptor verantwortlich, das Removable Media Bit (RMB). Zaubert man das weg, wird das Laufwerk als lokaler Datenträger, also wie eine Festplatte, erkannt und alle vorhandenen Partitionen werden eingebunden. Auch die Datenträgerverwaltung spielt mit.

Anton Bassov hat bei CodeProject einen Demotreiber veröffentlicht, der genau das macht. Der ist aber nur Proof of Concept, also nicht ausgereift. Wer es trotzdem probieren will, wird hier fündig:

Zum Laden des Treibers ist der OSR Driver Loader hilfreich:

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