Neue Technologien

Teil 2: Der Fernseher der Zukunft

Die größte Zukunft wird LCD vorausgesagt, zumal die Preise für große Bildschirme immer weiter sinken. Der große Vorteil dieser Geräte: Sie nehmen weit weniger Platz weg als Röhrenfernseher: Selbst bei großen TFT-Fernsehern bis zu 45 Zoll ist das Gehäuse selten tiefer als ein paar Zentimeter. Der Grund dafür ist die Bauweise der LCDs, die nur aus zwei Glasplatten, Filtern und extrem dünnen Transistoren, den "Thin Film Transitors" (TFT) bestehen. Die setzen die Flüssigkristalle unter Spannung, die zwischen den Glasplatten sitzen - diese richten sich dann aus und lassen je nach Spannung Licht passieren. Vor jedem Kristall sitzt noch ein Farbfilter, der die Pixel färbt.

Der Fernseher der Zukunft

© Archiv

Die Zeiten, in denen Röhrenfernseher hässlich und dröge aussahen, sind längst vorbei.

Bisher haben Heimkino-Freunde diese Technik eher links liegen gelassen, da sie einige schwerwiegende Nachteile hatte. Die Kristalle haben meist sehr lange benötigt, um sich auszurichten - und dabei den Bildaufbau verzögert. Das führte zu lang gezogenen Schatten oder zu Schlieren. Vor allem bei Fußballspielen war das unangenehm, bei schnellen Kameraschwenks mutierte der Ball zum Kometen, der einen langen Schweif hinter sich herzog. Doch dieses Problem haben die modernen LCD-Fernseher stark abgemildert, es fällt kaum noch ins Gewicht. Höchstens bei sehr schnellen Kameraschwenks sind noch vereinzelte Nachzieheffekte zu sehen, ansonsten bemerkt man die kaum noch.

Das gilt auch für die schlechten Blickwinkel der Geräte: Da das Licht sehr zielgerichtet durch das Panel gesendet wird, sah man an den Seiten des Fernsehers kaum ein gutes Bild. Ab 30 Grad sank die Farbtreue und die Helligkeit stark, das Bild wirkte stumpf. Neuere Modelle haben auch dieses Problem fast nicht mehr, da Firmen wie BenQ oder Samsung die Technik ständig optimiert haben.

Einen schweren Nachteil haben die LCD-Fernseher allerdings immer noch: den hohen Preis. Zwar sind Fernseher mit einer Bilddiagonale von bis zu 21 Zoll schon für unter 1.000 Euro zu haben, doch ist das keine Bildgröße, auf der man sich Hollywoods Action-Spektakel anschauen möchte. Und große LCD-TFTs sind auch weiterhin sehr teuer: So kostet ein 37-Zoll-TFT, wie beispielsweise der Sharp Aquos LC37G4U immer noch um die 4.000 Euro. Dennoch: Dadurch, dass die Hersteller nach und nach die Kinderkrankheiten beiseitigen, werden die LCDs und Plasmas immer interessanter für die Kunden. Auch die Preise fallen - vor allem durch den Bau von immer größeren Fabriken. Beispielsweise hat Sharp angekündigt, 2006 in China eine Fabrik zu errichten, die TFT-Platten mit einer Größe von 5,2 Quadratmetern baut, aus denen dann die großen LCD-Panels geschnitten werden. Diese Fabrik kann 15.000 im Monat produzieren - Sharp glaubt also an einen großen Bedarf an LCD-Fernsehern. Von sinkenden Preisen spricht aber noch niemand.

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